Mit dem Regenwurm ist es so eine Sache. Meist nimmt ihn keiner wahr und ernst nehmen tut ihn kaum jemand. Und doch: meist ist er da und oft auch wichtig. Ein eigenes Leben hat er allemal, wenn auch überwiegend unter der Erde - da wühlt und gräbt er sich durch alles durch und kommt mit allem in Kontakt, was es da so gibt im Wurzelbereich und drunterhinaus. Was dahin gerät - und das meiste kommt früher oder später mal da an - betrifft ihn und seine Freunde. Ab und zu kommt Rupert (so der Name des Regenwurms) an die Erdoberfläche, um zu sehen, was die da oben schon wieder alles treiben. Und gibt Kunde davon seinen staunenden Kumpels im Erdreich und jenen über der Erde, die sich für ihn interessieren.

„In der letzten Woche ist der Spielfilm „Im Labyrinth des Schweigens“ des deutsch-italienischen Regisseurs Giulio Ricciarelli in deutschen Kinos angelaufen. Er setzt sich mit der Vorgeschichte des ersten Auschwitzprozesses vor einem deutschen Gericht auseinander, der Anfang der 1960er Jahre in Frankfurt am Main stattfand …

Ricciarellis Film hält sich weitgehend an die historischen Fakten, baut sie jedoch geschickt in eine fiktive Handlung ein. Dadurch wird jüngeren Zuschauern, für die nicht nur Auschwitz, sondern auch die 50er und 60er Jahre der Bundesrepublik Geschichte sind, ein lebendiger Zugang in diese Zeit ermöglicht. Das Filmteam hat die Prozessakten studiert und sich sowohl von dem letzten noch lebenden Staatsanwalt des Teams von Fritz Bauer wie von Historikern beraten lassen.

Daher ist der Film in allen wesentlichen Fragen authentisch und historisch korrekt. Auf einige Übertreibungen, wie die wilden Alpträume, in denen Radmann Mengele in finsteren Kellerräumen jagt, hätte verzichtet werden können.

Der Film geht der Frage nicht nach, wie es zum Nationalsozialismus und einer derartigen Brutalisierung von Menschen kommen konnte. Die Existenz des Nazi-Regimes, von Auschwitz, Rassismus und Vernichtungskrieg wird nicht hinterfragt, sondern als gegeben genommen. Der Film beschränkt sich auf die Fragen der individuellen Schuld und der Möglichkeit, als Individuum als Antwort auf Auschwitz das Richtige zu tun, wie es einer der Protagonisten im Film ausdrückt.“

https://www.wsws.org/de/articles/2014/11/12/laby-n12.html

http://upig.de/micro/im-labyrinth-des-schweigens.html

Der Film zeigt auch, dass sich kaum einer mit ernsthaften Themen auseinander setzen wollte, vor allem nicht mit negativen Sachen: es war die Zeit des „Wirtschaftswunders“. Die Filme jener Zeit waren an Belanglosigkeit kaum zu überbieten und die Menschen flüchteten ins Privatleben.

Die Vergangenheit war schrecklich. An der waren ein paar Nazis schuld, denen in den „Nürnberger Prozessen“ der Prozess gemacht wurde und ansonsten sollte ein „Schlussstrich“ unter diese Vergangenheit gezogen werden.

Das hieß allerdings: „Die Mörder sind unter uns“ (wie der erste deutsche Nachkriegsfilm hieß) – seitens der deutschen Justiz, die von alten „Seilschaften“ durchsetzt war, gab es keinerlei Interesse an einer juristischen Aufarbeitung der Verbrechen während der Nazi-Zeit. Dagegen kämpfte vor allem einer an: der Generalstaatsanwalt von Braunschweig und später Frankfurt, Fritz Bauer. 

Vor 600 Jahren war der Beginn des Konzils von Konstanz.

