„Bei einem mutmaßlichen Anschlag nahe dem Berliner Tiergarten ist eine Frau getötet worden, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der 21-jährige Tatverdächtige wurde am folgenden Abend bei einem SEK-Einsatz in Spandau erschossen, nachdem er laut Polizei mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen war.
Politiker sprachen von islamistischem Terror und forderten eine konsequentere Sicherheitspolitik, während Bundeskanzler Friedrich Merz zum gesellschaftlichen Zusammenhalt aufrief. Im Interview macht der Ökonom Dr. Eike Hamer die Politik für Versäumnisse im Umgang mit bekannten Gefährdern mitverantwortlich.“
https://freedert.online/kurzclips/video/286961-anschlag-in-berlin-tatverdaechtiger-bei/
https://rumble.com/v7dau4m-anschlag-in-berlin-tatverdchtiger-bei-sek-einsatz-erschossen.html
Mal wieder ein Anschlag. Das Besondere diesmal ist, dass es den CSD durch einen islamistischen Täter getroffen hat. Und das übliche Leugnen der pseudo-linken Spinner, dass Islamisten schlechte Dinge tun können.
Tat und Täter
Tathergang
„Unter dem Motto "Haltung ist hot" hatten bei sommerlichen Temperaturen Hunderttausende Menschen an der Parade durch die Berliner Innenstadt teilgenommen. Insgesamt beteiligten sich 83 Fahrzeuge und 55 Fußgruppen am Umzug. Auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner fuhr zeitweise auf einem städtischen Festwagen mit. Die Organisatoren bezeichneten den CSD als eine der größten Veranstaltungen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Menschenrechte in Europa.“
https://freedert.online/inland/286900-schock-beim-christopher-street-day/
Paul Clemente: „Tatort: Tiergarten, Berlin. 22 Uhr. Der Tag hatte abgedankt und mit ihm der Christopher Street-Day. Die Abschlussrede und das Sarah Connor-Konzert waren durch. Die After Show-Party konnte starten. Dann aber, urplötzlich, leuchtete auf der Videoleinwand am Brandenburger Tor das Wort „Evakuierung“. Eine Stimme forderte durch den Lautsprecher: Die Veranstaltung ist postwendend zu verlassen. Aber nicht in Richtung Siegessäule, sondern zu den U-Bahneingängen am Brandenburger Tor. Sogar in sozialen Medien ploppte die Aufforderung: „Bitte geht nach Hause. Der CSD ist abgebrochen.“ – Was war passiert?
Tatsächlich tobte der Terror nur wenige hundert Meter entfernt. Aber im Gedränge, in der Klangsuppe der Lautsprecher haben Schreie keine Chance. Es brach herein, ohne Vorwarnung: Nahe der Siegessäule fuhr ein weißer Minivan in die Menge. Überrollte. Zerquetschte. Eine Frau starb, 29 weitere Besucher wurden verletzt. Der Wagen raste gegen einen Baum, der mutmaßliche Täter sprang aus dem geschrotteten Fahrzeug, traktierte die gestürzten Personen mit Stichwerkzeugen. Zeugen nannten „Messer" oder "Machete" als Tatwaffe. Ungeklärt auch, ob der Täter einen Beifahrer, einen Komplizen zur Seite hatte. Medialen Spekulationen über einen iranischen Mitstreiter fehlt die Bestätigung …
Eine Frage steht allerdings noch im Raum: Wie erriet die Polizei so schnell die Identität des Täters? Sicherheitskameras gab es am Tatort nicht. Und ob ein Smartphone-Besitzer die Coolness besaß, die Bluttat mitzuschneiden, ist bislang nicht bekannt. Also woher? Die Berliner Zeitung weiß es: Der Täter habe sein Handy im Auto liegen lassen... Kommt einem irgendwie bekannt vor.“
https://apolut.net/blutbad-beim-csd-terror-oder-amok-von-paul-clemente/
Handy „vergessen“
„Die Berliner Ermittler haben bei der Sicherung des Tatfahrzeugs laut Medien das Handy des CSD-Attentäters Abdul Ballout gefunden. Nun bestätigt eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft, dass ein "Bekennervideo" gesichert werden konnte. Das Video soll am Tag des Anschlags aufgenommen worden sein.
Die Springer-Publikationen Bild und Welt berichten über Erkenntnisse der Ermittler hinsichtlich des im Tatauto vorgefundenen Handys, dass bereits am Sonntag umgehend dem Amokfahrer Abdul Ballout zugeordnet wurde. So soll der vorbestrafte Deutsch-Libanese vermeintlich vor seiner Tat ein Bekennervideo aufgenommen haben. Darin habe er sich "zum Islamischen Staat (IS) bekannt", bestätigte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft laut Welt-Artikel (Bezahlschranke). Die Aufnahme wurde laut den Ermittlern auf dem Handy gefunden, "das der 21-Jährige im Tatfahrzeug zurückließ".
Die Dynamiken hinsichtlich von Medieninformationen zum Ablauf des Berliner CSD-Attentats, zur Vorgeschichte des in Berlin geborenen mutmaßlichen Amokfahrers sowie Details und Gerüchten zu polizeilichen Ermittlungspannen halten auch an Tag 3 des Anschlags mit einer Toten und 29 Verletzten unvermindert an.
So berichtet die Bild (Bezahlschranke), dass auf dem Mobilgerät des mutmaßlichen Fahrers "ein Video vom Tag des Anschlags gefunden wurde, in dem er sich zur Terrororganisation 'Islamischer Staat' bekennt". Zudem wurde in dem Tatfahrzeug eine Machetenscheide gefunden, wobei die dazugehörige Waffe bislang laut Polizeiangaben weiterhin nicht gefunden wurde.
T-Online fasst zu den diversen Medienmeldungen zusammen:
"Das Handy lag demnach im Auto. Es sei aber unklar, warum er es verloren hat."
Ob es sich bei der Person in dem Video sicher um Ballout handelt, wird seitens der Behörden weder bestätigt noch dementiert. Demnach ist der Mann auf dem Video "verhüllt", es soll sich "aber mutmaßlich um Ballout handeln", berichtet der Spiegel. In dem Clip bekennt sich ein Mann demnach auf Arabisch zum Anschlag im Berliner Tiergarten und leistet abschließend einen Treueeid auf den IS.“
Täter erschossen
Alexandra Nollok: „Ein Rätsel drängt sich besonders auf: Warum hat das Sondereinsatzkommando der Polizei, bewaffnet bis an die Zähne und in voller Montur, den Tatverdächtigen Abdul B. erschossen und sich so des wichtigsten Zeugen entledigt? Weil er mit einem Messer auf sie losgegangen sei? Klar, das ist natürlich kein Spielzeug, sondern eine potenziell tödliche Waffe.
Vor Ort war aber keine überraschte Polizeistreife, sondern eine Truppe der deutschen Elitepolizei, ausgerüstet mit Waffen, Schilden und Schutzkleidung. Die hatte über Stunden die Gartenlaube in Berlin-Spandau observiert, in der sich der 21-jährige Tatverdächtige verschanzt hatte – für ein SEK-Kommando wohl genügend Zeit, den Zugriff recht präzise zu planen.
