Seitenwechsel

 

https://www.youtube.com/watch?v=G8Y_dbFMiuI

https://www.messe-seitenwechsel.de/

 

Susanne Dagen hat eine unabhängige, freie Buchmesse für kritische Geister aus dem Boden gestampft. Veranstalter wie Besucher waren friedlich und offen für den Dialog.

Der große Erfolg zeigt, wie notwendig die neue Buchmesse war.

 

Ein Woodstock des Worts - Stimmen zur Messe

 

Für mich war "Seitenwechsel" wie ein Klassentreffen mit alten und neuen Freunden an einem Ort der Gedankenfreiheit, den es so vorher in Deutschland nicht gab… Ein gelungenes Fest der Literatur jenseits von Kommerz und Mainstream – ein Freiraum für Leseratten, Wahrheitssucher, Wortkünstler und sogenannte umstrittene Denker. Für die deutsche Literatur dürfte es großes Aufatmen gewesen. Es geht endlich weiter.

Thor Kunkel

 

Unser Stand umlagert, begeisterte Leser, Diskussionen und Gespräche. Der Messeabend weit überbucht. Jeder redet mit Jedem. Weithin unbekannte Verlage zeigen ihre Schätze, die sonst untergehen. Am Ende sind wir erschöpft, glücklich und ausverkauft. Was will man mehr?

Roland Tichy

 

Diese Buchmesse machte Ernst mit dem in Halle gemeinsam gesungenen Lied „Die Gedanken sind frei“. Noch auf keiner Buchmesse habe ich einen derartig freien und fröhlichen Gedankenaustausch zwischen Autoren, Lesern und Verlagsmitarbeitern erlebt: es war ein demokratisches Fest - dafür ist Susanne Dagen vom Buchhaus Loschwitz nicht genug zu danken. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Matthias Matussek

 

Zuschreibungen sind oft Phantome. Die Realität oft eine andere. Die Realität der Büchermesse Seitenwechsel war Freiheit, Aufbruch des verengten Meinungskorridors, war die andere, durchaus vernünftige, begründete Sicht auf die Dinge. Das ist Demokratie, nicht "Unseredemokratie". Nicht "wir -- und ihr nicht". Ein Woodstock des Worts!

Uwe Tellkamp

 

Alle nach Halle ! - das bleibt, denn diese Buchmesse war ein Fest des Geistes und feierte zurecht die Kraft der Sprache und, was selten in dieser Zeit ist, die Mitmenschlichkeit. Danke, daß ich dabei sein durfte.

Uwe Steimle

 

Drei Dinge haben die Buchmesse „SeitenWechsel“ gelehrt.

Erstens: Veranstaltungen lassen sich nicht verhindern, nur weil sie dem Tugendwächterrat nicht passen. Es genügt ganz einfach, stehenzubleiben und dem Druck nicht nachzugeben.

Zweitens: Es gibt ein großes, bisher unterschätztes lese- und diskussionsfreudiges Publikum aller Altersklassen, das ganz gut ohne Ratschläge und Warnungen der Wohlgesinnten auskommt.

Und drittens: es ist möglich, eine literarische Veranstaltung mit tausenden Besuchern ohne einen Cent Steuergeld auf die Beine zu stellen.

Man sieht sich in Halle 2026.

Alexander Wendt

 

Bereits nach dem ersten Mal hat die Büchermesse „SeitenWechsel“ bei den teilnehmenden Verlagen und Besuchern einen solch guten Eindruck hinterlassen, dass eine Fortsetzung schon in den Startlöchern steht. Nach der Messe ist vor der Messe und der KRASSER GURU Verlag ist dann auch wieder mit dabei!

Björn Gschwendtner - Autor, Verleger

 

Bodenständig, entspannt, gebildet und gut gelaunt! Ein Vernetzungstreffen der Hoffnung!

Sieglinde Kliemen, SK Verlag

 

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch: Die Buchmesse Seitenwechsel ist Hölderlin in Reinkultur. Es ist kein Zufall, dass das im Osten passiert und dass hier Ostdeutsche vorangehen. Ich wünsche dieser Buchmesse zweimal ein volles Haus und vor allem – Debatten.

Prof. Dr. Michael Meyen - Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der LMU München

 

Alle quatschen von Pluralismus (oder taten das jedenfalls ausdauernd bis vor kurzem). Es gab ihn aber erst wieder - und nur! - auf der bevormundungsfreien Buchmesse von Halle, deren Existenz wir der schier unglaublichen Zivilcourage der örtlichen Buchhändlerin Susanne Dagen verdanken. Draußen herrschte stattdessen das bedrohliche Geröhr und die Hetze eines von US-Milliardären und deren Satellitenregierungen gesponserten Haufens strafloser Plakatabreißer und Verleumder, heimtückischer Denunzianten und von Staat und Unisono-Presse verhetzter Jugendlicher, sozusagen der "Singularismus". Dagegen müssen selbst abwegige Meinungen in einem Volks- statt Obrigkeitsstaat ein angstfreies Forum kriegen, damit sich in freier Diskussion herausstellen kann, ob sie wirklich abwegig sind - anders geht es ja nicht, am wenigsten per Dogma und Gewalt. Vielen Dank an die mutigen Veranstalter, daß der neototalitäre Singularismus wieder ein winziges Loch kriegen konnte!

AHRIMAN-Verlag

 

Wir von Hydra Comics sehen uns als Botschafter der 9. Kunst. Die Messe Seitenwechsel gibt uns die Gelegenheit, viele Menschen mit dieser noch immer unterschätzten Kunstform zu erreichen. Der häufigste Satz der spürbar offenen und entdeckungslustigen Besucher war: ‚Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.‘ Genau deshalb werden wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein – um noch mehr Menschen mit unseren grafischen Geschichten zu begeistern.

Hydra Comics

 

Jeder Autor weiß: Das zweite Buch ist das schwerste. Also auf nach Halle, damit aus dem Wunder von 2025 eine Tradition wird!

Michael Meyen

https://www.messe-seitenwechsel.de/stimmen-zur-messe

 

Von Frankfurt nach Halle: Notwendigkeit von „Seitenwechsel“

 

Maximilian Tichy im August 2025: „„Kritische Autoren werden nicht verlegt, Bücher in Läden nicht verkauft: Der Buchmarkt in Deutschland hat klare politische Schlagseite. Die Verlegerin und Buchhändlerin Susanne Dagen will dem etwas entgegensetzen.