„Das Konzil von Konstanz (5. November 1414–22. April 1418) wurde auf Betreiben König Sigismunds von Gegenpapst Johannes (XXIII.) einberufen. Gastgeber war Fürstbischof Otto III. von Hachberg …

Bei der Frage nach dem Tagungsort des Konzils waren mehrere Orte in der Diskussion. Neben Straßburg, Basel oder auch Kempten (Allgäu) stand zuletzt Konstanz zur Wahl. Konstanz hatte wegen seiner Nähe zu Wasserstraßen eine gute Infrastruktur, konnte somit ausgezeichnet mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgt werden. Zudem war Konstanz nicht nur wie die anderen Städte Reichsstadt, sondern auch Sitz des (damaligen) Bistums.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Konstanz 

„13 Jahre lang haben sie wirtschaftlich, politisch bewiesen, was zu leisten sie fähig sind: eine Nation wirtschaftlich zerstört, der Bauernstand ruiniert, der Mittelstand verelendet, die Finanzen im Reich, in den Ländern, in den Kommunen zerrüttet, alles bankrott, und 7 Millionen Arbeitslose. Sie können sich winden, wie sie sich winden wollen: dafür sind sie verantwortlich.“

Na, von wem könnte das stammen? Kleine Hilfe: es handelt sich weder um Gregor Gysi noch um Volker Pispers. Die Auflösung gibt der Wurm weiter unten.

Diese Passage stammt aus der bemerkenswerten 6-teiligen Dokumentation „Der Kapitalismus“ des Fernsehsenders „arte“, deren letzter Teil diese Woche gesendet wurde. 

Es ist mal wieder der Teufel los in der Medien-Landschaft. Tatsächlich wagen es Piloten der „Lufthansa“ und Lokführer der „Deutschen Bahn“ für ihre Rechte zu streiken. 

Was erlauben Arbeitnehmer!

 

Wenn so ziemlich alle Medien einer Meinung sind, ist der Verdacht der Manipulation nahe. Zumindest ist Vorsicht geboten. Das weiss auch Bonifaz Breitmaulfrosch, Leiter der Arbeitsgruppe MMM (Macht, Medien, Manipulation). 

Wir befinden uns im Jahre 2014 unserer Zeitrechnung. Der ganze Vordere Orient ist von fanatischen Islamisten besetzt ... Der ganze Vordere Orient? Nein! Eine von unbeugsamen Kurden bevölkerte Stadt hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

So oder so ähnlich könnte der Beginn eines Comics sein. Nur, dass es sich nicht um eigenwillige Gallier handelt, sondern um Realität und hauptsächlich Kurden. Und das, was denen droht, sind Versklavung, Vergewaltigung, Folter und Tod.

Ein Häuflein Aufrechter gegen die Mächte der Finsternis.

Diese „Mächte der Finsternis“ sind mittlerweile allgemein bekannt und waren auch schon Thema beim Wurm: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/100-das-gute-an-der-boesen-diktatur.html

Dennoch eine Zusammenfassung von Ismail Küpeli (16.09.2014):

„Der IS ist ein Produkt des syrischen Bürgerkrieges. Nach der Niederschlagung der friedlichen Oppositionsbewegungen durch das Assad-Regime ab 2011 gewannen innerhalb des Anti-Assad-Blocks die bewaffneten Gruppen unterschiedlicher Couleur an Macht. Bis zum Arabischen Frühling waren die Beziehungen der Türkei und der arabischen Golfstaaten zu Syrien gut. Danach stellten sie sich gegen Assad.

Insbesondere die türkische Regierung unter Erdogan macht aus ihrer Unterstützung für die syrische Opposition kein Hehl. Die Türkei nahm viele syrische Flüchtlinge auf und ermöglichte den syrischen RebellInnen, in der Grenzregion zu Syrien militärische Ausbildungslager aufzubauen und unter den Flüchtlingen zu rekrutieren. Die arabischen Golfstaaten finanzierten die Aktivitäten und die Bewaffnung. Diese externe Unterstützung verschob die Machtverhältnisse zwischen den verschiedenen Rebellengruppen. Konservativ-islamische und islamistische Kräfte erhielten mehr militärische und finanzielle Ressourcen und gewannen so an Macht gegenüber den Säkularen.