Dieses eine mutmaßliche Messer in der Hand des Verdächtigen soll also die gesamte taktische Finesse der Eliteeinheit auf die Alternative einer tödlichen Kugelsalve – Zeugen sprachen von sechs bis neun Schüssen – reduziert haben? Ein Schuss ins Bein oder den Arm hätte es nicht getan? B. war ja nicht nur tatverdächtig, sondern auch derjenige, der sich zu seinen Motiven, Kontakten und möglichen Helfern hätte äußern können.“
Missglückte Überwachun
Paul Clemente: „Wer aber war der mutmaßliche Täter? Sein Name lautete Abdul Ballout. Kein Promi, aber kein Unbekannter für die Polizei: 2005 als Sohn libanesischer Einwanderer in Berlin-Neukölln geboren. Bis zu dem Attentat wohnte er dort in der Wohnung seiner Schwester und bei seiner geschiedenen Mutter in Schöneberg. Bereits am frühen Sonntag hatten Polizeibeamte beide Unterkünfte durchsucht. Vergeblich. Eine Nachbarin erzählte der Bild-Zeitung, sie habe mit Abdul Ballout die gleiche Grundschule besucht. Er sei ein stiller Mensch, habe sich aber mit „merkwürdigen Leuten“ getroffen. Die gehören, so ihre Vermutung, zur Islamisten-Szene. Bei denen sei auch der CSD nicht so gut angekommen.
Schon mehrfach war Abdul Ballout durch Straftaten wie Körperverletzung oder Raub aufgefallen. Im letzten Jahr beauftragte ihn der IS mit einem Anschlag in Syrien. Einreisen sollte er über den Libanon. Dort aber hatten die Behörden von seiner „Mission“ Wind bekommen. Er wurde vom Militärgericht zu einer dreimonatigen Haft verdonnert. Danach: Rückflug in die Bundesrepublik. Dort erwartete den 20-jährigen eine weitere Untersuchungshaft.
Die hiesige Staatsanwaltschaft forderte: Drei Jahre Knast wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat. Das Amtsgericht Tiergarten ließ jedoch Gnade walten und verdonnerte Ballout im vergangenen Mai zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung. Allerdings musste er an einem Deradikalisierungs -Programm teilnehmen. Erster Termin wäre heute, am Montag gewesen.“
https://apolut.net/blutbad-beim-csd-terror-oder-amok-von-paul-clemente/
„Die Berliner Polizei hatte den CSD-Attentäter vor dem Anschlag am Samstagabend nach Spiegel-Informationen "wochenlang überwacht". Beamte hätten dabei "heimlich sein Wohnhaus gefilmt und hörten sein Handy ab". Mögliche Terrorpläne hätten sich jedoch nicht erkennen lassen.
Demgegenüber berichte die Süddeutsche Zeitung laut eigenen Recherchen, dass es noch in der ersten Maihälfte, also vor Ballouts Entlassung aus seiner Untersuchungshaft, laut SZ-Informationen "eine kurzfristig einberufene Sitzung des Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrums (GTAZ) in Berlin unter anderem zum Fall B. gegeben hat". Die zuständigen Beamten der Sicherheitsbehörden, also der Polizei und der Nachrichtendienste, seien dabei zu dem Schluss gekommen, "es bestünde ein erhebliches Risiko, dass Abdul B. erneut ausreisen oder einen Anschlag begehen könnte".
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bestätigte laut Agenturmeldung, dass die Berliner Ermittler auf dem im Tatfahrzeug gefundenen Handy "ein mögliches Bekennervideo entdeckt haben". Die Auswertung sei jedoch "noch nicht abgeschlossen", wird er im Welt-Artikel zitiert. Zudem seien auch auf Datenträgern aus Ballouts Wohnung "Bezüge zur Terrormiliz 'Islamischer Staat' gefunden worden".“
Deradikalisierung
Boris Reitschuster: „Der Mann, der Abdul Ballout – den Berliner CSD-Attentäter – im Auftrag des Gerichts, das ihn zur Bewährung auf freiem Fuß ließ, “deradikalisieren“ sollte, ist Vorstand einer NGO, die Islam-Propaganda veröffentlichte. Die junge Mädchen in Kopftüchern mit Waffen posieren ließ, wie jetzt „Nius“ berichtet.
Steuerfinanziert, versteht sich.
Ich muss das nochmal langsam durchbuchstabieren. Weil es wie eine Satire klingt, die jemandem viel zu grobschlächtig, übertrieben geraten ist. Ballout war alles andere als ein Unbekannter. Die Behörden wussten, mit wem sie es zu tun hatten, wussten, dass er völlig radikalisiert ist, dass er Anschlagspläne hatte. Und dennoch wurde seine Haftstrafe auf Bewährung ausgesetzt und er wurde in ein Deradikalisierungsprogramm gesteckt. Und der Mann, dem dieses Programm anvertraut wurde, steht einer Organisation vor, die Islamismus propagiert.
Das ist kein Versagen. Das ist System. Ein so unfassbares System, dass ich es hier zweimal geschildert habe – denn vielleicht geht es Ihnen so wie mir, wenn man es einmal liest, kann man es einfach nicht glauben.
Und es ist kein Einzelfall. Der steuerfinanzierte NGO-Komplex, den Rot-Grün in diesem Land seit Jahren aufgeblasen und gemästet hat – er ist keine Wohlfahrtseinrichtung. Er ist eine politische Streitaxt. Finanziert mit Ihrem Steuergeld, eingesetzt gegen politische Positionen, die den Champagner-Linken nicht passen. Das ist nicht nur ein Manipulations-, sondern auch ein Geschäftsmodell. Wurden arbeitslose Akademiker früher Taxifahrer, werden sie jetzt NGO-Aktivisten. Und dabei untergräbt dieses System die demokratische Chancengleichheit. Wer Staatsgelder bekommt, um politische Kämpfe zu führen, hat einen Vorteil, den keine Wahl ausgleichen kann.
Dazu kommt: Wer Probleme löst, wird nicht mehr gebraucht. Wer sie verwaltet, bekommt nächstes Jahr wieder Fördermittel. Die Logik ist pervers – aber sie ist konsequent. Und sie erklärt, warum ausgerechnet dieser Mann ausgerechnet diesen Auftrag bekam. Dass die Union beim versprochenen Kampf gegen dieses steuerfinanzierte Parallel-Universum einknickte und jetzt eine CDU-geführte Bundesregierung den Wahnsinn munter weiter finanziert, ist ein völliger Offenbarungseid.
Wie groß die Bedrohung ist, schildert Terrorismusexperte Peter Neumann in der „Welt“: „Das Gericht hat missverstanden, wofür ein Deradikalisierungsprogramm gut ist.“ Und dann dieser eine Satz, der mir nicht aus dem Kopf geht: „80, 90 Prozent aller jungen Männer, die zu uns gekommen sind, unterstützen diese Radikalen.“
80 bis 90 Prozent.
Und man steckt sie dann in Programme, die von Männern wie dem oben beschriebenen NGO-Chef geleitet werden. Und selbst wenn man es richtig machen würde – selbst dann würde es laut Neumann bei 80 bis 90 Prozent nicht ankommen.“
https://reitschuster.de/post/nach-dem-csd-anschlag-was-niemand-wissen-soll/
Reaktionen
Boris Reitschuster: „… Doch da ist noch viel mehr Irrsinn, den man aufzählen müsste:
Die Sängerin, die auf der Gedenkveranstaltung auf der Bühne sagte, sie habe gehofft, bei dem Attentäter handle es sich um einen weißen Christen.
Da ist die salafistische Influencerin, die prompt Verschwörungstheorien verbreitet – dass der Anschlag ein „Inside Job“ gewesen sei, mit dem Ziel die Stimmung gegen Muslime zu verschärfen.Man könnte das als Randnotiz abtun. Würde so etwas nicht in bestimmten Communities zur Wahrheit werden.
Und würde nicht die ZDF selbst Verschwörungstheorien befeuern. Deren Moderator legte in einem Interview mit Innenminister Dobrindt nahe, die Tat könne etwas mit den bevorstehenden Wahlen in Berlin zu tun haben.
Beim Deutschlandfunk Kultur spricht nach dem Anschlag eine „Queer-Aktivistin“ über den „krassen Anstieg rechtsextremer Gewalt gegen queere Menschen“. Was Deutschlandfunk Kultur dabei nicht erwähnt: Die Frau ist Grünen-Mitglied und arbeitet als Social-Media-Beraterin für die Grünen. Eine unabhängige Expertin also.
Und da wäre noch Berlins (Noch-)Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Er sagt bei N24, man hätte den Attentäter besser integrieren müssen. Wie bitte? Er war doch offiziell Deutscher!
Und dann ist da auch noch Marina Weisband, die nach dem Anschlag erklärt, Islamismus und AfD „bräuchten sich gegenseitig“ – beide sähen Frauen und Queere als „weniger wert“. Ali Utlu, selbst Muslim, antwortet trocken: „Falsche Gleichsetzung vom Feinsten. Die AfD ist eine Partei, die man abwählen kann.“ Manchmal kommt der Klartext von unerwarteter Seite.
Diese Liste ließe sich lange fortsetzen. Ich erspare das Ihnen und mir. Nur so viel: Wir leben in einem Irrenhaus.“
https://reitschuster.de/post/nach-dem-csd-anschlag-was-niemand-wissen-soll/
„Nach dem Anschlag beim CSD in Berlin gibt es auf allen Seiten Forderungen nach politischen Konsequenzen. Wie kann der Staat mit solchen Gefährdern umgehen? Werden beim Kampf für Demokratie und Vielfalt die Gefahren des Islamismus vernachlässigt?
Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag beim CSD in Berlin sind Trauer und Betroffenheit groß. Und politische Forderungen schnell bei der Hand: Gefährder sollten in Abschiebehaft, Sicherheitsbehörden größere Befugnisse erlangen.
Mit welchen Mitteln hätte man den Anschlag verhindern können?
Welche politischen Konsequenzen müssen daraus folgen?
Geraten beim Eintreten für Demokratie und Vielfalt die Gefahren des Islamismus zu sehr aus den Augen?
Seyran Ateş Autorin
Prof. Susanne Schröter Islamwissenschaftlerin
Stephan Weh Landesvorsitzender der Berliner GdP“
Interessantes Gespräch. Bemerkenswert, dass die Polizei von Pseudo-Linken beschimpft wird („All Cops Are Bastards“), auch, wenn sie ihnen hilft sowie Seyran Ateş und Susanne Schröter von diesen Pseudo-Linken sich anhören müssen, „rechts“ und „islam-feindlich“ zu sein, nur weil sie sagen, was ist.
Schlechter Witz
„Nach dem tödlichen Anschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin nahm Bundeskanzler Friedrich Merz am Sonntag an einem Trauergottesdienst in der Sankt Marienkirche teil. In seiner Trauerrede betonte er unter anderem, dass nicht erst der Anschlag selbst die Freiheit gefährde. Vielmehr seien Intoleranz, Ausgrenzung sowie "dumme Redensarten und schlechte Witze" bereits Teil und Wegbereiter einer solchen Gewalt. Kritiker werfen ihm vor, den islamistischen Hintergrund des Attentats damit bewusst zu relativieren.“
Dirk Ellerbrock: „Es gibt Momente in der Weltpolitik, da hält die Welt kurz den Atem an. Nicht wegen weltbewegender Beschlüsse oder diplomatischer Durchbrüche, sondern wegen jenes seltenen, beinahe mystischen Phänomens: der plötzlichen Selbsterkenntnis eines Berufspolitikers.
Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz nach der Bluttat beim CSD in der Marienkirche am Alexanderplatz ans Pult tritt und mahnt, die Gefahr beginne keineswegs erst beim Anschlag selbst, sondern viel früher – nämlich bei „dummen Redensarten und schlechten Witzen“ –, dann möchte man spontan nachschlagen, ob die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wurde.
Ausgerechnet Friedrich Merz. Der Mann, der rhetorisch bisher eher im intellektuellen Humus der Gehweg-Soziologie wilderte. Man erinnert sich leise an „kleine Paschas“ und an jene feinsinnigen Stammtisch-Aphorismen, mit denen er jahrelang das politische Klima mitgestaltete. Und nun das: Merz als Linguistik-Professor, der uns erklärt, dass Sprache Bewusstsein schafft und der schlechte Witz die Vorstufe des Messerangriffs ist.
Ein Attentäter, der am 25. Juli 2026 in Berlin mit einem Transporter in eine Menschenmenge am Rande des CSD fuhr und anschließend mit einer Machete auf Umstehende losging, ist kein Kollateralschaden eines schlechten Kalauers. Eine Frau starb, 29 weitere wurden verletzt, mehrere lebensgefährlich. Innenminister Alexander Dobrindt stufte die Tat noch am Tatort als islamistischen Terroranschlag ein. Der Tatverdächtige soll Verbindungen zum „Islamischen Staat“ gehabt haben.
Das ist keine Petitesse am Rande der Trauerrede – das ist der eigentliche Befund. Und genau dieser Befund kommt in Merz' Rede in der Marienkirche nicht vor.
Stattdessen: Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, dumme Redensarten, schlechte Witze – eine Aufzählung, die alles Mögliche als Wurzel der Gewalt benennt, nur nicht das, was in der Nacht zuvor tatsächlich passiert ist.
Die Reaktion im Kirchenschiff selbst war denn auch gespalten: Mehrere Besucher verließen die Marienkirche noch während der Rede, ein Vorgang, der sich als Video rasch verbreitete und Merz Heuchelei-Vorwürfe von queeren Gruppen einbrachte, die parallel eine eigene Trauerfeier am Brandenburger Tor abhielten.
Das eigentlich Aufschlussreiche liegt jedoch nicht in der Rede selbst, sondern im Vergleich mit Merz' eigenem Reaktionsmuster von vor zwei Jahren. Nach dem islamistisch motivierten Messeranschlag von Solingen im August 2024 – drei Tote, acht Verletzte, ein vom IS für sich reklamierter Täter, der eigentlich hätte abgeschoben sein sollen – war es Merz, damals Oppositionsführer, der mit größter Entschlossenheit auf eine ganz andere Ursachenkette drängte: konsequentere Abschiebungen, schärferes Waffenrecht, Verschärfung der Migrationspolitik. Sein damaliger CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte im Deutschlandfunk unverblümt „Taten“ vom damaligen Kanzler Scholz. Auf dem Feld der Ursachenbenennung war die Union 2024 auffallend konkret.
2026, als amtierender Kanzler und mit einer islamistisch motivierten Tat mit deutlich höherer Opferzahl konfrontiert, wählt derselbe Mann eine fundamental andere Sprache. Aus der konkreten sicherheits- und migrationspolitischen Ursachenkette wird ein diffuses „gesellschaftliches Klima“, an dem angeblich alle ein bisschen schuld sind. Was 2024 noch eine klare Kausalkette war – gescheiterte Abschiebung, islamistische Ideologie, konkrete Versäumnisse der Sicherheitsbehörden –, verflüchtigt sich 2026 zu einem Nebel aus „Intoleranz“ und „schlechten Witzen“.
Damit reiht sich Merz' Rede in ein Reaktionsmuster ein, das sich unabhängig von der tatsächlichen Täter-Ideologie beobachten lässt. Nach dem Anschlag von Magdeburg im Dezember 2024 – verübt von einem Mann mit rechtsextremer, islamfeindlicher Motivation – bewegten sich Kanzler Scholz, Vizekanzler Habeck und Bundespräsident Steinmeier sprachlich in praktisch derselben Tonlage, die Merz jetzt für einen islamistischen Anschlag reserviert: Aufrufe zum Zusammenhalt, Warnungen vor „Hass und Hetze“, die Mahnung, sich „nicht anstecken“ zu lassen. Die politische Farbe des Täters war damals eine völlig andere – die rhetorische Reaktion der jeweils Regierenden blieb erstaunlich austauschbar.
Das legt eine unbequeme Vermutung nahe: Die „Nährboden“-Rhetorik ist kein Ausdruck echter Ratlosigkeit, sondern eine Art rhetorischer Blitzableiter, der unabhängig vom politischen Lager und unabhängig vom tatsächlichen Motiv des Täters aktiviert wird – immer dann, wenn die konkrete Ursachenkette zu unbequemen Fragen an die eigene Politik führen würde. Bei einem rechtsextremen Täter wäre das für die Union die Frage nach dem Verhältnis zur AfD und zu einer Sprache, die Migranten pauschal verdächtigt. Bei einem islamistischen Täter mit gescheiterter Sicherheitsüberwachung ist es die Frage nach Behördenversagen und Migrationspolitik – also exakt jenes Themenfeld, auf dem Merz selbst 2024 noch der lauteste Ankläger war.
Wer den „gesellschaftlichen Nährboden“ beklagt, muss den Boden nicht mehr genau untersuchen. Ein diffuses Klimaproblem lässt sich an alle verteilen – ein islamistischer Anschlag wirft hingegen sehr konkrete Fragen auf, nach Sicherheitsbehörden, nach Migrations- und Integrationspolitik, nach Verantwortlichkeiten, denen ein Kanzler ungern in einer Trauerrede begegnet. Der schlechte Witz ist als Schuldiger einfach bequemer: Er hat keine Lobby, er wehrt sich nicht, und er sitzt in keiner Talkshow.
Man sieht Merz beinahe vor dem geistigen Auge im Pfarrhaus, wie er kurz stutzt: Wenn dumme Redensarten tatsächlich Nährboden für Gewalt sind – was habe ich dann eigentlich jahrelang selbst gesät?
Doch diese Volte ist am Ende nur die Pointe am Rande. Die eigentliche Funktion seiner Worte liegt woanders: Sie verwandeln eine sehr genaue Diagnose in eine sehr allgemeine Anklage – gegen niemanden im Besonderen und gegen alle zugleich. Und sie zeigen, dass dieses Manöver nicht an eine Person oder Partei gebunden ist, sondern ein Reflex des Amtes selbst zu sein scheint: Wer regiert, flüchtet sich in den Nährboden. Wer opponiert, zeigt auf die Ursache.
Die Moral von der Geschicht'? Wer in Zukunft einen schlechten Flachwitz reißt, steht mit einem Bein im Extremismus. Und wer den eigentlichen Befund nennen will, sollte aufpassen, dass er nicht versehentlich ins Bundeskanzleramt gewählt wird.“
https://apolut.net/csd-anschlag-der-blitzableiter-aus-dem-kanzleramt-dirk-ellerbrock/
Sichere Stadt
„Trotz des islamistischen Terroranschlags auf den CSD betont Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner erneut: "Berlin ist eine sichere Stadt" – eine Aussage, die er bereits nach früheren Gewalttaten, wie etwa Messerangriffen, getroffen hatte. Angesichts einer solchen Bedrohungslage räumt er jedoch ein, dass eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung durch die Polizei "schlicht nicht möglich sein" werde.
In Deutschland gibt es laut dem Bundeskriminalamt (Stand: Juli 2026) offiziell 410 islamistische Gefährder. Wegner fordert deshalb "neue Formen der Kontrolle" wie die elektronische Fußfessel und stellt klar, dass rechtliche Hürden oder der Datenschutz beim Bürgerschutz nicht als Ausrede zählen dürfen: "Es darf nicht sein, 'das geht aus irgendwelchen rechtlichen Gründen nicht'. Das darf nicht das Argument sein. Dann müssen die rechtlichen Argumente angepasst werden", so der CDU-Politiker.“
https://freedert.online/kurzclips/video/287123-buergermeister-wegner-betont-berlin-ist/
https://rumble.com/v7ddq5s-brgermeister-wegner-betont-berlin-ist-eine-sichere-stadt.html
Alles Rechts
„Am Sonntag fand in Berlin eine Gedenkveranstaltung nach dem tödlichen Anschlag am Rande des Christopher Street Days statt. Für Aufsehen in den sozialen Medien sorgte dabei eine junge Frau, die auf der Bühne über ihre unmittelbare Reaktion nach der Tat sprach: Sie habe gehofft, dass der Täter "kein Kanake", sondern eine "christliche weiße Person" sei – was sich jedoch als falsch herausstellte.“
Bernhard Loyen: „Der mutmaßlich islamistische Anschlag am spätabendlichen Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin "versetzt Deutschland in Schockstarre", behauptet ein Redakteur des SPD-nahen RedaktionsNetzwerk Deutschland an Tag zwei nach der Amokfahrt eines in Berlin geborenen Deutsch-Libanesen.
Mit den nachweislich landesweiten tödlichen Ereignissen der vergangenen Tage, Wochen und Monate müssten sich demnach allein für das laufende Jahr 2026 die Bürger in einer Art Dauerschockstarre befinden (?).
"Jetzt aber bitte nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen", mag sich manch Leser innerlich echauffieren, denn die finale Tötungsabsicht eines psychisch labilen, traumatisierten Neubürgers – Täters – mit Migrationshintergrund darf nun mal überhaupt nicht derselben Statistik und damit derselben Realität zugerechnet werden wie der mutwillig verübte "islamistische Anschlag" des in der Hauptstadt geborenen Abdul B.
Ist dem so? Es wird aber auch immer komplizierter mit den Zuordnungen, Rechtfertigungen, Belehrungen und Darlegungen zu deutschen Alltagsrealitäten. Es folgt daher die hohe offizielle Einschätzung und Zusammenfassung von Bundeskanzler Friedrich Merz, aus seiner Rede anlässlich des Gedenkgottesdienstes am 26. Juli in Berlin nach dem CSD-Anschlag mit einer Toten und 29 Verletzten:
"Ich möchte aber auch ein sehr persönliches Wort an die queere Community richten. Meine Damen und Herren, nicht erst ein solcher Anschlag wie gestern Abend gefährdet unsere Freiheit. Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, dumme Redensarten, schlechte Witze sind bereits Teil einer solchen Gewalt ‒ nicht erst das, was wir gestern Abend erlebt haben, und das, was Sie erleben mussten."