Susanne Dagen ist Buchhändlerin aus Dresden und Verlegerin des Buchhaus Loschwitz. Sie gibt kritischen Autoren, die sonst nicht gedruckt werden dürfen, eine neue Heimat. In ihrer Buchreihe „Exil“ können Schriftsteller wie Uwe Tellkamp, Cora Stephan, Jörg Bernig, Matthias Matussek oder Michael Klonovsky publizieren. Ihre Schriften werden sonst nicht verlegt – und einige Buchhändler verweigern sogar den Verkauf.

Nun organisiert sie in Halle an der Saale eine alternative Buchmesse, bei der kritische Geister und kontroverse Autoren auftreten können – und Verlage, die bei den Buchmessen in Leipzig oder Frankfurt ausgegrenzt werden.

Im Interview mit Maximilian Tichy beleuchtet sie, warum auch der Buchmarkt sich unter den Vorgaben links-grüner Meinungsmacher beugt – und wie man dagegenstehen kann. Ein Gespräch über Meinungsfreiheit, literarische Vielfalt und den Mut, unbequeme Stimmen hörbar zu machen.“

https://www.tichyseinblick.de/video/interview/die-heimliche-zensur-im-buchladen/

 

Die Zensur im Buchladen: Verbotene Autoren und unterdrückte Bücher – Interview mit Susanne Dagen

https://www.youtube.com/watch?v=Jw4xdeiICRc

 

Thomas Punzmann: „Einst war die Frankfurter Buchmesse globales Schaufenster des Geistes, Ort der Begegnung, der Vielfalt und des offenen Austauschs. Durch Zwang zur richtigen Haltung, Ausgrenzung und steigende Kosten verliert die Messe. Dafür formiert sich andernorts eine neue Messe, die verspricht, was Frankfurt aufgegeben hat: Meinungsvielfalt und Debatte ohne Denkverbote.

Die Buchmesse in Frankfurt war über Jahrzehnte ein Ereignis. In Frankfurt sah man, wenn Buchmesse war. Die Straßen und Restaurants waren jeden Abend voll mit Menschen aus dem Verlagsgeschäft. Heute kann man davon nichts mehr sehen.

In Zahlen: Von 2011 bis 2019, der letzten Messe vor Covid, hatte die Messe über 7.000 Aussteller und knapp 300.000 Besucher. Jetzt hat die Messe noch 4.400 Aussteller und um die 230.000 Besucher. Wobei die nackte Zahl der Aussteller und Besucher wenig aussagekräftig ist. Wichtiger für die Bedeutung einer Messe ist, wer ausstellt, und natürlich, wer sie besucht.

Der Rückgang fällt mit Covid zusammen, aber dafür ausschließlich Covid verantwortlich zu machen, wäre zu einfach. Die Messe, sehr viele Verlage und Autoren und natürlich die grün-rote Stadt waren und sind nicht in der Lage, mit Meinungen, die nicht ihrem eigenen Dogma entsprechen, umzugehen. Vielfalt und Buntheit ist nach ihrer Meinung nur möglich, wenn man jeden Andersdenkenden aussperrt.

Ganz besonders hervorgetan hatte sich der damalige Bürgermeister Peter Feldmann (SPD) – später musste er wegen des AWO-Korruptionsskandals zurücktreten – der, ebenso wie der Messechef Jürgen Boss, mit albernen Schildchen mit dünnen Haltungsparolen vor Messeständen aufmarschierte, bei denen ihnen missliebige Autoren und Bücher angeboten wurden.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), dem es auch gelang, die Automesse IAA aus Frankfurt zu vertreiben, sagte laut Frankfurter Rundschau, er mache sich „Sorgen, richtig große Sorgen“, wenn er höre, „dass Autorinnen Angst haben, nach Frankfurt zu fahren, weil sie hier auf rechtsradikale Verlage und Autoren treffen könnten“. Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) hatte zuvor gesagt, es sei nicht akzeptabel, dass Menschen einer Frankfurter Messe fernblieben, „weil sie sich bedroht fühlen“.

Doch bedroht wurden willkürlich Verlage, die auch nur ansatzweise etwa Massenmigration kritisch beäugten. Dann organisierten Messe und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Demonstrationen, mit den Geschäftsführern an der Spitze. Später wurden unerwünschte Verlage in einer abgelegenen Sackgasse platziert; gewissermaßen mit dem Warnhinweis: „Hier verlassen sie den politisch korrekten und überwachten Raum – vermeiden Sie, sich selbst eine Meinung zu bilden.“  Man kassiert in Frankfurt eben gern hohe Standgebühren, um dann die Aussteller zu denunzieren. Die Internationale Automobilausstellung (IAA) ist angesichts dieser Methoden nach München emigriert.

Neben der Ausgrenzung von nicht gewünschten Meinungen und damit von unliebsamen Lesern und Käufern spielen auch andere Gründe eine Rolle. Hohe Standpreise und teure Hotels zur Messezeit haben die Verlage die Art und Weise, wie sie sich auf der Messe präsentieren, überdenken lassen. Wenn weniger Fachpublikum kommt, benötigen die Verlage auch weniger qualifiziertes Personal. Den Verkauf am Stand am Publikumstag kann man kostengünstiger mit Leihpersonal erledigen. Die Messe, die früher eine Messe für ein Fachpublikum der Verlagswelt war, bei der Verträge und Lizenzen verhandelt wurden, ist weitgehend zu einer Verkaufsveranstaltung für Privatleute mutiert. Das macht die Messe für Verlage auch immer weniger interessant.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet: “Viele Verlage sind der Meinung, gerade bei gesunkener Ausstellerzahl müsse die Buchmesse ein Interesse daran haben, deutschsprachige Publikumsverlage zu halten. Ihre Klagen sind dieses Jahr leiser, geändert hat sich nicht viel. ‚Ich weiß nicht, welchen Wert die Buchmesse darauf legt, dass wir hier sind‘, sagt Gerd Fischer von Mainbook aus Frankfurt. Der starke Anstieg der Standkosten hindere kleine Verlage daran, auf die Messe zu kommen.“

Alexandra Fürtauer, Geschäftsleiter Vertrieb und Marketing eines Verlages, gibt zu bedenken, dass die Buchmesse wiederum mit den Konditionen der Messe Frankfurt umgehen müsse. „Viele stellen die Relevanz der Messe in Frage, wenn sie sehen, was sie für ihr Geld bekommen“, sagt Schmid.

