Ministerium der Wahrheit

Bastian Barucker: „Mein Gast Norbert Häring ist einer der bekanntesten freien und regierungskritischen Journalisten Deutschlands. In seinem neuen, sehr umfangreichen und sorgfältig recherchierten Buch beschäftigt er sich mit dem sogenannten «Wahrheitskomplex». Dabei handelt es sich laut Verlagsbeschreibung um «ein größtenteils staatlich finanziertes, zentral gesteuertes und digital hochgerüstetes Netzwerk, das das tut, was der demokratische Staat selbst nicht darf: Zensur, Propaganda, Diffamierung und politische Einflussnahme». Dieser global vernetzte und mit dem Militär verbundene Apparat hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Wahrheit zu bestimmen und abweichende Interpretationen der Realität zu bekämpfen oder zum Schweigen zu bringen. Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Rechts, Desinformation, Wahlbeeinflussung oder Hass und Hetze arbeitet er daran, regierungskritische Stimmen aus dem Debattenraum zu entfernen. Von Kontokündigungen, Framingversuchen und tendenziösen Faktencheckern über Shadowbanning und Online-Zensur bis hin zu existenzbedrohenden EU-Sanktionen gegenüber freien Journalisten umfasst das Instrumentarium dieser hybriden Kriegsführung etliche wirksame Werkzeuge im Kampf um die Köpfe der Menschen. Häring formuliert diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit als These so: «Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert, beeinflusst oder reguliert – mit dem gleichen verfassungswidrigen Ergebnis, dass Kritik am Regierungshandeln unterdrückt wird.»

Auf dem Spiel steht einer der wichtigsten Grundpfeiler eines freiheitlichen und demokratischen Zusammenlebens: die im Grundgesetz verankerte und vom Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung hochgehaltene Meinungsfreiheit. Insbesondere bei globalen geopolitischen und mit dem militärisch-industriellen Komplex verknüpften Agendapunkten wird diese massiv eingeschränkt, wenn der Wahrheitskomplex auf der Klaviatur seines Instrumentariums zu spielen beginnt. Die Macht dieses Apparats ist spätestens seit dem Kampf um die Deutungshoheit der Verhältnismäßigkeit der Pandemiepolitik offensichtlich geworden.

Die Akteure der kognitiven Kriegsführung, die die von den Herrschenden vorbestimmte «Wahrheit» an die Bürger bringen sollen, reichen von den Vereinten Nationen über die Russische Föderation, die NATO und die Europäische Union. Laut den Recherchen von Norbert Häring spielte Deutschland dabei für den europäischen Raum seit 2014 eine Vorreiterrolle. 

Unter anderem bespreche ich mit ihm, welche Verknüpfungen der Wahrheitskomplex zum Militär hat, inwiefern die Pandemiepolitik mehrheitlich eine Militäroperation war und wie dieser Komplex, der die Meinungsfreiheit gefährdet, abgewickelt werden könnte.

Kapitel:

00:00 Hybride Kriegsführung gegen die eigenen Bürger

02:35 Atlantic Council & „Feindeslisten“ in Europa

05:30 Warum sich Menschen nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen

09:35 Shadow Banning & Methoden der unsichtbaren Zensur

11:55 Faktenchecker: Das inoffizielle „Wahrheitsministerium“

18:55 Finanzierung von Korrektiv & Staatsgelder

21:45 „Astroturfing“: Inszenierte Bewegungen von oben

28:30 Militärische Wurzeln: NATO & StratCom beim Fact-Checking

38:10 Existenzvernichtung kritischer Journalisten durch die EU

44:15 Vom NetzDG zum Digital Services Act (DSA)

53:55 UN & WHO: „We own the Science“

59:05 Corona-Politik als Militäroperation?

01:06:45 Geheime „Resilienzziele“ der NATO

01:18:20 Das „DISARM“-Framework zur Zensur-Koordination

01:21:20 Fazit: Appell zur eigenen Recherche“

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=aAGEnHaArsw

 

 

„Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen“

 

Begleitseite zum Buch

https://norberthaering.de/wahrheitskomplex/

 

Porträts wichtiger Organisationen des Wahrheitskomplexes

 

„Eine Ergänzungsseite zum Buch Der Wahrheitskomplex

Hinweis: Einige Organisationen, die im Buch erschöpfend behandelt werden, wie z.B. die Amadeu Antonio Stiftung und das International Fact-Checking Network, sind hier nicht porträtiert. Wer bei den wichtigsten Organisationen des Wahrheitskomplex anfangen möchte, sich zu informieren, dem seien EDMO in Verbindung mit EFCSN, der Atlantic Council und das ISD empfohlen. Letzteres hat nicht ohne Grund das mit Abstand längste Porträt.

Alliance4Europe (A4E)

Atlantic Council

CASM Technology

Climate Action Against Disinformation (CAAD): siehe ISD

Conscious Advertising Network (CAN)

Correctiv

Covering Climate Now (CCNow)

Digital Forensic Research Lab (DFRLab)

Democracy Reporting International (DRI)

Digital Policy Lab (DPL) beim ISD

European Digital Media Observatory (EDMO)

European Fact-Checking Standards Network (EFCSN)

German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO)

Global Disinformation Index (GDI)

HateAid

Institute for Strategic Dialogue (ISD)

Meldestelle REspect! im Netz

NewsGuard

Science Media Center (SMC)

SOMA“ 

https://norberthaering.de/spinnen-im-netz/

 

„Hier präsentiere ich eine Leseprobe zum Aufbau des deutschen Wahrheitskomplexes. Im Buch erfahren Sie auch, wie nach diesem Vorbild der europäische Wahrheitskomplex aufgebaut wurde und welche Rolle der militärisch-geheimdienstliche Sektor der USA dabei spielte.

„Deutschland war in Europa beim Aufbau des Wahrheitskomplexes und dessen rechtlicher Unterfütterung ein Vorreiter. Es begann bereits 2014, auch wenn das damals nicht erkennbar war. Aus dem Umfeld der SPD heraus gründete sich das Recherchekollektiv Correctiv*, das sich zu einem wichtigen Pfeiler des staatsnahen Wahrheitskomplexes entwickeln sollte. Im gleichen Jahr setzte die Merkel-Regierung das Förderprogramm »Demokratie Leben!« auf. Aus diesem wurde ab 2015 mit steil ansteigenden Summen »zivilgesellschaftliches Engagement« gefördert. Ein großer Teil davon ging und geht an NGOs des Wahrheitskomplexes.

Im September 2015 vereinbarte der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nach einem Gespräch mit Facebook-Vertretern in Berlin die Gründung einer Arbeitsgruppe (Taskforce) gegen Hassbotschaften. Wichtigste Teilnehmerin aus der sogenannten Zivilgesellschaft war die Amadeu Antonio Stiftung (AAS). Diese wurde 1998 von Anetta Kahane gegründet, einer langjährigen informellen Mitarbeiterin der Staatssicherheit der DDR. Die Stiftung engagiert sich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit. Im Stiftungsrat sitzt unter anderem der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, außerdem ein aktiver Politiker der SPD und zwei ehemalige von Grünen und FDP.

Anlass der Taskforce-Gründung waren Proteste gegen die tolerierte Masseneinwanderung. Die AAS hatte offenkundig die Vorarbeit für Maas geleistet. Sie veröffentlichte im Monat vor Bekanntgabe der Arbeitsgruppe eine Broschüre über den Umgang mit »Hate Speech« im Internet, mit einem Geleitwort des Justizministers, in dem er die AAS dafür lobt, dass sie Strategien und Handlungsempfehlungen anbietet. Weil diese Arbeitsgruppe gegen Hass den Auftakt einer Kampagne darstellte, die in das Netzwerkdurchsetzungsgesetz und dessen Nachfolger, den Digital Services Act, münden sollte, wollen wir uns die AAS und ihr Verständnis von »Hassrede« näher anschauen.

AAS-Gründerin Anetta Kahane vertrat auf einer Pressekonferenz im November 2020 die These, »weil der Antisemitismus selbst die älteste Verschwörungstheorie überhaupt ist«, seien »Verschwörungstheorien immer antisemitisch, selbst wenn sie sich mit Bill Gates beschäftigen“. Diese Argumentation widerspricht zwar den Gesetzen der Logik. Das hinderte aber weder Kahane noch den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, daran, diese Unlogik auf die Corona-Maßnahmen-Proteste anzuwenden. Klein bezeichnete den Antisemitismus als zentrales Bindeglied ganz unterschiedlicher Milieus, die gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gingen. Kahane forderte, der Verfassungsschutz müsse sich mit der Corona-Bewegung befassen, in der sich Antisemitismus in neuer und gefährlicher Weise verdichte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz übernahm Kahanes eigenwillige Antisemitismusdefinition, wie wir später noch sehen werden.

Mit seiner Forderung nach Berichten mit konkreten Zahlen zu gemeldeten und gelöschten Inhalten setzte sich Maas ebenso wenig durch wie mit der Forderung, die Plattformen müssten gemeldete Inhalte mehrheitlich innerhalb von 24 Stunden prüfen oder der Forderung nach eigenen Löschteams in Deutschland. Mehr Erfolg als Maas hatten wenig später das Institute for Strategic Dialogue* (ISD) und die AAS. Das ISD verkündete im Januar 2016 gemeinsam mit Facebook die Gründung der Initiative für Zivilcourage Online. (…) Im Rahmen dieser Initiative willigte Facebook doch noch in Maas’ Forderung ein, in Deutschland ein eigenes Team für die Löschung von Inhalten aufzustellen.