Laut Videoaufzeichnung erfolgte bestätigender Applaus der Anwesenden.
Der Kanzler verspricht weiter wörtlich:
"Ich möchte Ihnen etwas zurufen: Wir, die Vertreter der staatlichen Institutionen, werden alles tun, um die Freiheit unseres Landes und unserer Gesellschaft zu schützen ‒ alles."
"Weiterhin schützen" wäre auch anmaßend formuliert gewesen, daher ab jetzt der Schutz der Bürger also unverzüglich? Es erfolgten diverse erwartbare, gewohnt unglaubwürdige, teils erkenntnisreiche politische Erklärungen und Kommentare am Tag nach der Todesfahrt. "Die queere Community hat Angst", gaben die CSD-Organisatoren am Tag vor dem bunten Treiben in Berlin zu Protokoll, dies jedoch rein bezogen auf die "Umfragewerte der AfD".
Diese Wahrnehmung wollte die ntv-Reporterin Doro Steitz unmittelbar auch nach der Amokfahrt den Zuschauern noch einmal nachdrücklich in Erinnerung rufen:
"Die queere Community fühlt sich natürlich vor allen Dingen von rechten Kräften bedroht."
Noch-Bürgermeister Wegner gab berechenbar inhaltsleer zu Protokoll:
"Berlin ist die Stadt der Freiheit ‒ und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden."
Berlin, exemplarisch für die Gegenwart, eine Stadt zunehmend radikalerer Wahrnehmungen diverser religiös-politischer Gruppierungen ‒ von A wie Antifa über I wie Islamisten zu L, der LGBTQ+was auch immer-Fraktion, bis Z wie Zionisten. Seit an Seit im aggressiveren Bemühen, sich irgendwie nebeneinander ‒ wie auch immer, zur Not eben mit Gewalt ‒ zu arrangieren.
Dabei mittendrin die Normalbürger, die Restberliner, die dann in der regelmäßigen optischen Nötigung im Alltag seitens Senatsunternehmen auch noch zusätzlich herausgefordert werden sollen.
Der Berliner SPD-Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (Bruder von Luigi Pantisano, dem neuen Co-Chef der Linken) erklärte dann noch abschließend krönend und betriebsblind im RBB-Interview rundum totalitäre Islamisten zu einer Untergruppe der "Konservativen". Auf die Frage, ob auch weiterhin "vor allem von konservativen Kräften, von Rechtsextremen, von Neonazis" die größte Gefahr für queere Mitbürger ausgehe, lautete die Antwort:
"Ja, weil unter konservativen Kräften ich auch alle religiösen Gruppen mit dazu zähle, die alle ein Problem mit uns haben. Und Islamisten gehören da dazu. Wir haben ein Problem mit einigen [sic!] Menschen im Islam, die all das, was wir leben, verteufeln. Das haben wir an ganz vielen anderen Religionen leider halt eben auch."“
https://freedert.online/meinung/286977-nun-sind-sie-halt-da/
„Islamistischer Terroranschlag beim CSD. Eine Tote. Und dann blendet n-tv ein: „Auto verletzt mehrere Menschen." Tagesschau: „Ein Fahrzeug fuhr in eine Menschenmenge." Die Linke warnt sofort: Die wahre Gefahr geht von den Rechten aus.“
https://www.youtube.com/watch?v=-0xj3oOSQ94
Boris Reitschuster: „Für den Anschlag, weil er so vorhersehbar ist, weil sich solche Anschläge wiederholen wie in einer Schleife. Und für das, was danach kommt. Immer kommt. Und genauso vorhersehbar ist.
Anders als die „Linke“, die umbenannte SED. Opfer rangen noch im Krankenhaus um ihr Leben, da schrieb sie heute Nacht schon: „An alle rechten Spinner hier: die Gefahr geht von euch aus. Nicht von Ausländern. Migrant*Innen kämpfen Seite an Seite bei den CSDs mit uns, sind zum Teil selbst queer…“
Und bei N-tv, das zum einst braunen und jetzt stramm rot-grünen Bertelsmann-Konzern gehört, weiß die Reporterin sofort: „Die queere Community fühlt sich natürlich vor allen Dingen von rechten Kräften bedroht.“
Nach den zwei Morden von Trier in diesem Monat organisierten Antifa und Grüne eine Kundgebung – gegen Rechts.
Und Bundeskanzler Merz? Der beginnt seine Reaktion auf X zu dem Anschlag mit den Worten: „Wir sind offen und freiheitsliebend – und das werden wir auch bewahren und verteidigen.“ Kein Wort über Islamismus, kein Wort über Versagen. Nur Worthülsen.
Um es mit Edmund Stoiber zu sagen: „Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.“
Kai Wegner spielte Tennis nach Terror, Merz fährt heute zu den Libori-Feierlichkeiten in Paderborn, wo er die Festrede hält. Party statt Trauer.
Tagesschau.de schreibt: „In der Nähe des Potsdamer Platzes fährt am Samstag gegen 22 Uhr ein Fahrzeug am Tiergarten in eine Menschenmenge.“ Bei n-tv wird als Schlagzeile eingeblendet: „Auto verletzt mehrere Menschen“.
Das Auto ist schuld.
Die „Süddeutsche Zeitung“ weiß, was jetzt wichtig ist: „Einfache Antworten verbieten sich.“ Die Suche nach Lösungen offenbar auch.
Im RBB wird behauptet, Islamismus sei rechtsextrem.
Ich finde keine Worte mehr, um diesen Irrsinn zu beschreiben.
Gerade heute, wo der Terror beim CSD genau jenes Milieu traf, in dem viele jeden, der Migration kritisiert, als Rassisten und Hetzer beschimpfen — und offenbar nicht begreifen oder begreifen wollen, was orthodoxe Muslime aus islamischen Ländern von ihrer Lebensweise halten.
Es gäbe dazu viel zu schreiben und zu sagen.
Aber ich habe den Eindruck, alles ist hundertmal gesagt und geschrieben. Man kann es nur noch wiederholen. Doch das wäre mehr Psychotherapie als Journalismus.
Alle, die hier bei mir lesen, kennen die Ursachen. Und kennen die Folgen.
Nichts wird sich ändern, solange eine Mehrheit in diesem Land apathisch ist und immer wieder brav diejenigen wählt, die all das zu verantworten haben und nichts dagegen unternehmen außer dass sie heucheln.“
https://reitschuster.de/post/csd-berlin-islamistischer-terroranschlag-und-dann-das-uebliche/
Boris Reitschuster: „Der britische „Spectator“ bringt auf den Punkt, was unsere „Qualitätsmedien“ nie schreiben würden: „Germany is still in denial about the Berlin terror attack.“. Frei übersetzt: Deutschland verdrängt und verweigert die Realität. Manchmal braucht es den Blick von außen, um zu sehen, was innen längst alle wissen – und keiner ausspricht …
Und dann ist da eine Zahl, die ich Ihnen einfach nicht verschweigen kann. Aus der Statistik des Generalbundesanwalts, erstes Halbjahr 2026. 174 neue Verfahren:
74,1 Prozent wegen islamistischem Terrorismus. 19,5 Prozent auslandsbezogener Extremismus. 3,4 Prozent Linksextremismus. 2,9 Prozent Rechtsextremismus.
2,9 Prozent.
