Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

https://www.youtube.com/watch?time_continue=126&v=SBQwROciC-Y&feature=emb_logo

 

Aus einem früheren Beitrag des Wurms:

Wir befinden uns im Jahre 2014 unserer Zeitrechnung. Der ganze Vordere Orient ist von fanatischen Islamisten besetzt ... Der ganze Vordere Orient? Nein! Eine von unbeugsamen Kurden bevölkerte Stadt hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

So oder so ähnlich könnte der Beginn eines Comics sein. Nur, dass es sich nicht um eigenwillige Gallier handelt, sondern um Realität und hauptsächlich Kurden. Und das, was denen droht, sind Versklavung, Vergewaltigung, Folter und Tod.

Ein Häuflein Aufrechter gegen die Mächte der Finsternis …

Wenn es irgendwo auf der Welt noch Menschen gibt, für die die „westlichen Werte“ noch einen Wert haben, die sich derer bewusst sind und bereit sind, sie zu verteidigen, dann in Rojava …

Dass die westlichen Regierungen großes Interesse daran haben, dass Rojava mit seinen „westlichen Werten“ scheitert, ist offensichtlich.

Ausschließlich deshalb, weil die Weltöffentlichkeit entsetzt über die Belagerung Kobanes ist und dessen Fall der „westlichen Wertegemeinschaft“ ein katastrophales Image bescheren würde, gibt es militärische Hilfe vor allem von den USA und damit zumindest die Chance, dass Kobane der Belagerung stand hält.

Es gibt natürlich wieder Menschen, die die helfenden Staaten loben für ihr aktuelles Engagement gegen das Gesindel vom „Islamischen Staat“. Allerdings fragt der Wurm: Wer hat den IS (bzw. ISIS oder ISIL) überhaupt auf die Menschheit losgelassen? Ausgebildet und finanziert? Wer hat den „Bürgerkrieg“ in Syrien angefangen, einem Staat, der allen Religionen gegenüber tolerant war? Wer ist für Tote in 6-stelliger Zahl und Flüchtlinge in 7-stelliger Zahl verantwortlich?

Das wahre Gesindel sitzt unter anderem in Washington, London, Paris, Berlin und Ankara.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/118-verteidigung-westlicher-werte.html

In den letzten 5 Jahren hat sich einiges in Syrien und in Rojava getan. Unter anderem konnten sich die Kurden gegen den IS behaupten, wobei ihnen auf unterschiedliche Art und Weise unter anderem die USA und Russland halfen.

Mit dem angekündigten militärischen Rückzug der USA aus dem Syrien-Konflikt (mit einer nennenswerten Ausnahme) ist damit das Schicksal Rojavas besiegelt – es wird keine „freie“ Kurden-Republik mehr geben.

Peter Handke wurde der Nobelpreis für Literatur zugesprochen.

Wie nicht anders zu erwarten, wurden über ihn von den Gutmenschen Kübel von Jauche ausgeschüttet.

Eigentlich gehört Peter Handke zu diesen Gutmenschen, weshalb sich die Begeisterung über ihn beim Wurm in Grenzen hält. Einmal jedoch hat er einen Standpunkt vertreten und ist bei diesem über die Jahre hinweg geblieben: er war gegen die Zerschlagung Jugoslawiens, die Verteufelung der Serben und die Bombardierung Jugoslawiens.

Das ist ihm nicht hoch genug anzurechnen, da er auch noch der Prominenteste war, der diese Meinung vertrat. Und ihm den geballten Zorn der Gutmenschen eingetragen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=OyTeEXmM_Mc

 

Zur Zeit läuft in den Kinos der Film „Joker“, der einen Nerv der Zeit und einer kranken Gesellschaft getroffen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=k9nVWv0EW5E

 

Zur Zeit läuft in den Kinos der Film „Midsommar“, der den Kultur-Relativismus bloßstellt und eine Warnung darstellt, wohin dieser letztendlich führt.

Die letzte Woche stand im Zeichen des Klimas: „Globaler Klimastreik“, Greta Thunbergs Auftritt beim UN-Klimagipfel und das „Klimapaket“ der Bundesregierung wurde beschlossen.

Der Wurm ist bislang nicht überzeugt, hat aber noch ein wenig Hoffnung.