Die Namen der an der Initiative teilnehmenden NGOs wurden vom ISD nicht offengelegt. Es ist allerdings bekannt, dass die AAS teilnahm. Die NGOs bekamen kostenlose Werbeplätze von Facebook für Gegenrede-Kampagnen und kostenlose Beratung zu deren Gestaltung. Wichtiger wohl: Sie bekamen vom ISD »Berichte mit tiefgehenden, datengetriebenen Einsichten in die stetig sich verändernde Landschaft der extremistischen Propaganda, Narrative und Netzwerke«. Auch bei der Vernetzung der Organisationen des entstehenden Wahrheitskomplexes und seinen »Aktivisten« war die Initiative tätig. (…) Die NGOs des Wahrheitskomplexes wurden also von Anfang an von einer regierungs- und geheimdienstnahen Organisation zur Extremismusbekämpfung geschult, vernetzt und gefördert, unter tätiger Mithilfe einer großzügig mit Steuergeld geförderten und eng mit dem Justizminister zusammenarbeitenden NGO, die von einem Landesverfassungsschutzpräsidenten kontrolliert wird.

Ende 2016 machte sich Maas an die Arbeit für eine andere Pionierleistung: das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Im Juni 2017 wurde das Gesetz von der schwarz-roten Regierungskoalition beschlossen. Es war der Eisbrecher und das Vorbild für den europäischen Digital Services Act (DSA), der das NetzDG mit seinem Inkrafttreten im Februar 2024 ersetzen sollte.

Das NetzDG verlangte von den digitalen Medienplattformen »offensichtlich rechtswidrige« Inhalte nach Hinweisen innerhalb von 24 Stunden zu löschen. Bei nicht offensichtlich rechtswidrigen Inhalten bekamen die Plattformen sieben Tage Zeit, eine Entscheidung zu fällen. Nach den bis dahin geltenden rechtsstaatlichen Gepflogenheiten hatte solche Entscheidungen in nicht eindeutigen und nicht eilbedürftigen Fällen ein Richter zu fällen. Die Plattformen mussten nun selbst abwägen, ob bei einer Äußerung die Meinungsfreiheit oder andere Belange überwogen. Dabei machte die im Entwurf enthaltene Berichtspflicht mit ihren Formulierungen deutlich, dass möglichst häufiges und möglichst schnelles Löschen und Sperren erwartet wurde. (…)

Im Januar 2017 verkündete Facebook, dass die dafür von Correctiv geschaffene Faktencheckergruppe Echtjetzt künftig für die Plattform Fakten checken werde. Echtjetzt wurde bald in »Correctiv-Faktencheck« umbenannt. Der frühere Correctiv-Redakteur Schlange macht in seinem Buch über Correctiv deutlich, dass die Politik, in Person des SPD-Justizministers Heiko Maas, bei diesem Abschluss geholfen hat. Er zitiert Spiegel Online mit der Feststellung, die Bundesregierung habe mit empfindlichen Bußgeldern gedroht, wenn Facebook nicht entschieden gegen Desinformation vorgehe, gefolgt von der Aussage: »Und so wird die Bundesrepublik jetzt nach ersten Kooperationen in den USA beim Fact-Checking das zweite Land, in dem eine Partnerschaft gegen Fake News ins Leben gerufen wird.«

Nicht nur mit der Partei von Justizminister Maas, sondern auch mit Facebooks Partnern bei der Initiative für Zivilcourage Online, Amadeu Antonio Stiftung und Institute for Strategic Dialogue, hatte Correctiv über personelle Verflechtungen gute Kontakte. Zum anfänglich fünfköpfigen Team von Correctiv gehörte Karolin Schwarz. Sie ist Mitautorin des »Monitoringberichts 2015/16« der AAS über »Rechtsextreme und menschenverachtende Phänomene im Social Web« und arbeitete außerdem als Beraterin des ISD. Miro Dittrich war 2017 Mitglied eines gemeinsamen Faktenprüfer-Teams von Correctiv und der britischen NGO First Draft zur Bundestagswahl sowie Teil eines Wahlbeobachtungsteams des ISD zur Europawahl im Jahr 2019. Er ist außerdem Autor zweier AAS-Monitoringberichte zu Rechten im Netz. Und Correctiv-Chef David Schraven höchstselbst organisierte mit dem damaligen Programmleiter und heutigen Ko-Chef der AAS, Timo Reinfrank, mehrere gemeinsame Veranstaltungen.

Das Selbstverständnis und die Rolle von Correctiv beschreibt Bastian Schlange in seinem Buch folgendermaßen:

»Im Kampf gegen Desinformation ist es wichtig, dass sich die etablierten Medien als Einheit verstehen, als Schutzwall, um gemeinsam dem Angriff durch Fake News zu begegnen. Die andere Seite macht es genauso.«

Correctiv versteht sich also als Krieger im Narrativ-Kampf mit einer (rechten) Gegenseite und will, dass die gesamte etablierte Presse in diesem Kampf eine gemeinsame Weltsicht mit gemeinsamen Wahrheiten vertritt.

Seit 2019 kooperiert Correctiv auch mit der ebenfalls von Facebook angeheuerten Nachrichtenagentur dpa, die sich ein 30-köpfiges Faktenchecker-Team leistet. Von dpa bezieht die Mehrheit der deutschen Presseorgane ihre Nachrichten. Seit 2020 ist auch die international einflussreiche Nachrichtenagentur AFP mit dabei. Durch die Einbeziehung der Nachrichtenagenturen kam die von Schlange propagierte Bildung einer Einheitsfront der Mainstream-Medien gegen »schädliche Narrative« weit voran. (…)

Gleichzeitig mit dem Faktenchecker-Team von Correctiv ging Anfang 2017 auch der ARD-Faktenfinder beim NDR an den Start. (…) Wie im Falle von Correctiv existieren auch bei den Gründungsmitgliedern des ARD-Faktenfinders enge Verbindungen zur AAS. Gründungschef war Patrick Gensing, der nebenbei als freier Mitarbeiter für die Stiftung tätig war. Seit seinem Ausscheiden beim Faktenfinder schreibt er für die von der AAS herausgegebene Publikation Belltower News. Carla Reveland, die ebenfalls 2017 als freie Mitarbeiterin für die AAS tätig war, arbeitete zunächst als freie Autorin für den Faktenfinder, ab September 2022 dann als feste Redakteurin. 2017 verfasste sie für den NDR einen Artikel über den Monitoringbericht der AAS, ohne ihre Verbindung zur Stiftung zu erwähnen.

Wir können also die Entstehungsphase des Wahrheitskomplexes in Deutschland folgendermaßen zusammenfassen: Ein SPD-Justizminister arbeitete ab 2015 zusammen mit der staatsnahen und staatlich alimentierten Amadeu Antonio Stiftung und dem geheimdienstnahen Institute for Strategic Dialogue daran, die digitalen Medienplattformen zur Moderation von Inhalten mithilfe von externen Faktencheckern zu bewegen. Aus ihrem Umfeld wurden die beiden ersten Faktencheck-Organisationen, Correctiv und der ARD-Faktenfinder, aufgebaut und personell bestückt.

Die Bundesregierung zeigte sich nicht nur ihren deutschen Kooperationspartnern AAS und Correctiv gegenüber großzügig, sondern auch gegenüber dem Institute for Strategic Dialogue. Mit Geld vom Auswärtigen Amt gründete das ISD 2020 das Digital Policy Lab* (DPL). In dieser Arbeitsgruppe koordinieren hochrangige Vertreter von Ministerien und Regulierungsbehörden verschiedener Länder »den regulatorischen und politischen Weg zur Bekämpfung von Desinformation, Hassrede, Extremismus und Terrorismus im Internet.« (…) Die Absicht hinter der Gründung des DPL beschrieb im April 2021 Heiko Maas, der mittlerweile zum Außenminister aufgestiegen war. Er kündigte im Handelsblatt an, er wolle gemeinsam mit der US-Regierung an der Kontrolle und Lenkung der sozialen Medien arbeiten. Im Digital Policy Lab sei man der Meinung, dass »staatliche Regulierung in die Algorithmen eingreifen muss, die entscheiden, welche Inhalte Nutzer präsentiert bekommen«. Der angestrebten gemeinsamen Regulierungsagenda zufolge sollte nicht mehr nur nachträglich die Legalität von Nutzerbeiträgen überprüft werden. Vielmehr sollte durch Anpassung der Algorithmen dafür gesorgt werden, dass die Nutzer von vornherein nur »verlässliche« Informationen zu sehen bekommen. Facebook erklärte seine Unterstützung für die staatliche Regulierung – allerdings sollte diese »nicht allzu stark in das Geschäftsmodell der Onlinenetzwerke eingreifen«.

Den Erfolg dieses Koordinierungsgremiums besichtigen wir heute tagtäglich. Kritische Beiträge, die bestimmte Schlüsselworte enthalten, werden von den Plattformen ausgebremst oder gelöscht. Auf Suchanfragen zu politisch relevanten Themen bekommt man fast nur noch Beiträge der Mainstream-Medien angeboten. Um kritische Beiträge unabhängiger Medien zu finden, muss man schon sehr genau wissen, wonach man sucht.““

https://norberthaering.de/buchtipps/wahrheitskonplex-leseprobe/

 

Besprechungen zum Buch

 

„Zu meinem Buch „Der Wahrheitskomplex“ gibt es eine Woche nach Erscheinen viele Rezensionen in alternativen Medien und einige schriftliche Interviews und Gespräche auf Video. Mit Ausnahme von Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen hat bisher kein einziges Medium des Mainstream Interesse am Thema Meinungsfreiheit und Meinungsunterdrückung gezeigt. Wirklich überraschend ist das nicht.

Man muss sich nur vor Augen führen, mit welch dröhnendem Schweigen die deutschen Journalistenverbände DJV und dju in verdi und ihre internationalen Pendants wie Reporter ohne Grenzen und andere die EU-Sanktionen gegen den unbotmäßigen deutschen Journalisten Hüseyin Dogru quittieren, um zu ahnen, dass Zensur und Meinungsmanipulation kein akzeptables Thema für den Mainstream-Journalismus ist. In „Der Wahrheitskomplex“ zeige ich, dass diese brachiale Meinungsunterdrückung nur der vorläufige Höhepunkt einer systematisch vorangetriebenen Entwicklung hin zu einem öffentlich-privaten Regime ist, das Kritik an Bundesregierung, EU und NATO als staatsfeindliche Subversion bekämpft. Zugegeben: Kein leichter Tobak.

Ich bin aber zuversichtlich, dass das Buch so große Verbreitung finden wird, dass auch der Medienmainstream nicht umhin kommen wird, es wenigstens zu kritisieren …“

https://norberthaering.de/propaganda-zensur/wahrheitskomplex-resonanz/

 

„In der Berliner Zeitung hat der wegen schädlicher Ansichten gecancelte, langjährige ARD-Redakteur Ole Skambraks mein aktuelles Buch „Der Wahrheitskomplex“ besprochen. Er stellt einerseits in den Vordergrund, dass „der edel scheinende Kampf“ gegen „Desinformation“, „Hass“ und „Fake News“ nach meiner Analyse ein militärisch-geheimdienstliches Projekt ist, das die Demokratie gefährdet, die es vorgibt, zu schützen, andererseits meine Vorschläge für eine Gegenbewegung.

Als Appetithappen aus der ausführlichen Buchrezension (Bezahlschranke) will ich einen Abschnitt zu meinen Vorschlägen zitieren, wie wir zu einer freiheitlichen Gesellschaft zurückfinden können:

„Häring liefert zahlreiche Vorschläge für eine Rückabwicklung des Wahrheitskomplexes. Seine umfangreiche Maßnahmenliste hätte zwar das Zeug, einer inhaltsleeren FDP wieder politische Kontur zu verschaffen, doch aktuell scheint keine große Partei dafür Interesse zu entwickeln. Das Abschaffen von Gesetzen oder die Auflösung von NGOs werden wir im ausreichenden Maßstab nicht sehen. (…) Das Ende des Wahrheitskomplexes müsse im Inneren jedes Einzelnen beginnen, im Widerstand gegen die Militarisierung aller Bereiche der Gesellschaft. Der Autor entwirft eine Vision, die radikal einfach klingt, doch schwer umzusetzen ist. Wir sollten aufhören, unsere Mitmenschen als Feinde zu sehen und lernen, sie als Andersdenkende zu akzeptieren: „Sobald die Linken regelmäßig für die Meinungsfreiheit der Rechten eintreten und die Rechten für die Meinungsfreiheit der Linken, ist der Wahrheitskomplex am Ende.“ Der Autor erinnert uns daran, dass der Wahrheitskomplex nur dann funktioniert, wenn wir uns gegenseitig bekämpfen. Wenn wir uns in unsere ideologischen Blasen zurückziehen und jeden, der anders denkt, als Verräter oder Feind brandmarken. Genau das ist die Strategie der Mächtigen: „Teile und herrsche“.“

Ole Skambraks war insgesamt 12 Jahre als Redakteur und redaktioneller Mitarbeiter für den MDR, WDR und SWR tätig. In einem offenen Brief kritisierte er 2021 die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Daraufhin wurde ihm vom SWR fristlos gekündigt. Er ist Mitgründer der Initiative „Meinungsvielfalt.Jetzt“ und setzt sich für eine Renaissance des Journalismus ein.“

https://norberthaering.de/buchtipps/skambraks-rezensiert-wahrheitskomplex/

 

Maike Gosch: „Norbert Häring hat mit seinem neuesten Buch „Der Wahrheitskomplex – Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen“ einen umfassenden Überblick über die Akteure, Logiken und Verstrickungen eines Netzes aus NGOs, Regierungsstellen, journalistischen und anderen Akteuren vorgelegt, die im staatlichen Auftrag Zensur ausüben und sich dabei hinter der Bezeichnung „Zivilgesellschaft“ verstecken. Er zeichnet die Entwicklung seit etwa 2014 nach und – besonders wertvoll – erklärt die Querverbindungen zu Militär und Geheimdiensten.

Nach einer Allensbach-Umfrage, die Norbert Häring auch in seinem Buch zitiert, glauben nur noch 46 Prozent der Deutschen, dass man in Deutschland seine politische Meinung frei äußern könne. 1990 waren es immerhin noch 77 Prozent. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Bei den NachDenkSeiten haben wir uns in den letzten Jahren schon ausführlich mit diesem Thema beschäftigt (siehe hierzu unten die Links bei „Mehr zum Thema“). Jetzt hat der Journalist und Autor Norbert Häring diesem Thema in seinem Buch eine sehr ausführliche und ungeheuer spannende Untersuchung und Analyse gewidmet.

Das Buch liest sich trotz des dichten und komplexen Inhalts sehr flüssig. Man merkt die journalistische Erfahrung des Autors auf jeder Seite. Es ist dabei klar, klug und gut strukturiert. Norbert Häring ist promovierter Ökonom und arbeitete als Wirtschaftsjournalist für die Börsen-Zeitung, die Financial Times Deutschland und das Handelsblatt. Er betreibt auch den erfolgreichen Blog „Geld und mehr”. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Endspiel des Kapitalismus”, welches ein Spiegel-Bestseller wurde. Seine Erfahrung und sein Können, fachlich komplexe Sachverhalte einfach und anschaulich zu erklären, sind dem gesamten Buch anzumerken.

Schon die Einführung ist ein Lesegenuss. Es tut richtig gut, Härings Sätze zu lesen. Denn er nutzt klare Begrifflichkeiten aus der „alten Welt“ vor der Orwell‘schen Sprachverwirrung und Umdeutung der Begriffe, die seit einigen Jahren in den öffentlichen Diskurs über Meinungsfreiheit und sogenannte Desinformation Einzug gehalten haben. Man erinnert sich beim Lesen: So war es einmal, vor nicht allzu langer Zeit. Das waren die Maßstäbe und Werte, die Begriffe, die in Deutschland, im Medienrecht, für den demokratischen Diskurs galten – bevor man in einer modernen Form des „Gaslighting“ gezwungen wurde, Begriffe wie „Nichtregierungsorganisation“ für staatliche finanzierte Organisationen zu akzeptieren, der (Un-)Logik von Konzepten wie „Zensur für die Meinungsfreiheit“ folgen oder deutlich manipulative Sätze wie „Hass ist keine Meinung“ glauben sollte.

In seiner Einführung umreißt Häring sein Thema und seine Grundthese mit den folgenden Worten:

„Der Wahrheitskomplex besteht aus einer Vielzahl von staatlichen und privaten Organisationen, die entscheiden, was als wahr zu gelten hat und was als Desinformation, Hass oder Hetze zu bekämpfen ist. Die privaten Organisationen des Wahrheitskomplexes werden gern irreführend ‚Nichtregierungsorganisationen‘ (NGO) genannt, obwohl die meisten von staatlicher Unterstützung abhängen und praktisch alle eng mit Regierungsstellen zusammenarbeiten.

Ergänzt werden die NGOs und Behörden des Komplexes von großen, politisch aktiven Stiftungen, die neben dem Staat als Geldgeber der NGOs auftreten.

Die These, die ich in diesem Buch vertrete, lautet: Der Staat lässt das, was er selbst nicht tun darf, durch Organisationen erledigen, die er finanziert, beeinflusst oder reguliert; mit dem gleichen verfassungswidrigen Ergebnis, dass Kritik am Regierungshandeln unterdrückt wird. Dies geschieht seit etwa 2014 in sehr vielen Ländern auf vergleichbare Weise. Das liegt nach meiner Analyse daran, dass es eine gemeinsame Ursache gibt: den sich zuspitzenden Propagandakrieg zwischen dem Westen und Russland und zunehmend auch mit China.“

Es folgt ein Kapitel über verschiedene Akteure und Arbeitsweisen, mit der in Deutschland die Meinungsfreiheit eingeengt wird, natürlich ohne dass dies zugegeben wird. Häring zeichnet hierzu die verschiedenen Methoden nach und benennt auch ganz konkret Organisationen und Akteure. Er erklärt dabei auch die gedanklichen Rechtfertigungen und die oft in sich unschlüssigen Argumente, mit denen gearbeitet wird, wie zum Beispiel an dieser Stelle:

„Eine Variante des Arguments für Informationskontrolle definiert Meinungsfreiheit um in ein Recht der Bürger, ihre Meinung auf Basis verlässlicher Informationen zu bilden. Das Einschreiten gegen vermeintliche Desinformation dient dann vorgeblich der Meinungsfreiheit.“

In einem auch sonst sehr hörenswerten Radiobeitrag zur „Woche der Meinungsfreiheit“ bezeichnete Häring diese Umdeutung als „pervertierte Meinungsfreiheit“.

Die Rolle der Medienunternehmen, der Faktenchecker und der Initiativen und NGOs zu Werbeboykotten werden ebenso unter Lupe genommen wie die angeblich „staatsferne“ Medienaufsicht für unabhängige Medien durch die Landesmedienanstalten und die Rolle der sogenannten Meldestellen.

Dann folgt ein interessantes Kapitel zur Entstehung des „Wahrheitskomplexes“ in Deutschland, wobei Häring die vielen Verbindungen in die USA, nach Großbritannien und auch zur EU nie aus den Augen verliert. Besonders interessant war für mich hier die zentrale Rolle, die unser ehemaliger Justiz- und dann Außenministers Heiko Maas bei der Errichtung spielte, sowie die Rolle der Amadeu Antonio Stiftung, aber auch des Atlantic Council und des Institute for Strategic Dialogue, einer in London ansässigen Denkfabrik mit engen Verbindungen zum US-Außenministerium, zur NATO, EU-Kommission sowie zur Bill & Melinda Gates Foundation, der Open Society Foundation und dem Omidyar Network.

Auch hier nimmt sich Häring nebenbei einige intellektuelle Grundlagen zur Brust, die der Rechtfertigung der Zensurmaßnahmen dienen sollen, und zeigt ihre Unredlichkeit auf, wie zum Beispiel an dieser Stelle zur Broschüre „FAQ Verschwörungsideologien“ der Amadeu Antonio Stiftung aus dem Jahr 2020, in der er die Grundlage für die Zensur von angeblich verschwörungsideologischen Inhalten auseinandernimmt:

„Die Broschüre entstammt dem Programm „debunk – verschwörungstheoretischem Antisemitismus entgegentreten“, das seit 2020 mit jährlich knapp 200 000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und vom sächsischen Sozialministerium gefördert wird.

Darin lautet die fünfte der in dem FAQ beantworteten „Häufig gestellten Fragen“, wo die Grenze zwischen Verschwörungsideologie und Gesellschaftskritik verlaufe. Die Antwort: Gesellschaftskritik betrachte Gesellschaft als komplexes System, das unvermeidlich Widersprüche und Missstände hervorbringt, für die aber niemand persönlich verantwortlich sei. Verschwörungsideologen wollten dagegen Verantwortliche benennen und zur Verantwortung ziehen.

Mit anderen Worten: Kritik, die davon ausgeht, dass Mächtige nicht einfach nur Fehler machen, sondern eigennützige Ziele verfolgen, auch gegen die Interessen der Machtlosen, beruht auf einer Verschwörungsideologie.“

In weiteren Kapiteln widmet sich Häring der Rolle der EU (immer in Zusammenarbeit mit Deutschland und den transatlantischen Partnern). Es wird deutlich, wie geschickt es die NATO, das US-amerikanische Außenministerium (State Department), deutsche und andere europäische Außenministerien, die EU-Kommission, die UN, die WHO und andere Akteure aus Militär, Geheimdienst und deutschen wie ausländischen westlichen Regierungen geschafft haben, ein Netzwerk aus Zivilgesellschaft, NGOs und auch journalistischen Organisationen aufzuziehen und diese wie „Sockenpuppen“ für ihre Inhalte und Propagandastrategien einzusetzen. Wobei dieses Bild die Situation nicht genau trifft. Denn die Akteure sind ja teilweise „willig“ und wiederum durch eine ausgiebige und über Jahre entwickelte Propaganda, die sich an sie richtete, und bestimmte Framings und Fehlinformationen, mit denen sie informiert und ausgebildet worden, zu willigen Helfern der ganzen Operation geworden. Das klingt jetzt natürlich wieder wie eine Verschwörungstheorie – ach, nein, es heißt ja jetzt „Verschwörungsideologie“ –, aber es gibt genug „Fingerabdrücke“ und andere Spuren des militärisch-geheimdienstlich-industriellen Komplexes über den ganzen Tatort des „Wahrheitskomplexes“ verteilt, um diese These für plausibel zu halten. Durch das Zusammentragen einiger dieser Spuren hat Häring mit seinem Buch unschätzbare Arbeit geleistet.

Natürlich kommt auch die Corona-Zeit nicht zu kurz, denn hier wurden viele Taktiken und Methoden entwickelt, die jetzt immer noch wirksam im Einsatz sind. Aber Häring macht deutlich, dass die Vorbereitung und auch die ersten Ansätze weit vor 2020 begannen.

Der Titel dieser Rezension, „Wessen Wahrheit“, bezieht sich übrigens einerseits auf das gesamte Thema (wer darf entscheiden, was Wahrheit ist?), es ist aber auch der Titel eines Berichts des Atlantic Council, der in der Konstruktion des Zensurkomplexes eine entscheidende Rolle spielte, wie Häring recherchiert hat:

„Im März 2018 fand eine Konferenz des US-Kommandos für Spezialoperationen mit Militärdiplomaten statt. Sie war die Basis für den oben bereits besprochenen Bericht des Atlantic Councils mit dem Titel „Wessen Wahrheit“ und diente dazu, die alliierten Regierungen auf eine gemeinsame Vorgehensweise und Argumentationslinie zu „schädlichen“ Inhalten im Internet einzuschwören.

Die US-Militärs empfahlen den befreundeten Regierungen über die Militärattachés und die erwähnte Broschüre, nicht direkt gegen Desinformation vorzugehen, sondern die „Märkte und Modi des Informationsumfelds“ zu regulieren. Das sind im Wesentlichen die digitalen Medienplattformen. Dafür nannten sie zwei bemerkenswerte Gründe: Erstens würden sich die Regierungen bei direkter Einflussnahme dem Zensurvorwurf aussetzen. Und zweitens hätten sie – im Gegensatz zu den Unternehmen – nicht mehr viel Vertrauen in der Bevölkerung.

Daneben sollten die Regierungen einen Fokus darauf legen, Wissenschaftler, Stiftungen und sogenannte zivilgesellschaftliche Organisationen bei der Bekämpfung von Desinformation zu unterstützen. Dabei komme Faktencheckern eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollten die Kennzeichnung der Medienbeiträge besorgen. Es komme darauf an, dass alle Faktenchecker „objektive und wohlmeinende Torwächter sind“. Denn wenn „voreingenommene und (den Regierungen gegenüber; N. H.) nicht rechenschaftspflichtige zivile Akteure“ sich als Faktenchecker betätigten, könne das „schädlicher sein, als wenn es gar keine gäbe“. Mit anderen Worten: Faktenchecker, die die Wahrheiten der Regierungen aus den Fakten ableiten, sind zu fördern, während solche, die konkurrierende Deutungen zulassen, außen vor zu halten sind.“

Am Ende des Buches kann man sich des Gefühls nicht erwehren: Wie soll man gegen so ein System überhaupt bestehen? Es erscheint nach der Lektüre so groß, so gut finanziert, so innerhalb der Eliten vernetzt, so stark militärisch und politisch flankiert, dass man sich ein wenig mutlos und überwältigt fühlt. Aber auch darauf geht Häring in seinen besonders lesenswerten Schlussbemerkungen ein. In dem letzten Kapitel „Ausblick und Gegenmaßnahmen“ macht er konkrete Vorschläge dazu, wie wir als deutsche und europäische Bevölkerung aus dem selbstgebauten Gedankengefängnis wieder herauskommen können, oder wie er es formuliert:

„Neben der Abwehr der noch geplanten Zumutungen an militarisierter Desinformationsbekämpfung im Rahmen des sogenannten Demokratieschutzschilds ist eine Rückabwicklung des gesamten Wahrheitskomplexes nötig, um die Meinungs- und Informationsfreiheit wenigstens in dem Umfang wiederherzustellen, wie wir sie bis etwa 2014 genossen haben.“

Seine Empfehlungen enthalten einerseits juristische und politische Maßnahmen, er hat aber auch einige wertvolle gesellschaftliche und sogar persönliche Ratschläge parat – diese sind weise und zeugen von seiner Lebenserfahrung, sodass man die Lektüre des Buchs dann doch gestärkt und ermutigt beendet.

So umfassend, sorgfältig recherchiert und inhaltlich dicht das Buch ist, hat Häring doch hierin sicher nur einen Teil des weit verstrickten Netzes behandeln können, und viele Zusammenhänge, Hintergründe und Akteure liegen weiter im Dunkeln. Dies soll den Wert und die Bedeutung des Werks von Herrn Häring nicht schmälern, sondern alle Leser ermutigen, eigene Recherchen anzustellen und diesem Komplex und seinen Hintergründen immer mehr auf die Schliche zu kommen. Denn das Wissen und die Aufklärung weiter Teile der Bevölkerung über die Akteure, Motive und Methoden ist der wichtige erste Schritt zur Demontage und dem Rückbau des Systems.