Und Politik und Medien wiederholen täglich, gebetsmühlenartig, bei jedem Anlass, in jedem Interview: Rechtsextremismus sei die größte Gefahr. Es kommt nicht darauf an, ob sie das wirklich glauben. Es kommt darauf an, was die Folge ist – Wegsehen bei den anderen Gefahren.
Was die Taktik hinter dieser Manipulation ist, sollten wir nie vergessen: Für Linksextreme wie die DDR-Führung war es schon immer ihr Lebenselixier, die Menschen mit einem angeblichen „Kampf gegen rechts“ von den Missständen abzulenken und ihre Macht zu sichern. Selbst die Nationalsozialisten führten einen „Kampf gegen rechts“ (siehe hier) – eines der bestgehütetesten Tabus unserer Zeit. Aus verständlichen Gründen.
Das Kalkül
Beim „Kampf gegen rechts“ geht es um den Machterhalt von Links. Und dass die wahren Gefahren dabei unter den Tisch fallen, ist quasi der Kollateralschaden.
Ein Kollateralschaden, der unser Land zerstört. Jeden Tag. Schritt für Schritt.
In den letzten Tagen habe ich viele Nachrichten bekommen. Von Menschen, die erschöpft sind. Die fragen, ob das noch aufzuhalten ist.
Ich weiß es nicht.“
https://reitschuster.de/post/nach-dem-csd-anschlag-was-niemand-wissen-soll/
Constantin Schreiber: „Wachen "queers for palestine" nun endlich auf? Erkennen Teile der links-islamischen Allianz, auf welche ideologische Seite sie sich geschlagen haben? Der Anschlag auf den CSD macht nun für wirklich jeden klar, dass Islamisten keine verfolgte Minderheit sind, sondern Feinde der Freiheit.“
https://www.youtube.com/watch?v=PhRm2Uni7OQ
„Es gibt ja Momente, in denen man quasi gezwungen wird, seine Lebenslügen zu überprüfen. Und der Anschlag gegen den Christopher Street Day in Berlin, der ist ganz klar so ein Moment, weil damit ein Widerspruch, glaube ich, jetzt endlich für jeden sichtbar wird, den manche seit vielen Jahren lieber hartnäckig übersehen.
Denn ich glaube, eins muss jetzt endgültig klar sein: LGBTQI-Vertreter und Islamisten stehen nicht auf derselben Seite der Geschichte. Sie stehen sich im Gegenteil unversöhnlich gegenüber und das ist keine Meinung, das ist die ideologische Grundlage des Islamismus. Wer sich mit den Programmen islamistischer Bewegungen beschäftigt, egal ob ISIS, Al-Kaida, Hamas oder Taliban, findet dort keine Akzeptanz sexueller Vielfalt, keine Toleranz, keine Gleichberechtigung.
Homosexualität gilt dort als Sünde, als Verbrechen oder eben sogar als todeswürdiges Delikt. Transidentität wird nicht anerkannt. Die freie Entfaltung des Individuums wird als Angriff auf eine göttliche Ordnung gesehen und verstanden.
Und trotzdem erleben wir seit Jahren ein im Grunde absurdes politisches Schauspiel. Eins, das an Absurdität kaum zu überbieten ist, denn ausgerechnet Teile der politischen Linken versuchen aus quasi allen erdenklichen Minderheiten eine politische Front zu schmieden. Nach dem Motto: "Wer vermeintlich oder tatsächlich Diskriminierung erlebt, der gehört automatisch ins gleiche Lager."
Aber Gruppenzugehörigkeit funktioniert nicht nach Opfer-Hierarchien. Sie funktioniert über Werte, denn es reicht eben nicht, sich als vermeintliche Opfer zusammenzutun. Die entscheidende Frage ist ja, welche Werte vertritt man? Vertritt man Freiheit? Vertritt man Gleichberechtigung? Vertritt man die Selbstbestimmung des Individuums?
Oder vertritt man eine Ideologie, die genau diese Freiheit letztlich abschaffen will? Und diese Frage wird seit Jahren von einigen mit erstaunlicher Konsequenz umgangen. Stattdessen erleben wir eine Debatte, in der Kritik am Islamismus häufig sofort als Islamfeindlichkeit etikettiert wird. Letztlich eine rhetorische Nebelkerze. Denn Islamismus ist ja keine Religion. Islamismus ist eine politische Extremismusideologie.
So wie Rechtsextremismus nicht gleichbedeutend ist mit Patriotismus oder so wie Stalinismus nicht mit Sozialdemokratie identisch ist. Und genau deshalb muss man Islamismus auch als das benennen dürfen, was er ist. ein Feind einer offenen Gesellschaft,
Dass ausgerechnet queere Aktivisten teilweise Bündnisse mit Gruppen eingehen, die sich weigern, islamistischen Antisemitismus oder queerfeindliche Positionen klar zu benennen, Gaza lässt grüßen, wirkt deshalb wie politische Realitätsverweigerung. Man kann nicht gleichzeitig Regenbogen Fahnen hochhalten und diejenigen romantisieren, deren Ideologen diese Fahnen am liebsten verbrennen würden und ihre Träger gleich mit.
Das ist kein kulturelles Missverständnis, das ist ein fundamentaler Wertekonflikt oder noch klarer aus meiner Sicht, das ist Idiotie. Natürlich gilt dabei ebenso: Die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland sind keine Islamisten. Sie leben friedlich, sie arbeiten, sie gründen Familien und wollen mit Extremismus ebenso wenig oder nichts zu tun haben.
Gerade deshalb ist es ja auch unfair, Islamisten und Muslime gleichzusetzen. Die ersten missbrauchen eine Religion für ihre totalitäre Politik. Die zweiten sind oft selbst ihre ersten Opfer. Aber genau deshalb ist es umso wichtiger, den Begriff nicht weich zu spülen. Islamisten hassen nicht nur Juden, sie hassen auch liberale Muslime, sie hassen Frauenrechte, sie hassen Demokratie, sie hassen Religionsfreiheit und sie hassen natürlich sexuelle Selbstbestimmung. Sie hassen letztlich jede Form individueller Freiheit.
Und wer das relativiert, der betreibt keine Toleranz, er betreibt Verdrängung. Besonders irritierend ist dabei der moralische Doppelstandard.
Wenn ein Rechtsextremer gegen Minderheiten hetzt, ist die Empörung völlig zurecht grenzenlos. Wenn aber islamistische Prediger Homosexuelle als Sünder oder schlimmeres bezeichnen, wird plötzlich differenziert, relativiert oder geschwiegen. Aus Angst, aus falsch verstandener Rücksicht oder weil das Weltbild sonst möglicherweise Risse bekommt.
Doch Menschenrechte sind nicht teilbar. Entweder gelten sie universell oder sie gelten gar nicht. Es kann keine progressive Politik sein, Frauenrechte, Homosexuellen-Rechte oder Meinungsfreiheit aus Angst vor kulturellen Konflikten leiser zu verteidigen. Gerade eine liberale Demokratie muss den Mut haben, ihre Grundwerte offensiv zu vertreten.
Nicht gegen alle Muslime, sondern gegenüber denjenigen, die diese Werte abschaffen wollen. Ob Rechtsextremist, ob Linksextremist, ob Islamist. Der CSD ist deshalb ja auch mehr als eine bunte Parade. Er ist ein Symbol dafür, dass Menschen frei leben dürfen, ohne Angst haben zu müssen. Wer dann dieses Symbol angreift, der greift eben nicht nur eine Minderheit an, sondern damit auch den Kern einer freien Gesellschaft.