Denn, die gesamte Verlagsbranche ist in einem sehr schwierigem Umfeld. Auf dem Blog lesestunden.de liest man: „Die Zahlen für 2024 bestätigen diesen sehr beunruhigenden Trend. Die wirklich heftigste Entwicklung ist die Anzahl der Buchkäufer. Diese betrug 2013 noch 36 Millionen. 2023 ist sie auf 25 Millionen gesunken. Und 2024 ist sie erneut um 2% auf 24,5 Millionen gesunken. Das heißt, im letzten Jahr hat der Buchmarkt 500.000 Käufer verloren. Verglichen mit 2013 ist das ein Rückgang von 11,5 Millionen. Oder anders formuliert: 11,5 Millionen Menschen greifen nun nicht mehr zum Buch. Und das bei einem Bevölkerungszuwachs von 2,8 Millionen Menschen. Vom ersten Halbjahr 2024 bis zum ersten Halbjahr 2025 verzeichnet der Buchmarkt einen Absatzrückgang von 6,1%. Also für mich ist das kein ‚erfolgreich behaupten‘. Das ist ein Absturz. Ein Absturz der jetzt seit über zehn Jahren läuft. Und man spricht nicht nur beim Börsenverein, sondern auch bem öffentlich rechtlichen Rundfunk, von einem stabilen Markt. Oder gar von einem Wachstum.“

Dazu passt die Meldung der Tagesschau, dass die Zahl der Buchhändler um ein Viertel zurückgegangen ist.

Die Verkaufszahlen von Büchern gehen aber nicht überall zurück. Autoren wie Thilo Sarrazin und Gerald Grosz mit seiner Merkel-Biografie – um nur zwei Beispiele zu nennen – erzielen mehr als nur beachtliche Verkaufserlöse. Das sind aber nun genau die Bücher, die man in Frankfurt nicht mehr haben und deren Autoren man nicht sehen will. Eine Buchmesse, die Bestseller und deren Autoren ausgrenzt, darf sich nicht wundern, wenn das Publikum wegbleibt, das von der subventionierten politischen Gefälligkeitsliteratur nichts hält.

Für diese Leser, Autoren und Verlage findet nun am 8. und 9. November 2025 in Halle eine neue Messe statt, die niemand wegen einer anderen Meinung ausgrenzt. Organisiert wird sie von Susanne Dagen von Buchhaus Loschwitz mit Unterstützung von Tichys Einblick.

„Das umfangreiche Veranstaltungsprogramm der beteiligten Verlage und Schriftsteller macht die Messe zusätzlich zum Treffpunkt kritischer Stimmen! Prominente Autoren, wie Uwe Tellkamp, Alexander Wendt und Jörg Bernig, streitbare Publizisten, wie Matthias Matussek, Michael Klonovsky, Roger Köppel, Gerald Grosz und Uwe Steimle sowie politische Persönlichkeiten, wie Gloria von Thurn und Taxis, Vera Lengsfeld und Hans-Georg Maaßen gestalten an beiden Tagen auf verschiedenen Bühnen mit ihren Büchern und Neuerscheinungen ein anspruchsvolles und vielfältiges Lesefest für Bekanntes und Neuentdeckungen.“

TE unterstützt die Messe. Am TE-Stand auf der Messe begrüßen wir unsere Autoren mit ihren Büchern und viele Freunde. Der TE-Messe-Abend ist jetzt bereits fast ausverkauft; gerade läuft der Umbau, um noch etwas mehr Raum zu schaffen. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, INSA-Chef Hermann-Josef Binkert und Bestseller-Autor Gerald Grosz werden am Abend auftreten – entspannt, gesellig, mit Live-Musik – und einer Überraschung. Denn nicht alles aus Frankfurt ist tot. Manche beliebte Formate sind nur umgezogen. „Was Schlimmeres als Unfreiheit findest Du nicht“, so TE-Chefredakteur Roland Tichy. „Die Feinde der Freiheit vergessen, dass Freiheit attraktiv ist und deshalb immer wieder neue Freunde findet. Auch dafür steht die Messe: Freiheit des Wortes, Freiheit des Buches, Freiheit der Meinungsbildung.“

Fun Fact: Der Stadtrat des sonst kulturell nicht auffälligen und ausgebluteten Halle bekämpft diese Messe und Besucher, die Geld in die rundweg bankrotte Stadt bringen könnten. Die rotgrüne Stadtratsmehrheit will keine andere Meinung dulden, und man kann vermutlich darauf warten, wann in Halle wieder die Feuer lodern, in denen kritische Bücher und – in den Augen von Rotgrün – entartete Kunst brennen. Dafür werden lesefeindliche Demonstranten aufgeboten, ein Gegenprogramm soll die Besucher davon abhalten, Bücher zu lesen.

Aber Kultur ist, wenn man’s trotzdem macht und über die Kleingeister von Halle lacht.“

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/frankfurter-buchmesse-halle-seitenwechsel/

 

Vor der Messe

 

„In der kommenden Woche, am 8. und 9. November, findet in Halle/Saale die Buchmesse „SeitenWechsel“ statt, eine Veranstaltung, die „Tichys Einblick“ als Medienpartner unterstützt. Schon seit einigen Wochen erhält das privatwirtschaftlich organisierte Fest für Leser und Autoren kostenlose Werbung in großem Stil. Das heißt – wirklich kostenlos nicht, denn die Organisation „Halle gegen Rechts“, die massiv gegen die Messe mobilisiert, kassiert Steuergeld aus dem Topf „Demokratie leben!“ der Bundesregierung. Und auch die öffentlich-rechtlichen Sender, die vor den Büchern warnen und die Gegen-Rechts-Agitation unterstützen, finanzieren sich bekanntlich aus unfreiwillig gezahlten Beiträgen.

Wovor warnen sie eigentlich? Davor, dass auf der von der Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen organisierten Messe nichtlinke Verlage und Autoren ihre Leser treffen. Damit verstößt das Ereignis in Halle gegen das ungeschriebene Gesetz, dass Kulturveranstaltung erstens grundsätzlich unter linker Dominanz und zweitens staatlich organisiert stattzufinden haben. Mit der Schlagzeile „Literatur als Türöffner der Neuen Rechten“ erschreckte die „Tagesschau“ ihr Publikum schon im März 2025. „Die geplante Buchmesse gilt als Szenetreff der Neuen Rechten“, entsetzte sich die ARD-Anstalt MDR im Juni, als es noch gar kein Messeprogramm gab. „Aus der Stadtpolitik und der regionalen Kultur ist viel Kritik zu hören“, teilte der Sender im gleichen Beitrag erleichtert mit.

Die Kritik stammt bis heute vor allem von Politikern der Grünen, Freien Wählern, Linken und der SPD in Halle, von Vertretern staatlicher Organisationen und NGOs wie „Halle gegen rechts“ und der Plattform „Campact“, die vor einiger Zeit ihren Gemeinnützigkeitsstatus verlor. Schon Anfang Oktober verteilte „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage” Flugblätter, als auf dem Messegelände ein Flohmarkt und eine Kindersachenbörse stattfanden. Auf den Flugblättern warnte die Organisation vor der Buchmesse und polemisierte gegen den Betreiber des Messegeländes. So erfuhren vermutlich etliche Hallenser und aus der Region Angereiste von der geplanten Literaturveranstaltung, die sonst nicht darauf aufmerksam geworden wären.

Die schon erwähnte Linksaußen-Organisation „Campact“ erklärt in ihrem Aufruf: „Die Veranstaltung auf dem Gelände der Hallenser Messe ist eine Art Kameradschaftstreffen der Neuen Rechten. Organisiert wird die ‚Buchmesse für widerstreitende Meinungen‘ von der rechten Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen, die in den vergangenen Jahren zu einer Schlüsselfigur der Szene geworden ist. ‚Seitenwechsel‘ … ist ein Wer-ist-wer der rechten Publizistik.“ Es folgt die Aufzählung: „Das rechtspopulistische Blog ‚Tichys Einblick‘ (das kein Blog ist, sondern ein Medium in Print und Online – Anmerkung der Redaktion). Weiter bei „Campact“: „Und auch der Chefredakteur der rechtsradikalen ‚Jungen Freiheit‘, Dieter Stein, bekommt ein Podium. Nur beispielhaft ein paar weitere Namen von Teilnehmer*innen: Uwe Tellkamp, Antje Hermenau, Matthias Matussek, Uwe Steimle, Diether Dehm, Vera Lengsfeld. Wer von ihnen noch nicht abgedriftet ist nach ganz rechts, ist auf besten Weg dorthin.“

Bei Uwe Tellkamp handelt es sich um einen Schriftsteller, dessen Roman „Der Turm“ gut ein dutzend Mal übersetzt wurde; die Gesamtauflage seiner Romane überschreitet eine Million. Für ihn, Vera Lengsfeld, Bürgerrechtlerin in der DDR, erst Mitglied der Grünen, dann der CDU, für den Kabarettist Uwe Steimle, den Autor und langjährigen Spiegel-Kulturchef Matthias Matussek, für die Autorin, frühere Bundestagsabgeordnete und ehemalige sächsische Fraktionschefin der Grünen Antje Hermenau und viele andere Teilnehmer an „SeitenWechsel“ gilt in der Tat: Sie stehen rechts von linksextremen Truppen. Bisher versuchten diese Kräfte, Druck auf die Stadt Halle, den Oberbürgermeister und den Messebetreiber auszuüben. Allerdings ohne den geringsten Erfolg.

Das private Unternehmen ließ sich nicht einschüchtern. Die Liste der Autoren ist in der Realität noch deutlich länger als in der Darstellung der linksextremen Kampagnenmacher. Zu ihnen gehören auch Gloria von Thorn und Taxis, Autorin des erfolgreichen Buchs „Lieber unerhört als ungehört“, außerdem Michael Klonovsky, der sein neuestes Buch „Bei Tische altert man nicht“ und andere Werke präsentiert, die TE-Autoren Thor Kunkel („Endstufe“) und Alexander Wendt („Verachtung nach unten“). Am Abend des 8. November lädt „Tichys Einblick“ zum großen Messeabend. Unter der Moderation von Roland Tichy wird gefeiert: mit Gloria von Thurn und Taxis, Wolfgang Herles, Hermann-Josef Binkert und Gerald Grosz – ein Abend, der leider schon ausverkauft ist trotz nachträglicher Erweiterung.

Am 9. November 10.30 sprechen Thor Kunkel und Alexander Wendt über ihre nach West und Ost differenzierten Erinnerungen an den Mauerfall 1989 – und die neue Teilung des Landes durch die Brandmauer. Alle TE-Autoren wie Cora Stephan, Achijah Zorn, Godel Rosenberg, Wolfgang Herles, Frank Hennig und Holger Douglas freuen sich auf Gespräche am Messestand von Tichys Einblick und signieren ihre Bücher.

Einen besonderen Akzent auf dem Gebiet der Werbung wie auch der unfreiwilligen Komik setzte die „Mitteldeutsche Zeitung“ mit ihrer Klage, auf der Buchmesse würde „die Pressefreiheit mit Füßen getreten“. Der MZ-Redakteur Alexander Schierholz beklagt schon einmal vorab „chinesische Verhältnisse in Sachsen-Anhalt“, und behauptet, er und andere Pressekollegen würden an der Berichterstattung über die Messe gehindert. Daran stimmt so gut wie nichts. Journalisten haben Zugang zur Messe, selbstverständlich können sie berichten.

Allerdings wird sie der Medienbeauftragte der Messe, der Autor und Karikaturist Bernd Zeller, bei ihrem Rundgang begleiten und Gespräche zur Sicherheit mitschneiden, damit die Medienvertreter nicht aus Versehen etwas schreiben, was mit dem Gesagten keine Ähnlichkeit hat. Wenn jemand tatsächlich unverzerrt berichten möchte, darf er den Mitschnitt sogar als Service betrachten. Jedenfalls stört er eine sachliche Darstellung nicht, sondern höchstens den Versuch, aus Gesprächen mit Autoren und Besuchern passende Halbsätze herauszuschnippeln.

Was stört nun eigentlich das Linksmilieu dermaßen an einer Buchmesse, dass sie nicht nur die übliche Protestfolklore inszeniert, sondern die Veranstaltung verhindern will? So jedenfalls lautet die Stoßrichtung einer „Petition“ auf change.org: „Verhindert die rechte Buchmesse in Halle Saale am 8. und 9. November 2025“.

Dort heißt es, die Messe „Seitenwechsel“ sei „der Versuch, die Vernetzung antidemokratischer Inhalte in Kunst und Kultur selbst in die Hand zu nehmen. Wir dürfen dies nicht zulassen und müssen uns zur Wehr setzen … Es ist nicht hinnehmbar, dass solche Ereignisse wie die rechte Buchmesse stattfinden können … Wir fordern die Stadtverwaltung Halle Saale und die Organisatoren der Messe auf, diese rechte Veranstaltung abzusagen.“ Mit anderen Worten: Kulturveranstaltungen haben entweder ausnahmslos links zu sein, oder es darf sie nicht geben. Hier sieht ein durchsubventionierter Apparat offenbar sein Monopol auf Öffentlichkeit bedroht. An der Petition gibt es nur einen Haken, genauer gesagt, zwei: Die Stadtverwaltung hat auf dem Gelände der privaten Messe Halle nichts zu sagen. Und die Veranstalter denken gar nicht daran, irgendetwas abzusagen – weder Susanne Dagen noch die Unternehmensleitung der Messe.

