Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Mensch frage im westlichen Kulturkreis aufgewachsenen Menschen, welche Gemälde er kennt. Mona Lisa“ und „Das Abendmahl“ werden mit Sicherheit dabei sein. Beide von Leonardo da Vinci, der vor 500 Jahren starb.

Umso erstaunlicher, als die Malerei nur eine von mehreren Beschäftigungen war, denen Leonardo nachging. Sein Wert für die Menschheit liegt mit Sicherheit nicht in der Malerei, sondern in der Wissenschaft: für viele gilt er als „erster und größter Naturforscher aller Zeiten“.

 

„„I was born in the year 1632, in the city of York, of a good family, though not of that country, my father being a foreigner of Bremen, who settled first at Hull“, so lautet der erste Satz im Weltbestseller „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe.

Kaum zu glauben, dass die weltweit bekannte Romanfigur Sohn eines Bremer Kaufmanns ist. Ursprünglich hieß Crusoe‘s Vater Kreuznaer, welches sich im Englischen zu Crusoe wandelte. Der Vater wanderte über Hull nach York in Nordengland aus, wo auch Robinson Crusoe aufwuchs.

Noch immer findet man Spuren der Romanfigur in Bremen. Heute steht in der Böttcherstraße das Robinson-Crusoe-Haus. Ludwig Roselius, der Gründer von Kaffee HAG, kaufte nach und nach alle Gebäude der Böttcherstraße auf und ließ sie im Stil des Expressionismus gestalten. Als letztes Gebäude wurde 1931 das Robinson-Crusoe-Haus fertiggestellt. Roselius wählte den Namen als Symbol für hanseatischen Tatendrang und Pioniergeist.“

https://blog.bremen-tourismus.de/bremer-koepfe-robinson-crusoe/

Wer sich wundert, dass die Roman-Figur des Abenteurers Robinson Crusoe für „hanseatischen Tatendrang und Pioniergeist“ steht, hat mit Sicherheit nur die stark verkürzte Version für Kinder bzw. Jugendliche gelesen oder gesehen – tatsächlich ist der vor 300 Jahren erschienene „Robinson Crusoe“ bis heute der Roman des Kapitalismus und Kolonialismus.

Und sein Autor Daniel Defoe einer der bedeutendsten und am meisten unterschätzten Schriftsteller aller Zeiten.

 

 

Stundenlang brannte in Paris die Kathedrale Notre Dame, ein Wahrzeichen nicht nur von Paris, sondern auch von ganz Frankreich und Europa.

Ob es sich um einen „natürlichen“ Brand oder um Brandstiftung handelt, mag dahin gestellt sein und ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.

So schlimm der Schaden auch sein mag – er dient auf jeden Fall dazu, an die Einigkeit Frankreichs und Europas zu appellieren.

 

Was auch immer die Regierung Ekuadors zu ihrem Entschluss bewogen haben mag: massive Drohungen oder in Aussicht gestellte Wohltaten oder beides zusammen: Ekuador gewährt Julian Assange kein Asyl mehr. Britische Polizisten zerrten ihn aus der Botschaft Ekuadors in London.

 

 

Ein schlimmer Tag für Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Demokratie. Auch ein schlimmer Tag für jene, die noch an die „westlichen Werte“ glauben.

Sehr wahrscheinlich wird Julian Assange an die USA ausgeliefert, wo ihn nichts Gutes erwartet. Selbst die Todesstrafe ist möglich.

 

Sollen Bluttests auf Trisomien bei Schwangeren von den Kassen übernommen werden? In einer Aussprache im Bundestag befürworten das viele Redner - aber nicht alle. Für die Kritiker geht es um mehr als nur die Finanzierung.

Der Bundestag hat über den Umgang mit vorgeburtlichen genetischen Bluttests auf Trisomien diskutiert. In der Orientierungsdebatte ging es vor allem um die Frage, ob Krankenkassen diese Form der Frühdiagnose finanzieren sollten.

Der Test, der seit 2012 angeboten wird, erkennt am Blut der Mutter, ob das ungeborene Kind eine Trisomie, wie etwa das Down-Syndrom, hat. Bislang müssen ihn Eltern privat bezahlen. Andere Methoden wie die Fruchtwasseruntersuchung werden von der Kasse übernommen. Sie bergen aber ein hohes Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt.“

https://www.tagesschau.de/inland/bluttest-trisomie-bundestag-101.html

In kaum einem anderen Bereich ist die veröffentlichte Meinung dermaßen einseitig wie bei der gegenüber behinderten Menschen. Deshalb macht es Mühe, an verlässliche Fakten zu gelangen.

Im Wesentlichen geht es dem Wurm um die Frage, was für ein Leben Menschen mit Trisomie 21 zugemutet wird.