Und genau deshalb ist der politische Reflex so gefährlich, jede Kritik am Islamismus sofort als Vorurteil abzutun. Nein, eine Demokratie muss Extremismus bei Namen nennen. Sie muss ideologische Feinde ihrer Freiheit erkennen und sie muss aufhören Wunschdenken über Wirklichkeit zu stellen.
Vielleicht ist das, wenn man so will, das, was wir als Lehre aus diesem schrecklichen Ereignis mitnehmen sollten, dass Identitätspolitik keine Sicherheitsstrategie ist, dass gemeinsame oder vermeintliche Diskriminierungserfahrungen keine gemeinsamen Werte schaffen und dass Freiheit niemals dadurch verteidigt wird, dass man ihre Gegner verharmlost.
Die entscheidende Trendlinie verläuft deshalb nicht zwischen links und rechts, nicht zwischen religiös und säkular, nicht zwischen Mehrheiten und Minderheiten.
Sie verläuft zwischen denen, die Freiheit verteidigen und denen, die sie zerstören wollen. Und auf welcher Seite Islamisten stehen, darüber sollte sich nun wirklich niemand mehr im Unklaren sein.“
Constantin Schreiber: „Nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin passiert Erstaunliches: Einige politische Akteure versuchen tatsächlich, Islamismus begrifflich in die Nähe von Rechtsextremismus oder konservativer Politik zu rücken, anstatt ihn als eigenständige totalitäre Ideologie zu benennen. Das Argument: Islamismus, Rechts- und Linksextremismus teilten ähnliche Feindbilder oder Gewaltbereitschaft. Hier passt natürlich gar nichts mehr zusammen. Und die Frage wird immer lauter: Warum will man die Wirklichkeit nicht sehen?“
https://www.youtube.com/watch?v=ZgS3oMfPYqk
„Es hat keine 24 Stunden nach dem islamistischen Terroranschlag in Berlin gedauert und schon tobt ein ideologischer Deutungskampf, der, finde ich, bizarrer kaum sein könnte, denn Teile der politischen Linken scheinen große Schwierigkeiten damit zu haben, den Gegner auch tatsächlich beim Namen zu nennen.
Statt den Islamismus als eigenständige totalitäre Ideologie zu benennen, wird versucht, ihn in das quasi vertraute Weltbild einzusortieren. irgendwie rechts, irgendwie konservativ, irgendwie letztlich, doch dieselben Strukturen wie der Rechtsextremismus. Demnach ist Islamismus jetzt rechtsextrem.
Puh. Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano sagte gegenüber der Welt: "Unter konservative Kräfte zähle ich auch alle religiösen Gruppen, die ein Problem mit uns haben und die Islamisten gehören da dazu“. Hier verschwimmen natürlich alle Kategorien, die politisch und analytisch eigentlich voneinander getrennt werden sollten.
Islamisten sind nicht deshalb Islamisten, weil sie konservativ sind. Sie sind Islamisten, weil sie eine totalitäre religiöse Herrschaftsideologie vertreten. Ihr Ziel ist nicht die Bewahrung gesellschaftlicher Traditionen im demokratischen Rahmen. Ihr Ziel ist die Abschaffung freiheitlicher Demokratie zugunsten einer religiösen Ordnung.
Konservativ ist nicht automatisch islamistisch. Religiös ist nicht automatisch extremistisch und Islamismus ist keine Spielart westlichen Konservatismus. Wer diese Unterschiede verwischt, verliert jegliche analytische Schärfe.
Und noch deutlicher wird dieser Reflex in einer Stellungnahme der Linken Neukölln. Dort hieß es zunächst: "Mit dem Erstarken der Rechten und antifeministischer Kräfte nehmen auch Queer- und Transfeindlichkeit zu. Außerdem würden hasserfüllte Angriffe rechter Kräfte den Boden für solche Taten bereiten."
Das wirft eine einfache Frage auf. Wie genau soll ein islamistischer Terroranschlag, begangen nach bisherigem Ermittlungsstand durch einen Islamisten, vor allem Folge eines Erstarkens der politischen Rechten sei?
Natürlich existiert rechte Gewalt gegen queer Menschen. Natürlich existiert Rechtsextremismus. Niemand bestreitet das. Aber daraus folgt nicht, dass jede Form von Queerfeindlichkeit letztlich auf dieselbe Ursache zurückgeführt werden kann.
Islamistische Queer Feindlichkeit hat ihre eigenen ideologischen Wurzeln. Sie entsteht nicht deshalb, weil in Deutschland die AfD stärker wird. Sie speist sich aus religiösem Fundamentalismus, aus einem autoritären Weltbild und aus einer Ideologie, die Homosexualität teilweise als todeswürdige Sünde betrachtet.
Wer diese Ursachen nicht klar benennt, erklärt am Ende nicht mehr die Realität, sondern verteidigt nur noch das eigene politische Weltbild. Und genau hier entsteht ja ein bemerkenswerter Widerspruch. Seit Jahren erleben wir innerhalb linker Milieus Solidaritätsbekundungen für Organisationen oder Bewegungen, die zumindest in Teilen die Hamas oder deren Auftreten verharmlosen.
Nach dem 7. Oktober wurde viele Orts nicht zuerst über das Massaker gesprochen, sondern über die israelische Reaktion. Auch islamistische Gewalt wurde häufig in größere Erzählungen über Kolonialismus oder Machtverhältnisse eingeordnet.
Wenn nun gleichzeitig behauptet wird, Islamismus sei letztlich ebenfalls eine Form rechter oder konservativer Politik, dann gerät dieses Weltbild in eine ganz offensichtliche Spannung. Denn wer Islamisten plötzlich derselben Seite zuordnet, die man ansonsten als größte Gefahr beschreibt, müsste sich konsequenterweise auch fragen, wie mit jeder Form der Relativierung islamistischer Organisationen umzugehen ist. Genau diese Frage wird aber dann häufig vermieden.
Stattdessen entsteht der Eindruck, dass der politische Gegner unabhängig vom Täter immer derselbe sein muss. Ist der Täter rechtsextrem, bestätigt das das Weltbild. Ist der Täter Islamist, wird versucht, den Islamismus irgendwie ebenfalls in dieselbe Schublade einzuordnen. Das ist so schräg, dass es schon weh tut.
Islamismus ist Islamismus, Rechtsextremismus ist Rechtsextremismus, Linksextremismus ist Linksextremismus. Und alle drei können freiheitliche Gesellschaften bekämpfen. Alle drei können Minderheiten hassen. Alle drei können Gewalt legitimieren, aber sie haben unterschiedliche Ursprünge, unterschiedliche Ideologien und unterschiedliche politische Ziele.
Eine demokratische Gesellschaft sollte in der Lage sein, mehrere Bedrohungen gleichzeitig zu erkennen. Wer jede Form des Extremismus ausschließlich durch die Brille des eigenen politischen Hauptgegners betrachtet, verliert den Blick für die Wirklichkeit. Nach einem islamistischen Terroranschlag braucht es keine ideologischen Verrenkungen. Es braucht Ehrlichkeit. Ehrlichkeit gegenüber den Opfern und Ehrlichkeit gegenüber der Tatsache, dass Freiheit heute von unterschiedlichen Seiten bedroht wird. Nur wer bereit ist, jede Form des Extremismus klar zu benennen, unabhängig davon, ob sie ins eigene Weltbild passt oder nicht, kann glaubwürdig für eine offene Gesellschaft eintreten.