Stattdessen kämpfen offenbar die Möchtegern-Verhinderer mit erheblichen Mobilisierungsschwierigkeiten. In dem Campact-Text beklagt eine Mitorganisatorin des „Wir“-Festes, der Gegenveranstaltung zu „Seitenwechsel“: „Im Vordergrund steht die Aufklärung, dass es bei ‚Seitenwechsel‘ nicht einfach nur um ‚kulturbeflissene Bücherliebhaber‘ geht, sondern um ‚Leute mit einer klaren politischen Agenda, neurechte Kulturmenschen‘. Was aber gar nicht so einfach ist, wenn ‚die breite Stadtbevölkerung nicht politisch interessiert ist‘.“

Möglicherweise zeigt sich die „breite Stadtbevölkerung“ politisch gar nicht desinteressiert, lässt sich aber von Linksaußen-Aktivisten keine Angst vor „neurechten Kulturmenschen“ aufschwatzen. Am Samstag, 1. November fand schon einmal eine Art Probe-Kundgebung gegen die Buchmesse statt – jedenfalls laut Ankündigung im Netz. Interessanterweise existieren davon keine Bilder. Das könnte daran liegen, dass es dort ähnlich aussah wie bei einem Antifa-Protest vor dem Messegelände, als dort die AfD-Wahlkampf-Auftaktveranstaltung stattfand (wobei die Messe Halle in der Vergangenheit auch Versammlungen anderer Parteien beherbergte). Damals versteckten sich exakt drei Personen hinter einem Transparent, eine vierte stand daneben.

So ähnlich sah es übrigens schon einmal beim „Protest“ gegen den Bürgerkongress 2024 in Stuttgart aus: Nach wochenlangem Trommeln im Internet und linken Medien erschienen etwas abseits der Stuttgarter Liederhalle etwa 20 Linksradikale unter Führung der örtlichen Linkspartei, um gegen das angeblich „rechte Vernetzungstreffen“ mit Transparenten zu wedeln. Das Häufchen blieb von den meisten Besuchern schlicht unbeachtet.

Genau dieses Szenario dürfte sich in Halle am kommenden Wochenende wiederholen.“

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/literatur-buchmesse-seitenwechsel-halle/

 

Während der Messe

 

"Seitenwechsel" Buchmesse & Antifa Gegendemo 8.11.25 Halle

https://www.youtube.com/watch?v=opQ6TRRyudQ

 

„Volle Messehallen, schrille Parolen draußen: Die erste „Seitenwechsel“-Buchmesse in Halle ist ein großer Erfolg. Während die Antifa draußen an den Zäunen lärmt, diskutieren in der Messe Autoren, Denker und Verleger über Freiheit, Medienmacht und kulturelle Selbstbehauptung und feiern ein Fest der geistigen Unabhängigkeit.

Halle an der Saale an einem Samstagmorgen im November. Vor der Messe stehen nicht etwa Leseratten, sondern die übliche Mischung aus „Aktivisten“ mit Trillerpfeifen, Schildern und Antifa-Fotografen. Ihr Auftrag: die Messegäste ablichten, einschüchtern, den Zugang erschweren, sie am liebsten ganz vom Besuch abhalten. Es hilft nichts: Die Besucher kommen in Scharen.

Roland Tichy fotografiert zurück, dabei kam es zu einem Handgemenge, er wird festgehalten und geschubst. Die Polizei muss eingreifen. Gegenseitige Anzeigen laufen. Willkommen in Deutschland: Wer hier 2025 eine Buchmesse besucht, riskiert Körperkontakt mit linksradikaler „Zivilgesellschaft“-Meinungswächterei.

In den Messehallen: gute Stimmung, Freude, großes Interesse, dichtes Gedränge, gespannte Erwartung, volle Säle. Schon am Vormittag drängen sich Besucher im Foyer. Während draußen linksradikale Chöre ihre Parolen in die Kälte schreien, reden drinnen Autoren, Verleger und Denker über Freiheit, Medien, Ausprägungen des radikalen und politischen Islam, Literatur.

Der Auftakt gelingt, trotz technischer Rückkopplungseffekte. Gastgeberin Susanne Dagen begrüßt das Publikum, der Saal applaudiert, das Mikro schweigt nach kurzem Pfeifen. Medienwissenschaftler Michael Meyen spricht von der neuen „Expertokratie“, einer Gesellschaft, die ihre Bürger durch Belehrung lenkt statt durch Argumente. Das Publikum hört zu, aufmerksam, aber nicht ehrfürchtig. Hier sitzen keine Follower, hier sitzen Leser – und auch die nicht immer mit denselben Ansichten.

In den kleineren Räumen herrscht Andrang bis zur Tür. Ralf Schuler von NIUS analysiert den Populismus. Draußen lärmt die Antifa – Schuler: „Auch das ist Populismus, nur ungebadet.“ In Halle 1 sorgt Fürstin Gloria von Thurn und Taxis für dichtes Gedränge. Sie präsentiert ihr Buch „Lieber unerhört als ungehört“, ein Titel, der an diesem Tag Programm ist. Ihr Satz bleibt hängen: „Wer links war, war streng – die Linken wurden durch die Macht verdorben.“ Der Applaus will nicht enden.

Einen Stock tiefer diskutiert Jurist Thomas Darsow über Islam und Grundgesetz. Kein theoretischer Exkurs, sondern die nüchterne Feststellung, dass das christlich geprägte Europa mit einer Religion konfrontiert ist, die den Gleichheitsgrundsatz fundamental infrage stellt. Auch hier ist der Raum gefüllt mit interessierten Zuhörern.

Derweil kämpft das Personal der Messekantine an der Bockwurstfront. 15 bis 20 Minuten Wartezeit. Die Stimmung bleibt gelassen. Bücher, Gespräche, Streitkultur – dafür ist man hier, nicht fürs Catering.

Roger Köppel, Chefredakteur der Weltwoche, ist auch in Halle zu Gast. „In Deutschland werden wieder Mauern gebaut“, sagt er. „Aber diesmal stehen Sie auf der richtigen Seite.“ Der Satz trägt weit über Halle hinaus.