Dieses beeindruckende und wertvolle Buch sollte zur Standardlektüre für angehende Journalisten, Kommunikationsfachleute, Social-Media-Experten und Medienjuristen werden – ebenso wie für jeden Bürger, dem an Meinungsfreiheit gelegen ist.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=149816

 

Ronald Keusch: „George Orwell erfand in seinem Roman „1984“ ein Wahrheitsministerium, das als zentrale Institution dafür zuständig war, durch Propaganda, Geschichtsfälschung und Medienmanipulation die bestehenden Machtstrukturen zu festigen. Ein zentrales Wahrheitsministerium gibt es heutzutage zwar nicht, aber die Methoden in den westlichen Staaten zur sukzessiven Einschränkung der Meinungsfreiheit und zur Erhaltung der Macht ihrer Politiker-Kaste sind viel subtiler. In den letzten Jahren entstand mit staatlicher Finanzierung eine Vielzahl an privaten Organisationen, irreführend „Nichtregierungsorganisationen“ (NGO) genannt, die zusammen mit staatlichen Organisationen einen „Wahrheitskomplex“ bilden. So lautet auch der Buchtitel von Norbert Häring aus dem Westend Verlag mit dem orientierenden Untertitel „Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen“.

Mit dem edel klingenden Ziel, die Verbreitung von Desinformationen zu verhindern und die opportunen Wahrheiten massiv publik zu machen, gehen immer öfter auch Verleumdungskampagnen daher, die sogar vor der sozialen Vernichtung kritischer Stimmen nicht zurückschrecken. Der Autor Norbert Häring, ein anerkannter deutscher Wirtschaftsjournalist, hat in seinem 300 Seiten starken Buch erstmals das ganze ungeheuerliche Ausmaß dieses gewachsenen Netzwerkes offengelegt. Häring beschreibt in der Einleitung sein Anliegen, „die Fakten zum Wahrheitskomplex zu präsentieren, die ich recherchiert habe, seit ich vor gut zehn Jahren fast zufällig in diesen Kaninchenbau gestiegen bin.“ Und er fordert den vielleicht ungläubigen Leser dazu auf, die Fakten zu prüfen und bittet darum, diese nicht beiseitezuschieben, weil vielleicht die Schlussfolgerungen aus ihnen unangenehm oder fast undenkbar sind.

Angesichts der Fülle und Tiefe des recherchierten Materials und einer Unmenge an Beispielen liefert Autor Häring für sein Buch einen Wegweiser. Im ersten von insgesamt fünf Kapiteln lautet die Überschrift kurz und bündig: „Der Wahrheitskomplex bei der Arbeit“. Darin überrascht er den Leser mit verschiedenen Erscheinungsformen der Unterdrückung und Kontrolle von Meinungen. Sie führten maßgeblich dazu, dass in Deutschland und in Europa das Vertrauen in die Meinungsfreiheit so stark gesunken ist: Laut Allensbach-Umfragen lag der Anteil derer, die meinten, dass man in Deutschland seine Meinung frei äußern könne, im Jahr 1990 noch bei 77 Prozent; bis zum Jahr 2021 bzw. 2025 sank sie auf 45 bzw. 46 Prozent. 

Da gibt es raffinierte Methoden, um die Berichterstattung über wissenschaftliche und medizinische Themen im Sinne von Politik und großen Konzernen gleichzuschalten. Dazu bedient man sich sogenannter Science Media Center, die von Regierungen, Unternehmen und Stiftungen finanziert werden. Diese fluten dann die Medienlandschaft massenhaft mit gleichgerichteten Informationen und unterdrücken gleichzeitig jeglichen wissenschaftlichen Diskurs über strittige Themen. Der Bevölkerung wird suggeriert, dass das, was da berichtet wird, dem letzten Stand der Wissenschaft entspricht. So geschehen bei der Beurteilung der Corona-Impfung, bei dem Verschweigen von Nebenwirkungen und Verunreinigungen der Impfstoffe, bei der Verbreitung von panikheischenden Modellrechnungen und der Deklarierung dieser als „Fakten“ bis hin zu der weltweiten Vertuschungsaktion über den Ursprung des SARS-CoV-2-Virus, unter maßgeblicher Beteiligung deutscher „Faktenchecker“.

Auch beim Thema Klimafragen entstanden Strukturen des Wahrheitskomplexes wie das im Sommer 2021 gegründete „Netzwerk Klimajournalismus e.V.“, das einen Kodex und Leitlinien erarbeitete, die mit objektiv berichtendem Journalismus nur noch wenig gemein haben. Denn die Charta verpflichtet zu alarmistischer Berichterstattung. Klimajournalisten sollen eine „irreversible Katastrophe“ voraussagen und sie sollen die Klimakrise zur Bedrohung für Demokratie und Grundrechte erklären. Dazu passt dann auch, „Zweifler an Teilen der reinen Klimalehre nicht etwa ‚Skeptiker‘ zu nennen, sondern sie mit dem ebenso abwertenden wie sinnleeren Begriff ‚Klimaleugner‘ zu belegen.“ Jeder kann das bei der Wetterberichterstattung in den Öffentlich-Rechtlichen Medien verfolgen, die dem Leitfaden zur Extremwetterberichterstattung der Organisation World Weather Attribution folgen. Der legt fest, dass jedes Extremwetterereignis dem Klimawandel zuzuschreiben ist, zum Beispiel, dass „jede Hitzewelle auf der Welt auf Grund des menschengemachten Klimawandels nun stärker und wahrscheinlicher“ sei. Wissenschaftler, die diesem Klima-Narrativ widersprechen, werden kurzerhand als unwissenschaftliche Quacksalber hingestellt. Und so lautet ein Resümee des Autors, dass die Menschen alles glauben, wenn man ihnen nur oft genug sagt, dass die Wissenschaft es festgestellt hat. (S.34/35)

Ausführlich beschäftigt sich Häring mit den unseriösen Methoden der sogenannten Faktenchecker, der wichtigsten und sichtbarsten Klasse von NGOs des Wahrheitskomplexes, die mit staatlicher Unterstützung und Finanzierung festlegen dürfen, was als wahr und was als Desinformation gelten soll. Die Fülle der Beispiele ist erdrückend und zeigt, wie die Gesellschaft manipuliert wurde und wird: Pandemiewahrheiten, Impfdurchbrüche, Migration und Kriminalität, Klimawahrheiten, Kriegsberichterstattung, und über welche Skandale die Faktenchecker wohlweislich nicht berichten.

In dem Abschnitt „Meldestellen: Einäugige Tugendwächter“ werden vom Staat geschaffene Meldestellen gegen „Hass und Hetze“ unter die Lupe genommen. „Nicht ganz zufällig sind es überwiegend Äußerungen von Kritikern der Regierung, die von den regierungsabhängigen NGOs als potenziell strafbar oder verfassungsfeindlich gemeldet werden.“ (S.91)

Im Kapitel „Die Errichtung des deutschen Wahrheitskomplexes“ zeichnet Häring nach, wie die institutionellen und gesetzlichen Grundlagen des deutschen Wahrheitskomplexes geschaffen wurden und nimmt dabei Arbeitsweise, Methoden und Finanzierung der deutschen Protagonisten detailliert unter die Lupe - von der Amadeu Antonio Stiftung, dem Institute for Strategic Dialogue (ISD) bis zu Correctiv.

Im folgenden Kapitel „Die EU baut ihren Wahrheitskomplex auf“ analysiert Häring den europäischen Wahrheitskomplex, für den Deutschland ein Vorreiter und Wegbereiter war. Im November 2018 startete die EU-Kommission das Faktenchecker-Netzwerk SOMA - Social Observatory for Disinformation and Social Media Analysis. SOMA sollte die NGOs untereinander mit mächtiger technologischer Infrastruktur vernetzen. Autor Häring bescheinigt den EU-Bürokraten Sinn für Humor, „wenn auch einen ziemlich sarkastischen.“ Denn „‘SOMA‘ heißt auch die Volksberuhigungsdroge im Roman ‚Schöne Neue Welt‘ von Aldous Huxley. Sie wird den Massen verabreicht, um sie ruhig und zufrieden zu halten.“ (S.132) Wenn in diesem Buch diese vielfältigen Verflechtungen aufgedeckt werden, dann wird auch für naive und gutgläubige Gemüter deutlich, „dass der Unterschied zwischen dem ‚unabhängigen‘ Wahrheitskomplex und einem staatlichen Wahrheitsministerium sehr gering ist.“ (S.140)

Der Spaß an solchen unfreiwilligen Selbst-Entlarvungen a la SOMA verfliegt schnell, wenn dann das mehr als 90 Seiten umfassende Kapitel „Wahrheitskontrolle im Dienst der NATO“ uns allen das Gruseln lehrt. Den Startpunkt für den systematischen Aufbau dieses Wahrheitskomplexes sieht Häring im Jahr 2014 und erläutert den Kontext: „Im Februar des Jahres wurde der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch gewaltsam gestürzt und außer Landes gejagt. Er wurde durch eine USA-gestützte Regierung ersetzt, die für einen Beitritt der Ukraine zur EU und zur NATO eintrat. Russland besetzte daraufhin die strategisch wichtige ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim und annektierte sie nach einem Referendum.“ (S.187) Diese Vorgänge entfachten einen Propagandakrieg zwischen NATO und EU auf der einen und Russland auf der anderen Seite. In der Folgezeit wird eine Reihe von Netzwerken geknüpft wieder mit dem Ziel, sich der angeblichen russischen Desinformation entgegenzustellen, z.B. dass die NATO-Osterweiterung eine Bedrohung für Russland darstellt. In diesem Zeitraum des Propagandakrieges wurde auch das Märchen über die russische Wahlmanipulation zugunsten des Präsidentschaftskandidaten Trump in den USA erzählt. In dem Abschnitt „Russia Gate als inszenierter Anlass“ lässt der Autor ausführlich diese Geschichte unter Kuratel des US-Militärs und der US-Geheimdienste Revue passieren. (S.205)

Viele Abschnitte des Buches liefern Stories, die die Konstrukte mancher Thriller und Kriminalfilme in den Schatten stellen, mit denen Öffentlich-Rechtliche und Private Fernsehsender ihr Publikum zunehmend bombardieren. Doch der Reiz der Geschichten von Autor Norbert Häring besteht darin, dass sie sich kein storyteller ausgedacht hat, sondern dass sie bittere blanke Realität sind, die von Politik und Mainstream-Medien versteckt oder weggelogen werden.

Militär und Geheimdienste sind immer mehr verstrickt in den Wahrheitskomplex. So behandelt ein Abschnitt des Buches, wie Plattformen und Geheimdienste gemeinsam europäische Wahlen schützen. „Die US-Geheimdienste ‚schützen‘ also seit 2019 zusammen mit den digitalen Plattformen unsere Wahlen vor ausländischer Einmischung – und vor nicht genehmen Ergebnissen.“ (S. 216) Ein Beispiel dafür sind die jüngsten Wahlen in Rumänien und Ungarn. Was als „Abwehr fremder Manipulation“ deklariert wird, ist in Wahrheit die eigene Manipulation durch Geheimdienste, ihnen angeschlossener Plattformen und EU-Gremien. Da wird dann auch Wahlhysterie betrieben und schnell mal ein mediales Feuerwerk gegen angebliche Putinagenten in Politik und Medien gezündet. Die Regierungs- und NATO-Kritiker werden zu Staatsfeinden erklärt und mit Terroristen und Kriminellen auf eine Stufe gestellt. (S. 257) Und der Autor zieht das erschütternde Fazit: „Die EU geht auf diesem abschüssigen Weg in Richtung Mittelalter in Sachen Menschenrechte forsch voran.“ (S. 160) Ein Beispiel sind die „Beschuldigungen“ gegen Jacques Baud, den ehemaligen Oberst des Schweizer Militärgeheimdienstes.

Am Schluss des Buches listet Autor Häring im Kapitel „Ausblick und Gegenmaßnahmen“ seine Empfehlungen, was zu tun ist, damit wir wieder zu einer Gesellschaft werden, in der man jede legale Meinung frei äußern kann. Ganz oben an steht für Häring, dass der Wahrheitskomplex wieder rückabgewickelt wird. Dazu gehört, dass „die Bestrebungen der EU und der nationalen Regierungen, die Meinungsfreiheit in Europa zu beseitigen, ans Licht und in die öffentliche Diskussion kommen, wo sie hingehören.“ Und dann lautet die Schlussfolgerung: „Nur so kann sich effektiver Widerstand überhaupt erst formen.“ (S. 274/75).

Seit Drucklegung des Buches im Februar 2026 hat sich die Abwärtsspirale in Richtung Überwachungsstaat und Beseitigung der Meinungsfreiheit unermüdlich weitergedreht. Jeder politisch Interessierte kann sofort weitere Beispiele nennen: Wie sogenannte Faktenchecker in Wahrheit Fakten verdrehen! Wie diejenigen, die sich noch trauen, öffentlich eine andere Meinung als die politisch genehme zu äußern, von Repressalien und Anklagen betroffen sind und aus ihren Jobs entfernt werden! Wie NGOs Kampagnen gegen Andersdenkende organisieren! Wie Wissenschaftler, Künstler und Publizisten gecancelt werden, weil ihre Arbeiten nicht in das Wahrheitsschema der Regierenden und der mit ihnen verbundenen Aktivisten passen! Wer die neuesten Entwicklungen im „Wahrheitskomplex“ zeitnah verfolgen möchte, für den hat Norbert Häring auf seiner Website https://norberthaering.de/wahrheitskomplex/ viel Wissenswertes publiziert. Hier sind auch Zusatzinformationen zu den Organisationen des „Global Disinformation Index“ zu finden und es werden die Geldgeber des Zensurnetzwerkes benannt. Wegen der Vielzahl an Quellenhinweisen sind auch die ausführlichen Quellen zu diesem Buch auf die Website ausgelagert.

Das Buch von Norbert Häring ist ein Augenöffner, wie weit die politische Intoleranz und Kriegstreiberei in der westlichen Welt schon gediehen sind und wie viele willfährige Erfüllungsgehilfen rekrutiert und alimentiert wurden und werden. Gleichzeitig ist es ein Leitfaden, sich nicht vom Propagandakrieg der Herrschenden manipulieren zu lassen und sich der Abwärtsspirale der Auflösung der Demokratie entgegenzustemmen. Es sind ihm viele Leser zu wünschen.“

https://www.keusch-reisezeiten.de/post/2026-05-rezension-haering-wahrheitskomplex

 

Katja Leyhausen: „Norbert Häring verfolgt die Strategien, Netzwerke und Geldflüsse des „Wahrheitskomplexes“ aus Politik, Medien, NGOs und Sicherheitsapparaten im Kampf gegen „Desinformation“ und „Hassrede“. Es ist die Analyse einer schleichenden Einschränkung öffentlicher Debatten und politischer Meinungsfreiheit.

Die Ausgaben für Verteidigung betrugen 2025 in Deutschland offiziell um die 86 Milliarden Euro, ungefähr 2% des BIP. Tatsächlich sind die Militärausgaben höher, und sie werden nicht nur vom Verteidigungsministerium, sondern auch vom Auswärtigen Amt, dem Bundesfamilien-, -gesundheits- und -innenministerium aufgebracht, sogar von den Landesregierungen. Denn der Staat führt einen nicht erklärten Hybridkrieg gegen seine Bürger, für den er einen Wahrheitskomplex aus Faktenchecker- und Hinweisgeber-NGOs, Extremismusexperten und Desinformationsforschern, Medienhäusern und Social-Media-Influencern durch intransparente Vernetzung verdeckt finanziert.

Vorzensur durch Meldestellen und Zensurapparat

Regierungskritische Äußerungen werden als Hass und Hetze, (rechter) Extremismus, Gewalt und Desinformation kriminalisiert, um sie – mittlerweile sogar mit der grundgesetzlich verbotenen Vorzensur – aus der Öffentlichkeit zu schaffen. Angeschlossen sind staatliche Meldestellen, die Landesmedienanstalten, die Verfassungsschutz- und -kriminalämter, Staatsanwälte, Bildungsinstitutionen. Der Wahrheitskomplex legt fest, was (nicht) gesagt werden darf, legt aber „keinen Wert“ darauf, dass diese „Leistung öffentlich gewürdigt wird“.

Der Kampf um die Freiheit in Europa

Wie das geht, hat der Ökonom und Wirtschaftsjournalist und Norbert Häring nun, nach langjährigen Einzelrecherchen, erstmals in Buchform dargestellt. Häring war lange Jahre als Redakteur im Frankfurter Büro des HANDELSBLATT tätig. In seinem Blog ist er dem „Wahrheitskomplex“ seit langem auf der Spur, nun hat er seine Recherchen als Buch vorgelegt. Denn nur das Buch ist geeignet, in großen Zusammenhängen präzise zu erzählen, wer mit wem zusammenarbeitet und die Entwicklungen vorantreibt: Namen, Geldströme, Organisationsstrukturen, technische Tools, Strategiepapiere, Gesetze …

Häring schreibt eine Geschichte des Zensurkomplexes, und wie jede Geschichte hat auch diese mehrere Anfänge, je nachdem, wie tief man gräbt und an welches Vorauswissen man als Autor anschließt. Den allerersten Anfang im Buch bilden die Erfahrungen, die in den letzten Jahren jeder mit der brachialen Durchsetzung unbezweifelbarer „Pandemie- und Klimawahrheiten“ machen musste, auch mit der Wahrheit vom außerordentlich guten Gesundheitszustand Joe Bidens oder der eindeutigen Kriegsschuld im Ukraine-Konflikt.

Vorreiterrolle Deutschlands

Wer aber glaubt, die Unterdrückung der Äußerungsfreiheit käme von der EU, wird eines Besseren belehrt: Deutschland nahm eine Vorreiterrolle ein. Vor dem ersten europäischen Code of Conduct, bei dem sich, im Jahre 2016, die großen Tech-Plattformen auf die Wahrheit der Faktenchecker verpflichten mussten, wurden 2014 „Correctiv“ und „Demokratie leben“ gegründet. Vor dem Digital Services Act, der (seit 2024) nicht etwa strafrechtsbewehrte, sondern „schädliche“ Inhalte sanktioniert, war das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Oktober 2017): SPD-Justizminister Heiko Maas erfand damals schon die Kategorie der „offensichtlich rechtswidrigen“ Inhalte, um mit ihrer Löschung die Faktenchecker beauftragen und rechtsstaatliche Institutionen umgehen zu können. Willig bediente sich Maas der Floskelsprache der Amadeo-Antonio-Stiftung (AAS) und „des SPD-nahen Recherchekollektivs Correctiv“, um Meinungsäußerungen als Hatespeech zu kriminalisieren. Die SPD leistet bis heute immer wieder Pionierarbeit in diesem Komplex. Die CDU, die im Februar 2025 noch Fragen stellte, nutzt ihn mittlerweile mit Berechnung, um in diesem unerklärten Krieg selbst zu überleben.