An diesem Punkt bleibt für mich aber noch eine weitere Frage. Was soll das eigentlich? Warum fällt es manchen politischen Akteuren offenbar so schwer, einen islamistischen Terroranschlag einfach als das zu benennen, was er ist, ein islamistischer Terroranschlag? Stattdessen beginnt fast reflexartig die Suche nach einer Erklärung, die am Ende doch wieder beim vertrauten politischen Gegner landet.
Plötzlich ist dann wie gesagt vom Erstarken der Rechten die Rede, von konservativen Kräften, von einem gesellschaftlichen Klima, das angeblich den Boden bereitet habe. Nur über den eigentlichen ideologischen Kern der Tat wird erstaunlich ungern gesprochen.
Warum? Ich sehe dafür mehrere mögliche Erklärungen. Die erste wäre einfach Selbsttäuschung. Wer sich über Jahre ein Weltbild aufgebaut hat, in dem Rechtsextremismus die nahezu ausschließliche Quelle gesellschaftlicher Bedrohung darstellt, gerät zwangsläufig in Schwierigkeiten, wenn die Realität komplexer wird. Dann passt ein islamistischer Terroranschlag gegen den CSD schlicht nicht mehr ins ideologische Raster.
Also wird das Raster nicht der Realität angepasst, sondern die Realität dem Raster. Das ist ein zutiefst menschlicher Mechanismus. Jeder Mensch neigt dazu, Informationen so einzuordnen, dass sie das eigene Weltbild bestätigen. Aber gerade Politiker, Aktivisten und Meinungsmacher tragen eine besondere Verantwortung, diesen Reflex zu überwinden. Wer öffentliche Debatten prägt, darf sich nicht von ideologischen Scheuklappen leiten lassen.
Die zweite Möglichkeit ist weniger schmeichelhaft. Vielleicht geht es gar nicht um Selbsttäuschung, sondern um politische Kommunikation, um die Sorge, dass eine klare Benennung islamistischer Gewalt den politischen Gegner stärken könnte, dass eine offene Debatte über islamistischen Extremismus Parteien nutzt, die man aus anderen Gründen entschieden ablehnt.
Und falls das der Fall sein sollte, wäre das ein schwerer Fehler, denn Wahrheit darf niemals taktisch werden. Wer Tatsachen nur dann ausspricht, wenn sie mit der eigenen politischen Agenda übereinstimmen und ihr nutzen, verliert langfristig seine Glaubwürdigkeit.
Bürger merken sehr genau, wenn offensichtliche Zusammenhänge relativiert oder umgedeutet werden. Und genau daraus wächst jenes Misstrauen gegenüber Politik und Medien, über das sich dann später viele wundern.
Eine dritte Erklärung könnte sein, dass manche tatsächlich überzeugt sind, letztlich lasse sich jede Form von Extremismus auf dieselbe gesellschaftliche Ursache zurückführen, auf Patriarchat, Autoritarismus, konservative Milieus oder rechte Diskurse. Auch das halte ich aber für einen analytischen Irrweg.
Ja, unterschiedliche extremistische Ideologien können ähnliche Feindbilder entwickeln. Sie können Frauen hassen, Homosexuelle verfolgen oder Demokratie ablehnen, aber daraus folgt nicht, dass sie dieselbe Ursache haben oder politisch derselben Strömung zuzurechnen sind.
Wer alles auf dieselbe Ursache reduziert, versteht irgendwann nichts mehr richtig. Der Rechtsextremist handelt aus einer anderen Ideologie als der Islamist, nicht auf Grundlage des Korans. Der Islamist kämpft nicht für ein konservatives Familienbild im Sinne einer demokratischen Debatte. Er kämpft für eine religiöse Herrschaftsordnung. Er lehnt die freiheitliche Demokratie nicht ab, weil sie ihm zu progressiv ist, sondern weil sie überhaupt Freiheit zulässt. Das sind fundamentale Unterschiede.
Gerade deshalb wirkt der Versuch, Islamismus begrifflich in das eigene Links-Rechts-Schema einzuordnen so künstlich. Es entsteht der Eindruck, dass nicht mehr die Wirklichkeit erklärt werden soll, sondern das Weltbild gerettet werden muss. Doch genau das darf Politik eben niemals tun. Nicht die Fakten müssen sich einer Ideologie anpassen. Die Ideologie muss sich den Fakten anpassen, sonst wird aus Analyse bloße Rechtfertigung. Und genau deshalb halte ich diese Reaktionen vom Anfang für so problematisch.
Nicht, weil unterschiedliche Extremismusformen miteinander verglichen werden. Das ist natürlich legitime und auch wissenschaftlich wahrscheinlich sinnvoll, sondern weil die konkreten Ursachen einer konkreten Tat dadurch verwischt werden. Die Opfer eines islamistischen Anschlags verdienen aber Ehrlichkeit. Die queere Community verdient diese Ehrlichkeit und auch die Öffentlichkeit verdient Ehrlichkeit.
Wenn ein Islamist mordet, dann muss über Islamismus gesprochen werden. Nicht deshalb, weil andere Formen des Extremismus unwichtig werden, sondern weil jede Ideologie beim Namen genannt werden muss. Alles andere ist letztlich nur eine Flucht vor der Wirklichkeit.
Und genau das ist das eigentliche Problem in diesen unseren politischen Debatten geworden. Nicht jede Seite versucht zuerst zu verstehen, was passiert ist. Manche scheinen zuerst zu überlegen, wie das Ereignis in das eigene ideologische Koordinatensystem passt. Das ist aber keine Stärke, das ist keine Aufklärung und es ist auch kein wirksamer Kampf gegen Extremismus, denn Extremismus bekämpft man nicht, indem man ihn begrifflich umetikettiert.
Man bekämpft ihn, indem man ihn erkennt und zwar unabhängig davon, aus welcher Richtung er kommt. Wer dazu nicht bereit ist, läuft Gefahr, die Wirklichkeit dem eigenen Weltbild unterzuordnen. Was wir bei manchen gerade erleben, die allen Ernstes versuchen uns islamistischen Terror als Rechtsextremismus zu verkaufen, ist ganz klar ideologische Verirrung im Endstadium.“
Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm
Das Böse verlachen
- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -
Der frischgebackene Bundesgesundheitsminister: Linnemann vs. Linnemann
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Carsten Linnemann im Piet-Klocke-Modus
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Alfonso Pantisano (SPD) und der islamistische Anschlag auf den CSD Berlin
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Laschet-Momente: Esken, Pantisano und Wegner beim CSD-Gedenken
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Attentat beim CSD: Wie Terror unsere Gesellschaft spaltet
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Simone Solga: Schnief Lauterbach | Folge 226
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HallMack Aktuelle Kamera 236 - Wenn Kandidaten stören
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HallMack Aktuelle Kamera 237 - Sprachpolizei, der Kampf gegen Worte!
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HallMack Aktuelle Kamera 238 - SPD 3% Hürden-Rettung!
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Kaum war die Bedrohungslage hochgestuft, folgte auch schon ein Attentat!
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Täter ausgeschaltet und was folgt jetzt?
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