Und schließlich als Überraschung ist Alexander Gauland da. Überraschend auf der Bühne, ruhig, lakonisch. Er spricht darüber, wie konservative Stimmen in Deutschland seit Jahren für jeden Verbesserungsvorschlag beschimpft werden. Das Publikum nickt, viele wissen genau, wovon er redet.

Die Antifa draußen? Leiser geworden. Ihre Parolen verhallen irgendwo zwischen Polizeiabsperrungen und Medienrummel. Youtuber wie „Weichreite“ oder „Schmidtkes Welt“ streamen die Protestchen draußen auf der Straße und vor der Halle. Sitzproteste einiger weniger, die nach dem Aus der Klimakleber ein neues Betätigungsfeld gefunden zu haben scheinen. Zwei spielen Karten. Ein vorbeilaufendes Messebesucherpaar ruft den vermummten, Multifunktionskleidung tragenden Aktivisten „Geht mal arbeiten!“ zu. Es rieche nach Cannabis, das morgens um 11 Uhr.

„Weichreite“ und „Schmidtkes Welt“ werden im Zuge ihrer Aufnahme immer wieder von linksradikalen NPCs massiv bedrängt und beschimpft. Argumente gibt es keine, auf offen interessierte Fragen der Livestreamer folgen Beleidigungen im Akkord. Da ist keine Substanz, nur hohle Parolen. Das ist dann auch der Zustand der Linken 2025. Skandiert wird „Nazis raus, Viva Palästina, Alerta Alerta Antifascista“. Was für ein linksradikales Potpourri.

Vor der Halle wird von den Gegendemonstranten „Die Internationale“ gesungen, gefolgt von „Drei rote Pfiffe“. Da demonstriert nun einmal nicht die Mitte der Gesellschaft, wie so gerne von etablierten Medien und der Politik verbreitet wird. Links und Linksaußen ist nicht die Mitte. Sitzprotestler fordern auf, Autofahrern ihre „Waffen“ (das Auto) wegzunehmen. Letzte-Generation-Parolen. Immer wieder wollen Antifas zur Buchmesse durchdringen, werden von aufmerksamen Polizisten aufgehalten. Sie wollen doch nur zur S-Bahn. Okay, man könne sie gerne dahin begleiten. Ah, ne, doch nicht? Sie drehen um, laufen zurück zur Straße. „Also doch nicht S-Bahn?“, ruft ein Polizist fragend hinterher. Keine Antwort. Alles bei „Schmidtkes Welt“ zu sehen.

Drinnen in der Halle ist die Stimmung weiter gut. Keine Opferhaltung, kein Trotz – vielmehr der Eindruck, dass sich ein kultureller Gegenentwurf formiert, der über Parolen längst hinaus ist. Hier wird ein Stück Öffentlichkeit zurückerobert. Ohne Subventionen, ohne Fördergeld, ohne Gesinnungsfilter. Nur mit Büchern, Argumenten und Menschen, die Lust haben, zu denken und zu debattieren.“

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/buchmesse-seitenwechsel-halle/

 

"Seitenwechsel" Buchmesse Halle 9.11.25

https://www.youtube.com/watch?v=tPc0-QcWiJ8

 

«Geistige Notwehr»: Verlegerin Susanne Dagen über den Sensationserfolg ihrer neuen Buchmesse

https://www.youtube.com/watch?v=Ttfa0DQL3OI

 

Nach der Messe

 

SeitenWechsel: Ein Überraschungssieg der freien Meinung | Roland Tichy zur Buchmesse

https://www.youtube.com/watch?v=iqrx5Zzsg6Q

 

„Die Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle war überlaufen – trotz aller Gegenkampagnen. Das stellt Medien vor ein Problem: Wie sollen sie berichten, ohne den Erfolg der Veranstaltung einzugestehen? Ein angeblich bürgerliches Blatt bietet ein Meisterstück der Manipulation.

Nach der Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle am vergangenen Wochenende sollten zunächst die Fakten sprechen: Mehr als 6.000 Besucher kamen zu dem Literaturfest, in der Messe drängten sich zeitweise so viele Besucher, dass die Organisatoren von Lese- und Diskussionsveranstaltungen Überfüllung meldeten. Zuweilen fanden Gäste nur auf dem Boden Platz. Als die Autorin Gloria von Thurn und Taxis ihr Buch „Lieber unerhört als ungehört“ signierte, reichte die Schlange der Leser durch die halbe Ausstellungshalle. Und ja: Auch am Kaffee- und Würstchen-Stand mussten sich Besucher etwas länger gedulden.

Das mit viel Medienunterunterstützung und mit Geld der staatlich finanzierten Amadeu-Antonio-Stiftung unterstützte linke Gegenfestival „Wir“ bekam auf seinen 35 Veranstaltungen an dem Buchmessewochenende gerade 1.500 Besucher zusammen, obwohl es sich bei etlichen Programmpunkten um Gratis-Angebote handelte. Und vor dem Messegelände versammelten sich gerade einige Dutzend linke bis linksextreme „Gegendemonstranten“. Was machten die berichtenden alten Medien, die wochenlang das „Wir“-Festival beworben und die Buchmesse als „rechtsextrem“ gerahmt hatten, nun aus dieser Datenlage?

Zum einen können sie das Ereignis nicht ignorieren, von dem ihrer Meinung nach Gefahr für ganz Deutschland ausgeht. Schließlich meldete die „Frankfurter Rundschau“ schon vorab: „Das Who’s who der rechtsextremen Bücherszene trifft sich an diesem Wochenende in Sachsen-Anhalt.“ Die von den Jusos betriebene Webseite „Endstation rechts“ kündigte an: „Im Begleitprogramm tummeln sich ebenso altbekannte Rechte wie Alexander Wendt, Hans-Georg Maaßen, Vera Lengsfeld, Ulrich Vosgerau, Roland Tichy, Gloria von Thurn und Taxis und andere.“

Andererseits sollen die Leser der Qualitätsblätter so wenig wie möglich über den Inhalt der Podiumsgespräche und über die gezeigten Bücher erfahren. Die „Süddeutsche“ stellt sich der Aufgabe, indem sie den Text zu einem großen Teil mit Schilderungen der langen Würstchenschlange füllt. Auch den Mangel an Papierhandtüchern auf der Herrentoilette vermerkt das Blatt ausführlich. So kann man Andrang auch beschreiben. „Die rechte Buchmesse ‚Seitenwechsel‘ in Halle gerät zum logistischen Durcheinander. Auch Überraschungsgast Alexander Gauland kann die Besucher nicht mit der langen Schlange vor dem Würstchenstand versöhnen“, heißt es in dem Text. Von dem, was Gloria von Thurn und Taxis aus der Bühne sagt, zitiert Autor Bernhard Heckler nur Bruchstücke. Dafür beschreibt er die Kleidung des Journalisten Alexander Kissler von Nius, der die Autorin interviewt: „Rotes Hemd, blaue Krawatte, grauer Anzug.“

Nach der Kleidung sortiert er auch das Publikum: „Typ Jurist (Segelschuhe, Chinos, gefütterte Weste)“, „der Typ Hippie-Impfgegner“, „Typ Elektrotechniker“, aber auch „flamboyante und attraktive Gestalten“. Etwas viel Aufwand, um zu sagen, was ja aber nicht so direkt gesagt werden soll: ganz normales Messepublikum. In dieser Menge fiel der Journalist der ZEIT vermutlich etwas auf, der offenbar etwas anderes erwartet hatte: „Normalerweise denkt man vor einem Messebesuch nicht über seine Kleidung nach. Am Wochenende nun war ich auf der Buchmesse ‚Seitenwechsel‘ in Halle an der Saale. Ich ziehe eine grüne Bomberjacke an und eine Fred-Perry-Beanie.“ Er dürfte fast der einzige mit dieser Kluft gewesen sein.

Der „Tagesspiegel“ erlebte die Buchmesse so, „als hätte Hieronymus Bosch ein Wimmelbild der extremen Rechten gemalt“. MDR info, gewissermaßen der öffentlich-rechtliche Heimatsender, schickte seinen freien Mitarbeiter Thomas Datt auf die Messe, der seinen Eindruck so schilderte: „Szenetypische Kleidung war laut Datt eher die Ausnahme. Den Einschätzungen des Journalisten zufolge besuchten auffällig viele Frauen die Veranstaltung, mehr als bei herkömmlichen Szenetreffs oder Demonstrationen. Datts Fazit: ‚Rechtsextreme fühlten sich sicher. Für sie war es wie ein Heimspiel – nur, dass das Publikum nicht mehr nur aus ihren Kameraden bestand, sondern auch aus mittelalten, konservativen Ehepaaren.“ Wobei ungeklärt blieb, ob er den ZEIT-Kollegen in der Bomberjacke womöglich für einen szenetypischen Rechtsextremisten hielt.

Der einzige einigermaßen unvoreingenommene und beschreibende Artikel im Spektrum der herkömmlichen Medien erschien auf WELT online. Dort schrieb Autor Marc Reichwein: „Am Samstagmittag rockt Fürstin Gloria von Thurn und Taxis die Hauptbühne, vor der sich rund 200 Zuschauer versammelt haben, um Sätze wie ‚Die Linken schädigen unser Land‘ mit tosendem Applaus zu belohnen. Unlängst hat die Fürstin das Buch ‚Lieber unerhört als ungehört‘ veröffentlicht, und der Titel klingt wie ein Lebensgefühl, das Tausende Messegäste mitgebracht haben. ‚So viele Leute, das können sie ja nicht mehr leugnen‘, sagt eine Besucherin, und wer immer ‚sie‘ sein sollen – es klingt nach Genugtuung. Es kündet von der Erfahrung, sich von der öffentlichen und veröffentlichten Meinung nicht mehr hinreichend repräsentiert zu fühlen.“ Und: „Wer mit Besuchern spricht, sei es in der Catering-Schlange oder am S-Bahnsteig, bekommt mehr als einmal zu hören, dass viele Anwesende von den öffentlich-rechtlichen Medien enttäuscht sind, von der Politik, von tonangebenden linken Milieus, die Deutschland bis in die Ämter hinein beherrschen. Auch davon, dass viele Medien bestimmte Themen seit Jahren ungenügend adressieren.“

Das exakte Gegenteil dazu servierte FAZ-Autorin Julia Encke, eng verbandelt mit der Frankfurter Buchmesse. Sie war 2010 Vorsitzende der Jury des Deutschen Buchpreises; die Preisverleihung findet traditionell zur Frankfurter Buchmesse statt. Sie moderiert OPEN BOOKS, dem städtischen Lesefest zur Frankfurter Buchmesse oder tritt als Moderatorin/Panel-Gast auf; sogar die Eröffnung des Bistros bedarf ihrer goldenen Worte. Aber das erfahren die Leser der „Zeitung für Deutschland“ nicht.  Stattdessen bekommen sie ein bemerkenswertes Stück Meinungsmanipulation durch Weglassen geboten. Die Journalistin saß offenbar im Publikum des Podiumsgesprächs am Sonntagvormittag zwischen dem deutsch-schweizerischen Schriftsteller Thor Kunkel („Endstufe“) und dem Autor („Verachtung nach unten“) und TE-Journalisten Alexander Wendt. Beide sprachen über ihre Erinnerungen an den Mauerfall 1989. Encke zitiert Wendt ganz kurz mit den Worten, die Strukturen der Meinungslenkung seien heute im Gegensatz zur DDR „dezentraler“, lässt aber weg, welche Strukturen er überhaupt anspricht: die sogenannten „Meldestellen“ und staatlich finanzierte Plattformen wie die Amadeu-Antonio-Stiftung.

Was Wendt danach sagt, kommt in ihrem Text gar nicht vor, nämlich: „Was die Bürgerlichen der Gesellschaft jetzt anbieten können, das ist: Normalität. Ein Diskussionsklima, in dem es wieder als normal gilt, dass es Rechte, Linke und alle Meinungsschattierungen dazwischen gibt.“ Warum diese Worte fehlen, zeigt sich gleich. Stattdessen schneidet sie zwei Sätze Kunkels aus dem Gespräch: „Nach dieser Messe werden wir die Linken alle wegfegen, dahin, wo sie hingehören, auf den Müllhaufen der Geschichte“, außerdem seine Bemerkung zur Forderung nach einem AfD-Verbot, die Linken „würden gar nicht daran denken, dass in naher Zukunft vielleicht sie verboten werden“. Er dreht also die „Gegen-rechts“- Kampagne rhetorisch einmal um.

Genau aus dieser Passage verfertigt sie ihr Urteil über die gesamte Veranstaltung der beiden Tage: „So ist diese Büchermesse ‚Seitenwechsel‘ vor allem eins: ein organisierter Angriff auf den Rechtsstaat unter dem Vorwand der Kultur.“ Der ‚Kampf gegen rechts“ und der Ruf nach einem AfD-Verbot gehört für die FAZ offenbar zu „unserer Demokratie“, aber schon das bloße Gedankenspiel eines Schriftstellers, diese Maßnahmen könnten sich in Zukunft vielleicht auch gegen das Linksspektrum richten, machen in den Augen der Autorin die gesamte Messe offenbar zu einer verfassungsfeindlichen Bewegung. Besser hätte sie Meinungsverengung des Kulturbetriebs gar nicht dokumentieren können, die überhaupt zur Gründung von „Seitenwechsel“ führte.“

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/wie-die-faz-aus-einem-literaturfest-eine-staatsbedrohung-macht/

 

Susanne Dagen im Interview: Warum vermummte Demonstranten ihre Messe stoppen wollten

https://www.youtube.com/watch?v=gUZ6jUtydHg

 

Für Meinungsfreiheit

 

Der politisch-mediale Komplex hat die Buchmesse in Halle weitest gehend als „rechts“ oder „rechtsextrem“ oder beides bezeichnet. Bei halbwegs gutem Willen kam noch das Wort „konservativ“ vor wie bei „ttt – titel thesen temperamente“: „In Halle startete eine Buchmesse konservativer und rechtsextremer Verlage wie Antaois mit Gästen wie Uwe Tellkamp …“

https://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/kulturkampf-in-halle-wir-festival-vs-rechte-buchmesse/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3R0dCAtIHRpdGVsIHRoZXNlbiB0ZW1wZXJhbWVudGUvOWYyZmUyZGQtMTVkMS00MzE1LThkNTEtZjZhNjFhYTk2N2I2

 

Als „rechts“ werden mittlerweile alle bezeichnet, die nicht Fan der aktuellen Bundes-Regierung sind. Auch gestandene Kommunisten müssen sich als „rechts“ bezeichnen lassen.

Geladen waren nicht „Rechte“, sondern kritische Geister – darunter der linke Ahriman-Verlag, der seit Jahrzehnten von Pseudo-Linken drangsaliert wird. Offensichtlich sind der Verlag und seine Autoren wichtig und haben etwas zu sagen.

Der Verlag wird vom politisch-medialen Komplex üblicherweise totgeschwiegen. Wenn mal doch ein Wort darüber fällt, dann wird er übelst beschimpft.

Beim MDR wird er zwar als „dubios“ bezeichnet, lässt aber im eingebetteten Video Beate Skalée zu Wort kommen: „Zu vielen Verlagen, die hier auf der Messe sind, haben wir ein diametral entgegengesetztes Programm. Aber eine Sache eint uns hier alle - und das ist der Einsatz für die Meinungsfreiheit, so wie sie in unserem Grundgesetz festgeschrieben ist“.

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/halle/buchmesse-seitenwechsel-demo-festival-bilanz-kultur-news-100.html

 

Fritz Erik Hoevels in seinem Vortrag „Das Selbstmißverständnis der Neuen Rechten“: „… Vor allen Dingen, aber muss ich, das ist mir ein echtes Bedürfnis, dem außerordentlichen Mut der Veranstalterin, der Buchhändlerin Susanne Dagen aussprechen. Ich bin ganz erschüttert, wie ein einzelner Mensch gegenüber einem solchen staatlichen Druck und einer solchen Pogrom-Hetze standhalten kann.

Und damit sind wir auch in gewisser Weise gleich beim Thema. Worum es geht, bevor irgendetwas Sachliches zur Sprache kommen kann, ist ja, dass es überhaupt zur Sprache kommen kann, also die Meinungsfreiheit. Und dass es nötig wird, eine zensurfreie Buchmesse neben die staatlich gelenkten zu setzen, zeigt ja schon einen ausgesprochenen Verfall, sagen wir mal auch nur des Gespenstes, des Schimmers, des Schattens von Verfassung, den wir in einem erweiterten Westdeutschland noch haben.“

 

https://www.youtube.com/watch?v=jNIM84tS0R4

 

Gerne zitiert der Wurm noch mal die anfangs aufgeführte Aussage des Verlages:

Alle quatschen von Pluralismus (oder taten das jedenfalls ausdauernd bis vor kurzem). Es gab ihn aber erst wieder - und nur! - auf der bevormundungsfreien Buchmesse von Halle, deren Existenz wir der schier unglaublichen Zivilcourage der örtlichen Buchhändlerin Susanne Dagen verdanken. Draußen herrschte stattdessen das bedrohliche Geröhr und die Hetze eines von US-Milliardären und deren Satellitenregierungen gesponserten Haufens strafloser Plakatabreißer und Verleumder, heimtückischer Denunzianten und von Staat und Unisono-Presse verhetzter Jugendlicher, sozusagen der "Singularismus". Dagegen müssen selbst abwegige Meinungen in einem Volks- statt Obrigkeitsstaat ein angstfreies Forum kriegen, damit sich in freier Diskussion herausstellen kann, ob sie wirklich abwegig sind - anders geht es ja nicht, am wenigsten per Dogma und Gewalt. Vielen Dank an die mutigen Veranstalter, daß der neototalitäre Singularismus wieder ein winziges Loch kriegen konnte!

AHRIMAN-Verlag

https://www.messe-seitenwechsel.de/stimmen-zur-messe

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider | 15.11.

Es ist ein gutes Land! - Im neuen Wochenkommentar geht es diesmal um das niederträchtige Regierungs-Bashing, um den Rücktritt des WKO-Präsidenten und um erfreuliche Nachrichten aus aller Welt.

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa6azytctqetlpnxik8y/

 

Unsere Demokratie

https://www.youtube.com/watch?v=hwqHHlpAvAs

 

Simone Solga: Sadomaso mit Merz | Folge 191

https://www.youtube.com/watch?v=qCQnAwNU33E

 

Buchmesse Halle, Frau Dagen spricht Klartext! / Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 208

https://www.youtube.com/watch?v=IjfEeZ7p0AM

 

HallMack  Aktuelle Kamera 173 - ANTIFA als Terrororganisation

https://www.frei3.de/post/10119340-5f42-4b39-9e7e-88783ced04b7

 

Ex - Ermittler fordert Abschiebungen !!#Kriminalstatistik

https://www.youtube.com/watch?v=USho5ZKXB5g

 

Die Antifanten wollen Gießen verhindern !#generationdeutschland

https://www.youtube.com/watch?v=zKu7fA9mwRg

 

Markus Wendehals Söder rastet aus !!#putin #russland

https://www.youtube.com/watch?v=tQp7OFquRa8