„Einem Ungarn ein frohes, neues Jahr zu wünschen, grenzt schon seit Jahren an offenen Sarkasmus. Für 2013 gilt das mehr denn je. Wünschen wir uns lieber, dass es schnell und schadensarm vorübergehen möge, wenn man es schon nicht überspringen kann. 2014 muss sich herausstellen, ob der aufrechte Gang auf den eigenen Beinen von den Bürgern als Möglichkeit wieder in Betracht gezogen wird oder ob man sich weiter gesenkten Hauptes den Gängelketten der großen Manipulatoren und Betrüger auszuliefern gedenkt.“
http://www.pesterlloyd.net/html/1301neujahrsauftakt.html
So lauteten die Neujahrswünsche des „Pester Lloyd“, der „Tageszeitung für Ungarn und Osteuropa“ zum Jahre 2013. Unabhängig vom Ausgang der gerade statt gefundenen Wahl ist zu befürchten, dass sich die Neujahrsgrüße für die nächsten Jahre genau so anhören könnten. Oder schlimmer.
Wer sich nicht für Ungarn interessiert, wird wahrscheinlich zu denen gehören, die sich vor ein paar Monaten nicht für die Ukraine und vor ein paar Jahren nicht für Griechenland interessiert haben. Macht nichts – mensch wird sich früher oder später für solche Länder wie Ungarn interessieren müssen.