Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

„„I was born in the year 1632, in the city of York, of a good family, though not of that country, my father being a foreigner of Bremen, who settled first at Hull“, so lautet der erste Satz im Weltbestseller „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe.

Kaum zu glauben, dass die weltweit bekannte Romanfigur Sohn eines Bremer Kaufmanns ist. Ursprünglich hieß Crusoe‘s Vater Kreuznaer, welches sich im Englischen zu Crusoe wandelte. Der Vater wanderte über Hull nach York in Nordengland aus, wo auch Robinson Crusoe aufwuchs.

Noch immer findet man Spuren der Romanfigur in Bremen. Heute steht in der Böttcherstraße das Robinson-Crusoe-Haus. Ludwig Roselius, der Gründer von Kaffee HAG, kaufte nach und nach alle Gebäude der Böttcherstraße auf und ließ sie im Stil des Expressionismus gestalten. Als letztes Gebäude wurde 1931 das Robinson-Crusoe-Haus fertiggestellt. Roselius wählte den Namen als Symbol für hanseatischen Tatendrang und Pioniergeist.“

https://blog.bremen-tourismus.de/bremer-koepfe-robinson-crusoe/

Wer sich wundert, dass die Roman-Figur des Abenteurers Robinson Crusoe für „hanseatischen Tatendrang und Pioniergeist“ steht, hat mit Sicherheit nur die stark verkürzte Version für Kinder bzw. Jugendliche gelesen oder gesehen – tatsächlich ist der vor 300 Jahren erschienene „Robinson Crusoe“ bis heute der Roman des Kapitalismus und Kolonialismus.

Und sein Autor Daniel Defoe einer der bedeutendsten und am meisten unterschätzten Schriftsteller aller Zeiten.

 

 

Stundenlang brannte in Paris die Kathedrale Notre Dame, ein Wahrzeichen nicht nur von Paris, sondern auch von ganz Frankreich und Europa.

Ob es sich um einen „natürlichen“ Brand oder um Brandstiftung handelt, mag dahin gestellt sein und ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.

So schlimm der Schaden auch sein mag – er dient auf jeden Fall dazu, an die Einigkeit Frankreichs und Europas zu appellieren.

 

Was auch immer die Regierung Ekuadors zu ihrem Entschluss bewogen haben mag: massive Drohungen oder in Aussicht gestellte Wohltaten oder beides zusammen: Ekuador gewährt Julian Assange kein Asyl mehr. Britische Polizisten zerrten ihn aus der Botschaft Ekuadors in London.

 

 

Ein schlimmer Tag für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie. Auch ein schlimmer Tag für jene, die noch an die „westlichen Werte“ glauben.

Sehr wahrscheinlich wird Julian Assange an die USA ausgeliefert, wo ihn nichts Gutes erwartet. Selbst die Todesstrafe ist möglich.

 

Sollen Bluttests auf Trisomien bei Schwangeren von den Kassen übernommen werden? In einer Aussprache im Bundestag befürworten das viele Redner - aber nicht alle. Für die Kritiker geht es um mehr als nur die Finanzierung.

Der Bundestag hat über den Umgang mit vorgeburtlichen genetischen Bluttests auf Trisomien diskutiert. In der Orientierungsdebatte ging es vor allem um die Frage, ob Krankenkassen diese Form der Frühdiagnose finanzieren sollten.

Der Test, der seit 2012 angeboten wird, erkennt am Blut der Mutter, ob das ungeborene Kind eine Trisomie, wie etwa das Down-Syndrom, hat. Bislang müssen ihn Eltern privat bezahlen. Andere Methoden wie die Fruchtwasseruntersuchung werden von der Kasse übernommen. Sie bergen aber ein hohes Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt.“

https://www.tagesschau.de/inland/bluttest-trisomie-bundestag-101.html

In kaum einem anderen Bereich ist die veröffentlichte Meinung dermaßen einseitig wie bei der gegenüber behinderten Menschen. Deshalb macht es Mühe, an verlässliche Fakten zu gelangen.

Im Wesentlichen geht es dem Wurm um die Frage, was für ein Leben Menschen mit Trisomie 21 zugemutet wird.

 

"Wir können Ihnen mittlerweile bestätigen, dass es eine finanzielle Unterstützung und somit auch eine Verbindung vom Neuseeland-Attentäter mit den Identitären in Österreich gegeben hat“, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wien.

Berichten zufolge erhielt Martin Sellner, der Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, im Jahr 2018 1.500 Euro von einem Spender, der den gleichen Namen trug wie der mutmaßliche Mörder der Anschläge von Christchurch.

Kurz fuhr fort, dass ein "schnelles Ausforschen dieser Netzwerke", "ein Sicherstellen und ein Feststellen, ob es hier Machenschaften im Hintergrund auf österreichischem Staatsgebiet gegeben hat" und "die Bestrafung aller, die sich etwas zuschulden kommen lassen haben" Ziele der Aufklärung sein müssten. "Darüber hinaus bedarf es der Prüfung, ob eine Auflösung der Indentitären hier möglich ist."

Er betonte, dass sich die Position der österreichischen Regierung ganz klar gegen jede Form des Extremismus richte – "ob radikaler Islamist oder rechtsextremer Fanatiker – sowas darf keinen Platz in unserem Land und in unserer Gesellschaft haben".

 

 

Martin Sellner beklagte, dass er nichts verbrochen habe und ihm nun in diversen Medien eine Verbindung zum Attentäter nachgesagt werde. Er beschrieb sich als "friedlichen, politischen Aktivisten" und erklärte:

"Denn tatsächlich ist es so, dass ich es einfach nicht wissen kann, wer mir etwas spendet. Diese Verbindung ist rein passiver Natur."

Er schildert, dass er eine unverhältnismäßig hohe Spende vom Attentäter Anfang des Jahres 2018 bekommen habe. Aus diesem Grund habe er sich "selbstverständlich bedankt", wie er das bei jedem Spender mache. "Das gehört zum guten Ton." Da habe ihm der Attentäter nochmal zurückgeschrieben: "Kein Problem, ihr macht große Arbeit." Daraufhin habe Sellner sich noch einmal bedankt, mehr Kommunikation habe es nicht gegeben. "Das war völlig belanglos", erklärte er.“

 

 

https://deutsch.rt.com/kurzclips/86480-wird-identitare-bewegung-nun-verboten/

Weil ein späterer Krimineller vor einem Jahr eine Spende von 1.500 € getätigt hat, bricht jetzt die Hölle über Martin Sellner und die Identitäre Bewegung in Österreich herein.

Die Spende ist jedoch nur der Anlass – der Grund ist ein ganz anderer.

Um es vorwegzunehmen: Der Wurm hält es mit Voltaire: „Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen“.

Wer es mit „Je suis Charlie“ und der Meinungsfreiheit ernst meint, muss auch „Je suis Martin“ sagen.