Doch Häring bleibt nicht bei diesen Zuordnungen zu rechten oder linken Parteien. Im Gegenteil: Überparteiliche Toleranz sei die wichtigste Ressource im Kampf gegen den Zensurkomplex. Denn er sei nicht nur „SPD- und regierungsnah“, sondern vor allem „geheimdienst- und militärnah“. Häring traut sich was – und wird möglicherweise gegenüber Anfechtungen noch mehr Rückgrat beweisen müssen.

NGOs: Auftragsmord an der Demokratie

Die eigentlichen Ursprünge der Netzwerke sieht er im Propagandakrieg der NATO gegen Russland und China, der 2014 nach dem Kiewer Maidan und der russischen Krimbesetzung einsetzte. Militärische Organisationen der Terrorismusbekämpfung, wie das Institute for Strategic Dialogue (ISD), wurden damals umgewidmet, Beziehungen zu deutschen NGOs wie der AAS aufgenommen. Europäische NATO-Propagandazentren wurden 2014 in Riga und 2017 in Helsinki eröffnet. Seit den Gerüchten um die angeblich vom Kreml manipulierte Trump-Wahl im November 2016 nimmt dieser militärisch-geheimdienstliche Komplex jegliche Regierungskritik zum Anlass, sie als demokratiezersetzende „Desinformation“, als „russische Destabilisierung“ und „ausländische Einflussnahme“ zu verfolgen. Unter dem Vorwand feindlicher Wahlmanipulation betreibt er – u.a. über das europäische Faktencheckernetzwerk und 2016 nachweislich für Merkel – selbst Wahlmanipulation.

Militärische Koordinierung der Corona-Politik

Da Häring die Entwicklungen über Jahre detailliert beobachtet hat, wird man auch seine Warnungen ernst nehmen müssen. Ab 2020 wurde die Corona-Politik militärisch koordiniert, und er meint: Heute nimmt die Klimapolitik diese Richtung. Wer „Klimamaßnahmen als autoritär oder elitär darstellt“, wird von der Europäischen Kommission explizit zu einer „strategischen hybriden Bedrohung“ wegen „Klimadesinformation“ erklärt. Häring befürchtet, das Sanktionsregime gegen Kritiker wie Jacques Baud und Hüseyin Doğru könnte auf die Klimakritik ausgeweitet werden. Etabliert wurde dieses Regime durch die „Strategische Agenda 2024-29“, die der EU-Rat aus NATO-Papieren teils wörtlich abgeschrieben hat. Für Häring bedeutet sie nicht weniger als eine ausdrückliche „Kriegserklärung an Regierungs- und NATO-Kritiker“.

Eine Hauptperson im Buch ist die Sprache der Propaganda und ihrer Projektionen. Wer überall Feinde, Verschwörungen und Codewörter sieht, nutzt selbst Codewörter: Resilienz als „Codewort“ für die offensive Kriegsführung und „Kriegsertüchtigung der Gesellschaft“, wehrhafte Demokratie als Codewort für die Hegemonie des Westens, strategische Kommunikation für Propaganda, strategischer Dialog für Geheimdienst-Koordination, Wahrheit für die eigenen Propagandainhalte, Forschung als Codewort für Überwachung und Spionage, Vertrauen für blinde Unterwerfung, Zivilgesellschaft als Codewort für die „NGO-Hilfstruppen“ des militärisch-geheimdienstlichen Komplexes.

„Ungesunde“ Bedrohungen

Am originellsten sind die Codierungen der WHO und UN. Unter dem Label ‚One Health‘ spioniert die Corona-geschulte WHO systematisch alle „hybriden Bedrohungen“ aus: alle „sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bedrohungen“, die ihr ungesund erscheinen. Die Vereinten Nationen halten das Recht auf Informationsfreiheit für ungesund und schädlich. Dabei greifen sie auf das ISD zurück, das dieses Recht umgedeutet hat in ein Recht auf Integrität der Nachricht (Information Integrity) – ein Codewort für die antizipative Zensur. Es gilt also nicht mehr Artikel 5 GG, sondern das militärpropagandistisch verhängte „Recht“ auf die integre, sprich einheitliche und „zuverlässige, vertrauenswürdige“ Information.

Von A wie Antifa bis Z wie Zeichen setzen

Häring seinerseits schreibt eine sachliche Sprache der Mäßigung, die nur mit ihrem ironisch-humoresken Unterton gegen die Übermacht antritt. Zurückhaltend amüsiert er sich über die „Schlapphüte“ und „Wachhund-Gruppen“, die ihm seine eigenen, sachlichen Facebook-Posts über Urteile des Bundesverfassungsgerichts zur Meinungsfreiheit unter dem Vorwand „exzessiver, drastischer Gewalt“ canceln. Er denunziert nicht und empört sich kaum, obwohl die Belege „ungeheuerlich“ sind. Leider hat der Verlag auf die Auflösung der Fußnoten – das heißt: auf präzise Quellenangaben – im Buch verzichtet und sie ins Netz verschoben; Härings Blog („Geld und mehr“) bleibt unverzichtbare Zusatzlektüre.

Seine zusammenfassende Interpretation lautet: Der Wahrheitskomplex führt einen „Krieg um die Köpfe“. Politische Entscheidungen sollen „konditioniert“ werden, selbständiges Denken und Sprechen soll gar nicht erst aufkommen. „Krieg um die Köpfe“ bedeutet also nicht: Mein Kopf, dein Kopf, sondern: Kopf ab! Es geht um „partizipatorische Propaganda“, bei der „jeder mitmachen“ und sich unwiderruflich verstricken soll. Überall im Buch liest man das mit:

Die digitalen Plattformen haben sich zuerst auf „freiwillige“ Verhaltenskodizes verpflichten lassen; mittlerweile sind sie selbst im Zensurkomplex hoch investiert. Politaktivisten, die vielleicht meinen, gegen Extremismus zu kämpfen, lassen sich in ihren NOGs direkt von den Geheimdiensten instrumentalisieren. „Dankbar-unkritische Medien“ beten vorgefertigte Propagandasätze nach; Journalisten profilieren sich mit Denunziationstiraden gegen Personen, die ihnen dafür auf Feindeslisten verzehrfertig serviert werden. Unternehmer, für die parteiische politische Botschaften schon immer geschäftsschädigend waren, meiden, löschen und demonetarisieren alles, was dem manipulierten Mainstream widersprechen könnte – und schädigen sich prompt selbst damit. Wissenschaftler lassen sich für Reputation und Drittmittel als „Experten“ korrumpieren; junge Tic-Toc-Influencer lassen sich zur Politisierung ihrer Lifestyle-Themen hinreißen. Staatsanwälte üben vor laufender Kamera feixend Drohgebärden; Beamte machen im Drehtürkarussel Karriere …

Der Wahrheitskomplex ist ein lukratives, aber schmutziges Geschäft. „Niemand von Statur“ gäbe „seinen Namen dafür her“, mokiert sich Häring ein einziges Mal. Da er seine eigene Arbeit den journalistischen Standards akribischer und unnachgiebiger Recherche, abgewogener Interpretation und sachlicher Darstellung streng unterwirft, billigt man als Leser ihm ein solches Urteil uneingeschränkt zu.“ 

https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/buecher/der-wahrheitskomplex-ein-nicht-erklaerter-krieg-gegen-die-meinungsfreiheit/

 

Norbert Häring im Gespräch

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=djWyHDn9mW8

 

„Wer bestimmt eigentlich, was wahr ist? Norbert Häring behauptet: Ein ganzes System aus Institutionen und »Faktencheckern« steuert den Diskurs. Und er belegt es, in seinem neuen Buch.

Roberto De Lapuente sprach mit Norbert Häring.

Herr Häring, Sie beschreiben einen »Wahrheitskomplex«, der Meinungen steuert – so lautet folglich auch der Titel Ihres neuen Buches. Woran erkennen Sie, dass wir es hier mit einem koordinierten System zu tun haben und nicht mit vielen unabhängigen Akteuren und deren Interessen?

Dafür gibt reichlich Nachweise. Einflussreiche Organisationen wie der Atlantic Council haben Handlungsanleitungen für den Aufbau dieses Komplexes veröffentlicht. Die EU ist diesen Empfehlungen gefolgt. Sie hat ausdrücklich erklärt, dass sie diesen NGO-Komplex aufbauen und fördern will, zum Beispiel ein Netzwerk von Faktencheckern. Und genau so hat sie es auch gemacht. Und dann gibt es da noch ein Rahmenwerk zur Klassifizierung von Desinformationsoperationen und Gegenmaßnahmen mit dem schönen Namen DISARM. Das wurde im Auftrag des US-Militärs entwickelt. Laut einer Vereinbarung der EU mit der US-Regierung ist es das offizielle Instrument, mit dem der Informationsaustausch der Behörden und der NGOs des Wahrheitskomplexes untereinander und miteinander koordiniert wird.

Leben wir in einer Matrix? Oder ist DISARM gar eine?

DISARM ist tatsächlich eine große Matrix, aber das meinen Sie vermutlich ja nicht. Sie fragen, ob uns eine Computersimulation vorgesetzt wird, die wir für die Wirklichkeit halten sollen. Damit wir entweder aus falscher Zufriedenheit oder aus Angst das tun, was dem System dient oder das erdulden, was es mit uns vorhat. Bei »Strategischer Kommunikation« wie die Kämpfer gegen Desinformation »Propaganda« heute vornehm nennen, geht es genau darum, das zu erreichen. Aber natürlich sind wir noch lange nicht soweit wie im Film »Matrix«.

Altbekannt ist die Weisheit, wonach es die eine Wahrheit nicht gäbe. Hat man mit der Formierung dieses Komplexes ein Stück weit eine Haltung etabliert, wonach es eben doch nur eine Wahrheit geben könne?

Auch da hat der Atlantic Council, im Auftrag des US-Militärs eine bemerkenswert offene Definition von Wahrheit und Desinformation zu Papier gebracht. Danach ist eine Wahrheit eine sinnstiftende Erzählung – ein Narrativ – auf der Basis von Fakten. Davon kann es mehrere, konkurrierende geben. Desinformation sind die Wahrheiten der falschen Leute. Die sind zu bekämpfen, damit nur die offizielle Wahrheit als richtig gilt. Man sieht dieses Prinzip bei den Faktencheckern. Da werden oft nicht Fakten gecheckt, sondern Interpretationen der Fakten, also Narrative, oder Wahrheiten. Gelten lassen die Faktenchecker des Wahrheitskomplexes dabei fast immer nur die offizielle Wahrheit.

Sie argumentieren in Ihrem neuen Buch auch, der Staat lagere Eingriffe in die Meinungsfreiheit an sogenannte Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus. Würden Sie sagen, dass das von Anfang an die Motivation der Politik war, NGOs zu stärken – oder ergab sich das, quasi als Nebeneffekt in der Praxis und sah, dass es nützlich war?

Das war geplant. Das kann man in den einschlägigen Publikationen nachlesen. Man war sich bewusst, dass der Staat selbst nicht derart in die Meinungsfreiheit eingreifen darf. Deshalb hat man den Social-Media-Plattformen nur ausnahmsweise und wenn, dann heimlich, gesagt, was sie zu löschen oder auszubremsen haben. Stattdessen hat man gezielt Faktenchecker, Hinweisgeber und ähnliches großgezogen und die Plattformen genötigt, auf diese formal unabhängigen Organisationen zu hören.

2014 nahm alles seinen Anfang – und zwar in vielen Ländern gleichzeitig. Aus welchen Gründen, etablierte sich damals ein Netzwerk aus Staat, NGOs, Medien und Plattformen?

2014 war das Jahr des Umsturzes in der Ukraine und der Besetzung der Krim durch Russland. Es war das Jahr, in dem der Propagandakrieg mit Russland heiß zu laufen begann. In diesem Kontext muss man den Aufbau des Wahrheitskomplexes sehen. Oft wird die Hysterie um angebliche russische Einflussnahme zugunsten Donald Trumps bei der Wahl 2016 als Beginn des organisierten Zensurdrucks auf die Plattformen gesehen. Aber das war nur ein starkes Auflodern des Propagandakriegs der schon früher begonnen hatte.

Ein Jahr danach, Herbst 2015: Flüchtlingskrise. Müssen wir das Ereignis vor den Entwicklungen jenes Wahrheitskomplexes sehen?

Das sehe ich eher als eine separate Entwicklung. Die Bertelsmann Stiftung und andere hatten lange und intensiv an der Etablierung einer Willkommenskultur gearbeitet, ohne die die Politik der offenen Grenzen nicht möglich gewesen wäre. Den Wahrheitskomplex aus Faktencheckern, Hinweisgebern und anderen gab es 2015 erst in zarten Ansätzen. Als er aber ab 2017 ausgebaut wurde, gehörte das Durchsetzen des offiziellen Narrativs zur Migration zu seinen Aufgaben. Hinweise auf zunehmende Kriminalität aufgrund der Zuwanderung zum Beispiel wurden mit großer Energie als rassistische Desinformation weggecheckt. So lange, bis das offizielle Narrativ ab etwa 2024 unter dem Gewicht der Evidenz zusammenbrach.

Sie verorten den »Wahrheitskomplex« im Kontext geopolitischer Konflikte. Wie unterscheiden sich aus Ihrer Sicht westliche Informationskontrolle und die staatliche Propaganda in autoritären Staaten?

Seit in Deutschland und Europa Journalisten und Publizisten wie Hüseyin Dogru und Jacques Baud wegen unbequemer aber legaler Berichterstattung ohne Anhörung und Gerichtsverfahren ihres Vermögens beraubt und mit Berufs- und Reiseverbot belegt werden, muss man leider sagen: kaum noch. Vorher hätte ich gesagt, die Zensur und Einschüchterung kritischer Stimmen findet bei uns indirekter und nicht so rabiat statt, wie in autoritären Staaten.

Unterschreiben Sie meine Aussage, wonach wir es hier ganz offenbar mit einer Verschwörung der Machteliten gegen die Bevölkerungen zu tun haben?

Das Wort »Verschwörung« ist mit zu vielen emotionalen Bedeutungen aufgeladen, um sinnvoll verwendet zu werden. Aber so viel kann man sagen. Diejenigen, die den Wahrheitskomplex aufgebaut haben und ihn steuern, verfolgen eine Strategie und Ziele, die sie aus gutem Grund nicht offenlegen.

Faktenchecker werten Sie eher nicht als Journalisten. Können Sie kurz skizzieren, was den Unterschied zwischen diesen beiden Berufen ausmacht?

Im Idealfall sind Journalisten Berichterstatter, die sich um Objektivität bemühen, die beide Seiten anhören, die sich mit keiner Seite gemein machen, auch nicht mit einer guten. Und wenn sie es doch tun, machen sie das so transparent wie möglich. Leider werden diese Ideale im Journalismus immer weniger erreicht und immer weniger überhaupt angestrebt. Aber die Faktenchecker behaupten sogar ein besonders hohes Maß an Objektivität, dem sie nicht im mindestens gerecht werden. Sie nehmen regelmäßig Aussagen von Behörden als Beweis dafür, dass Regierungskritiker falsch liegen. Sie untergraben mit negativem besetzen Zuschreibungen unterschwellig die Glaubwürdigkeit von Regierungskritikern und greifen zu allen möglichen semantischen Tricks und Spitzfindigkeiten, um auf einen kritischen Beitrag den Stempel »falsch« oder »teilweise falsch« oder »fehlender Kontext« zu setzen. Das reicht dann, auch wenn der Beitrag im Kern korrekt ist, um ihn zur Zensur zu markieren. Zensoren sind für mich keine Journalisten.

Stiftungen, NGOs und Netzwerke betonen gerne, sie würden ganz normale Lobbyarbeit leisten. Kann man das so stehenlassen?

Nein. Wenn man schaut, wer zum Thema Inhaltemoderation auf den Sozialen Medien von der EU-Kommission angehört wird – als Vertreter der sogenannten »Zivilgesellschaft« –, dann sind das ganz oft NGOs, die die Kommission finanziert, manchmal sogar gegründet hat. Sie fungieren als Stichwortgeber, indem sie das fordern, was die Kommission ohnehin tun will.

Sie schlagen einen Rückbau dieses »Wahrheitskomplexes« vor. Welche ersten Schritte sollten eingeleitet werden, um die Gesellschaft aus dem Griff dieser Leute zu befreien?

Die willkürliche Sanktionierung von EU-Bürgern mit »schädlichen« Meinungen muss sofort aufhören. Der Digital Services Act der EU muss drastisch reformiert werden. Es darf darin nur noch um illegale Inhalte gehen, nicht mehr um »schädliche«. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für Maßnahmen wie Reichweitendrosselung und organisierte Werbeboykotte, die dieses Zensurgesetz den Medienplattformen aufdrängt. Entweder ein Beitrag ist verboten, dann gehört er gelöscht. Oder er ist erlaubt. Dann darf seine Verbreitung nicht behindert und sein Urheber nicht drangsaliert werden. Die Geschäftsgrundlage für die Faktenchecker würde damit weitgehend wegfallen." 

https://overton-magazin.de/dialog/desinformation-sind-die-wahrheiten-der-falschen-leute/

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider | 25.04.

Im neuen Wochenkommentar geht es heute um die vielen positiven Nachrichten, die uns in dieser Woche erreicht haben. Vom verheißungsvollen EU-Beitritt der Ukraine, staatlicher NGO-Förderung in Österreich, bundesweiten Kriminalstatistiken in Deutschland und Raffinerien, die alle rein zufällig anfangen zu brennen.

https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa03dqqc01srq5yg8arh/

 

MC Fidi - Keiner mag mich

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=wonr6zY_0N8

 

Blockade, Blockade

https://www.youtube.com/shorts/HLsP5Tjf_hE

 

Das eingefrorene Lächeln des Friedrich Merz

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ry2kP2f4iIQ

 

"Mein Lieblingswahnsinn"

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=meSjOcfAmAA

 

Hasstalavista - Serdar reagiert auf wütende Frauen

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ptr4tMmJdSc

 

Simone Solga: Meine Porno-Beichte | Folge 213

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=OIKx9OIX7h8

 

Ausgemustert | Steimles Aktuelle Kamera #227

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=pLERdUd2RUo

 

HallMack  Aktuelle Kamera 205 - Faule Schweine

 

 

https://www.frei3.de/post/4d9f9ba7-df1f-4668-a60b-9b9f0a4f251c

 

Geht mehr arbeiten Ihr faulen Deutschländer !?

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=E3iHG1bB_rI

 

Ich bin ein schwarzes Problem !!

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=MchEdhboGd4