Ansichten eines Regenwurms

Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

König der Romantik

Rudolf Köpke in seiner Biographie aus dem Jahr 1855:

„Den Dichterischen war er zu kritisch, den Kritischen zu dichterisch, den Protestanten zu katholisch, den Katholiken zu protestantisch, den Aufgeklärten seiner Jugend zu religiös, den Frommen seines Alters zu aufgeklärt, den Liberalen galt er für servil, den Legitimen für einen Oppositionsmann.“

Die Rede ist von Ludwig Tieck, der vor 250 Jahren geboren wurde, sein Ding gemacht und für seine Kunst gelebt hat.

Für die meisten, die ihn kennen, steht er auf dem Sockel. Das ist gut und schön – das Interessante an ihm sind jedoch völlig durchgeknallte Stücke wie „Der gestiefelte Kater“ oder „Des Lebens Überfluß“ oder einzelne solcher Passagen, die in jedem seiner Stücke vorkommen können.

Verblüffenderweise schildert Ludwig Tieck Zustände, die heutzutage sehr aktuell sind. Besonders in den „Schildbürgern“ oder im „empfindsamen Ulrich“.

Oft ist es ein Vergnügen, ihn zu lesen; auf jeden Fall lohnt es, sich mit ihm auseinanderzusetzen.

 

Madman

https://www.youtube.com/watch?v=0nuYiLWwFdo

 

Henry Kissinger wird 100 Jahre alt.

Aus „Wikipedia“: „Henry Alfred Kissinger (* 27. Mai 1923 in Fürth als Heinz Alfred Kissinger) ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und ehemaliger Politiker der Republikanischen Partei. Der Deutschamerikaner Kissinger spielte in der Außenpolitik der Vereinigten Staaten zwischen 1969 und 1977 eine zentrale Rolle; er war Vertreter einer harten gewaltbereiten Realpolitik wie auch einer der Architekten der Entspannung im Kalten Krieg. Von 1969 bis 1975 war Kissinger Nationaler Sicherheitsberater, von 1973 bis 1977 Außenminister der Vereinigten Staaten. 1973 erhielt er gemeinsam mit Lê Đức Thọ den Friedensnobelpreis für ein Waffenstillstands- und Abzugsabkommen mit Nordvietnam.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Kissinger

 

Es geht noch Fester

Mirko Drotschmann im ZDF-Format „MrWissen2go Geschichte“:

„Unser Geschichtsquiz ist zurück! Diesmal sind wir allerdings nicht auf der Straße unterwegs, sondern im altehrwürdigen Reichstagsgebäude in Berlin. Wir fühlen den Volksvertreterinnen und Volksvertretern des Parlaments auf den Zahn: Wie viel wissen unsere Politiker wirklich über die Geschichte der deutschen Demokratie? Können die Abgeordneten des Bundestags genau sagen, wann die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde? Und wissen Politiker wie Philipp Amthor und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, wann Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen durften?

Wie sich unsere Kandidaten der Bundestagsfraktionen SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU/CSU, FDP, AfD und Die Linke schlagen, erfahrt ihr in diesem Spezialvideo.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=IjvcyoI92I0

 

Mensch kann nicht alles wissen; auch ein Bundestags-Abgeordneter kann und muss nicht alles wissen. Selbst dann nicht, wenn es sein eigenes Fachgebiet betrifft.

Im Großen und Ganzen haben sich die befragten Abgeordneten wacker geschlagen. Mit einer Ausnahme. Und diese ist kein Einzelfall.

 

https://www.youtube.com/watch?v=ypIHGzVdpNU

 

Wieder Stärke zeigen

Die Bundeswehr führt zur Zeit eine Werbe-Kampagne durch. Unter anderem mit Plakaten in den Städten des Landes.

Einer der Sprüche lautet „Wieder Stärke zeigen“, wobei es wurm eiskalt den Rücken runter läuft – das letzte Mal, wo das deutsche Militär so richtig Stärke gezeigt hat, war im 2. Weltkrieg. Das Ergebnis ist bekannt.

Propaganda und Manipulation des militärisch-industriellen Komplexes laufen verstärkt seit dem letzten Jahr. Unter anderem wird gejammert, dass das Militär viel zu wenig Geld zur Verfügung hat. Nun, dem deutschen Militär stehen pro Jahr (ohne „Sondervermögen“) ca. 58 Milliarden € zur Verfügung – wenn die es nicht schaffen, ihre Mittel ordentlich zu investieren, dann wird auch noch mit 580 Milliarden € gejammert werden, dass es viel zu wenig Geld sei.

Es sollte an anderer Stelle wieder Stärke gezeigt werden. Um Frank Blenz (siehe weiter unten im Text) zu zitieren: „Wir, die Bürger, müssen wieder Stärke zeigen, engagiert, laut, friedlich, wortreich, geduldig und zäh – das zählt. Wir dürfen nicht aufgeben, unsere Kritiken zu äußern, unsere Empörung kundzutun, zu protestieren. Wir dürfen nicht resignieren, es stimmt nicht, dass es ohnehin sinnlos sei, etwas gegen die ganze fortwährende Eskalation unternehmen zu wollen, denn – steter Tropfen höhlt den Stein. Und viele Tropfen sind ein Meer. Ja, es ist sehr romantisch, wie ich es hier schreibe als einfacher Bürger. Aber es ist wahr. Wieder oder besser weiter Stärke zeigen.“

 

Jehova

https://www.youtube.com/watch?v=2haQJ-dfNFE

 

„Er hat ‚Jehova‘ gesagt!“

Und wer ‚Jehova‘ sagt, muss gesteinigt werden. Oder zumindest aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Der Wurm hatte bereits mehrfach auf die Opfer der Gutmenschen und Pseudo-Linken verwiesen, denen das Wort ‚Jehova‘ (oder ähnliches) schon zuviel war oder jemanden loswerden wollten und diesem unterstellten, Ungehöriges gesagt oder getan zu haben.

In den letzten Wochen wurden 3 prominente „Ketzer“ dem Publikum präsentiert und dem virtuellen Scheiterhaufen zugeführt: Mathias Döpfner, Boris Palmer und Til Schweiger.