Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

Vor 600 Jahren war der Beginn des Konzils von Konstanz.

„Das Konzil von Konstanz (5. November 1414–22. April 1418) wurde auf Betreiben König Sigismunds von Gegenpapst Johannes (XXIII.) einberufen. Gastgeber war Fürstbischof Otto III. von Hachberg …

Bei der Frage nach dem Tagungsort des Konzils waren mehrere Orte in der Diskussion. Neben Straßburg, Basel oder auch Kempten (Allgäu) stand zuletzt Konstanz zur Wahl. Konstanz hatte wegen seiner Nähe zu Wasserstraßen eine gute Infrastruktur, konnte somit ausgezeichnet mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgt werden. Zudem war Konstanz nicht nur wie die anderen Städte Reichsstadt, sondern auch Sitz des (damaligen) Bistums.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Konstanz 

„13 Jahre lang haben sie wirtschaftlich, politisch bewiesen, was zu leisten sie fähig sind: eine Nation wirtschaftlich zerstört, der Bauernstand ruiniert, der Mittelstand verelendet, die Finanzen im Reich, in den Ländern, in den Kommunen zerrüttet, alles bankrott, und 7 Millionen Arbeitslose. Sie können sich winden, wie sie sich winden wollen: dafür sind sie verantwortlich.“

Na, von wem könnte das stammen? Kleine Hilfe: es handelt sich weder um Gregor Gysi noch um Volker Pispers. Die Auflösung gibt der Wurm weiter unten.

Diese Passage stammt aus der bemerkenswerten 6-teiligen Dokumentation „Der Kapitalismus“ des Fernsehsenders „arte“, deren letzter Teil diese Woche gesendet wurde. 

Es ist mal wieder der Teufel los in der Medien-Landschaft. Tatsächlich wagen es Piloten der „Lufthansa“ und Lokführer der „Deutschen Bahn“ für ihre Rechte zu streiken. 

Was erlauben Arbeitnehmer!

 

Wenn so ziemlich alle Medien einer Meinung sind, ist der Verdacht der Manipulation nahe. Zumindest ist Vorsicht geboten. Das weiss auch Bonifaz Breitmaulfrosch, Leiter der Arbeitsgruppe MMM (Macht, Medien, Manipulation). 

Wir befinden uns im Jahre 2014 unserer Zeitrechnung. Der ganze Vordere Orient ist von fanatischen Islamisten besetzt ... Der ganze Vordere Orient? Nein! Eine von unbeugsamen Kurden bevölkerte Stadt hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

So oder so ähnlich könnte der Beginn eines Comics sein. Nur, dass es sich nicht um eigenwillige Gallier handelt, sondern um Realität und hauptsächlich Kurden. Und das, was denen droht, sind Versklavung, Vergewaltigung, Folter und Tod.

Ein Häuflein Aufrechter gegen die Mächte der Finsternis.

Diese „Mächte der Finsternis“ sind mittlerweile allgemein bekannt und waren auch schon Thema beim Wurm: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/100-das-gute-an-der-boesen-diktatur.html

Dennoch eine Zusammenfassung von Ismail Küpeli (16.09.2014):

„Der IS ist ein Produkt des syrischen Bürgerkrieges. Nach der Niederschlagung der friedlichen Oppositionsbewegungen durch das Assad-Regime ab 2011 gewannen innerhalb des Anti-Assad-Blocks die bewaffneten Gruppen unterschiedlicher Couleur an Macht. Bis zum Arabischen Frühling waren die Beziehungen der Türkei und der arabischen Golfstaaten zu Syrien gut. Danach stellten sie sich gegen Assad.

Insbesondere die türkische Regierung unter Erdogan macht aus ihrer Unterstützung für die syrische Opposition kein Hehl. Die Türkei nahm viele syrische Flüchtlinge auf und ermöglichte den syrischen RebellInnen, in der Grenzregion zu Syrien militärische Ausbildungslager aufzubauen und unter den Flüchtlingen zu rekrutieren. Die arabischen Golfstaaten finanzierten die Aktivitäten und die Bewaffnung. Diese externe Unterstützung verschob die Machtverhältnisse zwischen den verschiedenen Rebellengruppen. Konservativ-islamische und islamistische Kräfte erhielten mehr militärische und finanzielle Ressourcen und gewannen so an Macht gegenüber den Säkularen. 

Der Gutachter Thomas Holzmann wurde zu Schadensersatz in Höhe von insgesamt 197.000 €  plus Zinsen an drei der vier hessischen Steuerfahnder verurteilt, die wg. falscher Gutachten zwischen 2007 und 2009 zwangspensioniert wurden.

Einer der Betroffenen gab im Jahr 2013 ein Interview. Hier Auszüge daraus:

„Ich darf mich erst mal vorstellen: Mein Name ist Schmenger. Ich war in Hessen Steuerfahnder, wurde selbst psychiatrisiert, nachdem wir in Hessen auf die Mißstände hingewiesen hatten, daß wir in der Steuerfahndung Frankfurt die Bankenfälle nach dem Gesetz, nach dem Legalitätsprinzip, gar nicht abarbeiten können. Es wurden Geheimakten geführt über meine Person, es wurde ein disziplinarisches Ermittlungsverfahren konstruiert, es wurde ein Falschgutachter engagiert. Das ist eine Odyssee, die geht mittlerweile seit über zwölf Jahren, und ich habe im Rahmen dieser zwölf Jahre auch schon Teilerfolge erzielt, z.B. daß der Falschgutachter in der Steuerfahnderaffäre Hessen entlarvt wurde …

Der Falschgutachter von mir begutachtet bis zum heutigen Tage für die Justiz in Hessen, obwohl dieser Gutachter verurteilt wurde durch das zuständige Berufsgericht wegen vorsätzlicher Falschbegutachtung und das ist Dr. Holzmann aus Frankfurt - das kann auch jeder wissen und jeder nachlesen.“

http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Rudolf_Schmenger_(N%C3%BCrnberger_Rede)

Der Fall der hessischen Steuerfahnder ist symptomatisch für gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Zunächst drei Schilderungen aus „Pelzig hält sich“, „capital“ und „Spiegel“: