https://www.youtube.com/watch?v=bPUj9Va3T0s

 

Nein, keine gute Idee: im „Kampf für das Gute“ befindet sich Greenpeace auf Abwegen und schrammt haarscharf an einer Katastrophe vorbei.

 

Martin Bernstein: „…Während der vier in München geplanten EM-Spiele - die weiteren finden am 19. und 23. Juni sowie am 2. Juli statt - dürfen über und rund um die Münchner Arena keinerlei Flüge stattfinden, auch nicht mit Flugmodellen oder unbemannten Geräten, sogenannten Drohnen.

Die Sperrzone hat einen Radius von drei nautischen Meilen (knapp 5,5 Kilometer) um das Stadion und umfasst den gesamten Münchner Nordosten sowie die außerhalb der Stadt liegenden Kommunen Garching, Oberschleißheim, Ismaning und Unterföhring. Das "Flugbeschränkungsgebiet Fröttmaning" reicht nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) vom Boden bis in eine Höhe von gut 3000 Metern. Die Beschränkungen treten jeweils sechs Stunden vor Spielbeginn in Kraft und enden etwa eine Stunde nach Abpfiff …

Wo der Pilot mit seinem motorgetriebenen Gleitschirm, der offiziell als Ultraleichtflugzeug eingestuft wird, gestartet ist, hat die Münchner Polizei noch nicht mitgeteilt. Der Flieger habe sich, so Polizeisprecher Andreas Franken, dem Stadion von Norden her genähert. Greenpeace zufolge flog der Pilot mit einem Elektromotor, der mit einem Lithium-Ionen-Akku betrieben wird. Der Motor war in technisch einwandfreiem Zustand, neu und geprüft. Aus noch nicht geklärten Gründen fiel die manuelle Gassteuerung zeitweise aus, der Pilot verlor an Höhe und touchierte dabei ein Stahlseil. Er musste eine Notlandung im Stadion durchführen. Unklar ist, von wo genau er gestartet ist.

Der einzig erhöhte Punkt in der Nachbarschaft der Arena ist der 75 Meter höher gelegene Fröttmaninger Berg, eine renaturierte Müllkippe. Weil der Berg aber aufgrund seiner Nähe zum Stadion - nur die Autobahn trennt die beiden Landmarken - und seiner Höhe ein neuralgischer Punkt im Sicherheitskonzept der Polizei ist, waren dort Beamte stationiert. Als Startpunkt für den Piloten scheidet er daher aus.

Möglicherweise hatte der Umweltaktivist beim Start Helfer. Denn der ursprüngliche Plan war es nach Darstellung von Greenpeace, dass der Gleitschirmflieger über dem Stadion kreisen und von dort einen gelben Latex-Ball mit der Aufschrift "Kick out oil!" abwerfen sollte.

Das ging gründlich schief. Beim Anflug übers Stadiondach kam der Mann mit seinem Fluggerät einem der zwei über die Öffnung gespannten Blitzableiter zu nahe, das zumindest berichten Mitarbeiter der Firma, die die "Spidercam" genannte "Fliegende Kamera" betreibt. Videos zeigen, wie der Pilot den Ball verliert, ins Trudeln kommt und seinen Gleitschirm erst knapp oberhalb der Tribünen wieder abfangen kann. Nach der Notlandung auf dem Rasen mitten in der deutschen Abwehrreihe eilen die beiden Spieler Antonio Rüdiger und Mats Hummels auf den Mann zu. Sicherheitskräfte führen den Bruchpiloten ab, Polizisten nehmen ihn fest. Er sei nicht verletzt, soll der Flieger den Beamten gesagt haben. Am Mittwoch war der 38-Jährige nach Polizeiangaben schon wieder auf freiem Fuß, weil keine Haftgründe gegen ihn vorlagen.

Erfahrene Gleitschirmflieger bestätigen, welches Glück der Mann hatte - und wohl auch die Zuschauer im Stadion. Von einer "unverantwortlichen Aktion", bei der eine erhebliche Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen worden sei, sprach die Polizei. Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) fehlt jedes Verständnis "für derartige Aktionen, insbesondere wenn dadurch andere Menschen gefährdet werden". Den Verletzten wünschte er gute Besserung.

Dass die missglückte Greenpeace-Aktion trotz allem noch glimpflich ausgegangen ist, wurde bei einer Presserunde der Münchner Polizei deutlich. Der Anflug des Ultraleichtflugzeugs war nämlich von Polizisten bemerkt worden und die Beamten mussten in kürzester Zeit entscheiden, wie zu reagieren sei. Es gebe natürlich "Konzepte für derartige Maßnahmen", bestätigte Polizeisprecher Franken - und auch, dass "taktische Maßnahmen vorbereitet" wurden.

Noch deutlicher wurde Frankens oberster Dienstherr, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), in einem Bild-Video: Den Piloten habe möglicherweise nur der "Greenpeace"-Schriftzug auf dem Gleitschirm vor einem Abschuss durch Scharfschützen bewahrt. Bekannt wurde in diesem Zusammenhang, dass Hubschrauber für derartige Fälle am Stadion in Bereitschaft stehen.“

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/greenpeace-em-muenchen-allianz-arena-ermittlungen-1.5323655

 

Vom Umwelt- und Naturschutz hin zum Gutmenschen-Lifestyle

 

Aus „Wikipedia“: „Greenpeace ist eine 1971 gegründete, transnationale politische Non-Profit-Organisation, welche sich für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einsetzt und nach eigenen Aussagen "mit direkten gewaltfreien Aktionen für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur und Gerechtigkeit für alle Lebewesen kämpft". Die Organisation wurde von Friedensaktivisten in Vancouver, Kanada gegründet und durch Kampagnen gegen Kernwaffentests und Aktionen gegen den Walfang bekannt. Später konzentrierte sich die Organisation darüber hinaus auf weitere Themen wie Überfischung, die globale Erwärmung, die Zerstörung von Urwäldern, Atomenergie und Gentechnik. Zudem weist Greenpeace auch auf Alternativen durch technische Innovationen hin.

Greenpeace hatte nach eigenen Angaben im Jahr 2017 weltweit rund drei Millionen Fördermitglieder und beschäftigte rund 2.400 Mitarbeiter. Greenpeace Deutschland hat rund 608.000 Fördermitglieder. Es gibt in über 45 Ländern weltweit Greenpeace-Büros und 28 regionale Büros.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace

 

Auch, wenn einiges fragwürdig und daneben war, so hat Greenpeace doch einige bewundernswerte, teils spektakuläre Aktionen geleistet und sich um die Menschheit verdient gemacht.

Allerdings wurde immer nur an Symptomen herumgedoktort und nie an das Kernproblem herangegangen – der Überbevölkerung, siehe unter anderem http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/24-arabischer-winter.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/406-der-ast-auf-dem-wir-sitzen.html . Zumindest ist es dem Wurm nicht bekannt, dass diese weltweit tätige und einflussreiche Organisation diesen Gedanken verbreitet hätte.

 

Militär

 

Das heutige Hauptthema lautet „Klimawandel“. Mensch mag darüber denken, was er will – wer allerdings nicht an den mit Abstand größten „Schädling“ (dem Militär) ran geht, ist ein Heuchler und doktort wieder nur an den Symptomen rum, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/390-auf-dem-weg-in-die-oeko-diktatur.html .

Aus dem „Greenpeace-Friedensmanifest“: „Die Klimakrise gefährdet weltweit Frieden und Sicherheit. Die Weltgemeinschaft steht an einem Scheideweg. Handelt sie entschlossen, gemeinsam und auf eine Weise, die die Rechte und Notlagen der besonders betroffenen Länder und Menschen des globalen Südens berücksichtigt? Oder verleitet das gegenseitige Misstrauen die Staaten zu Abschottung, Aufrüstung und Militarisierung?

Damit Frieden eine Chance hat, müssen wir uns kollektiv für Klimaschutz, Abrüstung und einen wirtschaftlichen Wandel einsetzen. Eine friedliche und sichere Welt kann nur Wirklichkeit werden, wenn wir einander mit Liebe, Toleranz, Solidarität und Respekt begegnen und dem zersetzenden Gift von Rassismus, Sexismus und Nationalismus keinen Raum geben.“

https://act.greenpeace.de/friedensmanifest?_ga=2.170530147.213375044.1625585774-1183098980.1625585774

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/greenpeace_friedensmanifest.pdf?_ga=2.137132403.213375044.1625585774-1183098980.1625585774

 

Auch in „Friedenszeiten“ verbraucht das Militär mehr fossile Brennstoffe als alle Autos zusammen. Greenpeace thematisiert dies nicht. Während es im Manifest noch heisst „Deutschland steht in der Pflicht seinen Beitrag zum internationalen Klimaschutz zu leisten. Konkret heißt das unter anderem: Raus aus der Kohle bis 2030 und ein Zulassungsstopp für alle Verbrenner bis zum Jahr 2025!“, werden im militärischen Bereich keine Zahlen und Daten genannt.

Auch, wenn da einige sinnvolle Sachen drin stehen mögen, ist das „Greenpeace-Friedensmanifest“ wertlos, da weder Ross noch Reiter genannt werden und mit dem Appell, dass alle Menschen sich lieben und umarmen mögen, wird es auch nicht konkreter.

Greenpeace hätte das Potential, den Menschen klarzumachen, welche Bedeutung Ausgaben für das Militär für den Klimawandel oder zumindest für die Ökologie hätten. Dadurch, dass in dieser Hinsicht nichts passiert, erweisen sie sich als Heuchler.

 

Lifestyle

 

„Erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz kann nur demokratisch, antirassistisch und antifaschistisch sowie intersektional umgesetzt werden. Es ist unsere Pflicht, weiße Privilegien zu erkennen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, Rassismus und rassistische Strukturen zu benennen, aufzubrechen und zu bekämpfen. Der Greenpeace-Leitsatz “Taten statt warten!“ gilt mehr denn je.“

https://www.greenpeace.de/themen/ueber-uns/black-lives-matter

Gut und schön – der Wurm erinnert jedoch gerne daran, dass die Organisation hauptsächlich von „weißen“ Akademikern gegründet wurde, sich mit „weißen“ Themen beschäftigt  und später den „edlen Wilden“ beizubringen versucht hat, wie diese sich in und mit ihrer Umwelt zu verhalten hätten.

Nichtsdestotrotz: die „weißen Privilegien“ haben eher weniger mit dem früheren Kern-Anliegen von Greenpeace zu tun und zeigen, dass die Organisation mitten im Sumpf des degenerierten Gutmenschen-Lifestyles steckt.

 

Kampagne gegen VW

 

Die EM-Aktion von München

 

„Der Motorschirmflug war Teil einer Protestaktion für mehr Tempo beim Ausstieg aus klimaschädlichen Verbrennungsmotoren beim EM-Sponsor Volkswagen …

Hintergrund der Protestaktion ist, dass der VW-Konzern sich weigert, ein festes Enddatum für Autos mit Verbrennungsmotor zu nennen. Als Botschaft an Volkswagen stand daher auf dem Motorschirm, wie auf dem rund einen Meter großen Ball, der auf das Spielfeld sank, „Kick Out Oil“. Der Konzern steht als weltweit zweitgrößter Autobauer besonders in der Verantwortung. Trotz öffentlicher Bekenntnisse zur Elektromobilität verbrennen noch immer 95 Prozent aller hergestellten VW-Autos Diesel oder Benzin. Allein die im Jahr 2019 produzierten Autos werden über ihre Lebenszeit mit mehr als 500 Millionen Tonnen so viele Treibhausgase ausstoßen wie ganz Australien in einem Jahr. „Volkswagen-Chef Herbert Diess kann sich nicht als Elektropionier feiern und sich gleichzeitig weiter vor einem Ausstiegsdatum drücken“, so Stephan.

„Für Millionen Menschen ist Fußball nicht nur zur EM enorm wichtig, aber auf einem immer heißeren Planeten wird er immer weniger gespielt werden können“, sagt Greenpeace Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Wenn VW noch wie geplant bis mindestens 2040 Millionen klimaschädliche Diesel und Benziner verkauft, befeuert der Konzern die Klimakrise damit rücksichtslos weiter. Statt grüner PR braucht Volkswagen dringend ein Ausstiegsdatum.“

Wenn die globalen Temperaturen durch das Verbrennen fossiler Energien wie Öl weiter steigend, wird das auch Breitensportarten wie Fußball mittelfristig belasten. Der Temperaturanstieg zeigt sich überdurchschnittlich im Frühjahr und Sommer und in den Städten – zu Jahreszeiten und an Orten also, die besonders wichtig für Sport im Freien sind. Klimamodellierungen zeigen, dass ohne zusätzliche Maßnahmen im Klimaschutz Sommer etwa in Berlin bis zum Jahr 2050 im Schnitt bis zu 6 Grad heißer werden. Tage mit Temperaturen über 35 Grad, bei denen die Ausübung von Sport gesundheitliche Risiken mit sich bringt, würden deutlich zunehmen.“

https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/mobilitaet/protest-vor-em-spiel

 

5 Gründe für eine VW-Kampagne

 

„Will VW seiner Klimaverantwortung gerecht werden, und vom Problem zu einem Teil der Lösung werden, muss der Konzern jetzt aufhören, weitere Verbrennungsmotoren zu entwickeln und zu verkaufen.

Hitzerekorde in der Antarktis, brennende Permafrostböden, Waldbrände in Australien, Kalifornien und im Amazonas - in den vergangenen Jahren wurden die dramatischen Folgen der Erderhitzung immer spür- und sichtbarer. Nur wenn der Ausstoß an Treibhausgasen schnell sinkt, haben wir noch eine Chance gegen die globale Klimakrise.

Ein bahnbrechendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts bringt nun Tempo in die Klimapolitik: Das Urteil vom 29. April 2021 räumt künftigen Generationen ein Grundrecht auf effektiven Klimaschutz ein. Die Richterinnen und Richter in Karlsruhe verdonnerten die Bundesregierung dazu, beim Klimaschutz nachzubessern. Mit den bisherigen Plänen würden zu viele Lasten in die Zukunft verschoben. Ein weiteres Urteil eines Gerichts in Den Haag verpflichtete mit einer ähnlichen Argumentation Shell bis 2030 die CO2-Emissionen des Konzerns im Vergleich zu 2019 um 45 Prozent zu reduzieren.

Anders ausgedrückt: Wer schon heute mögliche Schritte im Klimaschutz aufschiebt, handelt auf Kosten unserer Kinder und Enkel. Diesen Vorwurf muss sich auch die Autoindustrie machen lassen, denn der Verkehr ist seit Jahren das Schmuddelkind im Klimaschutz. Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor nahezu unverändert hoch. Der Grund dafür liegt in einem seit zehn Jahren von der CSU geführten Bundesverkehrsministerium und an der Lobbymacht der drei großen deutschen Autohersteller VW, BMW und Daimler. Zusammen blockieren sie seit Jahren eine klimafreundliche Verkehrswende.

Volkswagen trägt dabei eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz. Als weltweit zweitgrößter Autobauer schickt der Konzern Jahr für Jahr Millionen weiterer Autos mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren auf die Straßen. Anstatt ein Enddatum für Pkw mit Verbrennungsmotor festzulegen, um die 1,5 Grad-Grenze der Erderhitzung nicht zu überschreiten, plant VW-Chef Herbert Diess für Milliarden von Euro eine weitere Generation Verbrenner entwickeln zu lassen. Geht es nach Diess, verkauft VW noch mindestens bis zum Jahr 2040 viele Millionen schmutzige Diesel und Benziner und beschneidet damit die Freiheit künftiger Generationen.

1. Klimabilanz

VW ist mit großem Abstand Europas größter Autobauer. Selbst im schwachen Corona Jahr 2020 produzierte der Konzern 9 Millionen Pkw (2019: 10,7 Millionen). So verursacht VW einen enormen Schaden für unser Klima. Mit über einem Prozent der weltweiten CO2-Emissionen allein durch seine Pkw-Sparte ist VW einer der weltweit klimaschädlichsten Konzerne.

Als Volumenhersteller hat VW die Verantwortung, sein Geschäftsmodell klimafreundlich auszurichten. Die von VW im Jahr 2018 produzierten Autos verursachen über ihre Lebensdauer 582 Millionen Tonnen CO2. Das übersteigt die jährlichen Treibhausgas-Emissionen von ganz Australien.

Obwohl sich VW zum Pariser Klimaschutzabkommen bekennt, rollen unter dem Dach des Mutterkonzerns noch immer über 95 Prozent klimaschädliche Verbrenner vom Band. Während sich Autohersteller wie General Motors, Fiat oder Volvo ein Enddatum für die Produktion von Verbrennern gesetzt haben, will VW für Milliarden eine neue Generation klimaschädlicher Diesel und Benziner entwickeln und diese noch bis mindestens 2040 verkaufen.

Um vom Hauptgeschäft mit Verbrennern abzulenken, veranstaltet VW für seine neuen Elektro-Modelle derzeit eine große PR-Show und verkauft sich als Elektro-Vorreiter. Die E-Auto Modelle ID.3 und ID.4 vermarktet der Konzern als “klimaneutral”, setzt dabei jedoch hauptsächlich auf CO2-Kompensation durch ein für den Klimaschutz weitgehend wirkungsloses Waldprojekt in Indonesien.

Statt die Dekarbonisierung der ID Produktion entschlossen voranzutreiben, zahlt VW in Indonesien zwischen 5 und 10 US-Dollar (4,25 – 8,50 Euro) für den vermeintlichen Ausgleich einer Tonne CO2. Zum Vergleich: Das Umweltbundesamt kalkuliert die gesellschaftlichen Folgekosten für jede Tonne CO2 mit 195 Euro.

2. SUV-Strategie

Auch in seiner Modellpolitik verfolgt Volkswagen eine klimaschädliche Strategie. VW plant den SUV-Anteil seiner weltweit verkauften Fahrzeuge bis zum Jahr 2025 auf mehr als 50 Prozent zu steigern. SUVs verbrauchen mehr Rohstoffe und Sprit als vergleichbare Nicht-SUV-Modelle und sind auch mit Elektromotor ökologisch nicht sinnvoll, da sie aufgrund ihres höheren Stromverbrauchs eine größere und somit ressourcenintensive Batterie benötigen.

VW muss seinen Kurs in der Modellpolitik ändern und sich auf kleine, leichte Fahrzeuge konzentrieren, die möglichst geteilt zum Einsatz kommen. Langfristig muss VW sein Geschäftsmodell überdenken: Weg vom Ziel, immer mehr private Autos zu verkaufen, hin zu einem Konzern, der sich als Anbieter nachhaltiger Mobilität versteht. Mit 20.000 Entwickler:innen alleine in Deutschland kann Volkswagen eine zentrale Rolle in der Mobilitätswende spielen. Nur als Mobilitätsdienstleister kann VW die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erfüllen und einen Beitrag dazu leisten, die Zukunft unserer Enkelgeneration auf der Erde zu sichern. Denn der Umstieg auf elektrische Antriebe reicht für die Einhaltung der Pariser Klimaziele nicht, es braucht auch deutlich weniger Autos.

3. Diesel-Skandal

Im September 2015 wird bekannt, dass VW mit Abschalteinrichtungen bei den Abgaswerten seiner Diesel betrogen hat. US-Forscher:innen führten reale Abgastests auf der Straße durch und stellten fest: Die gemessenen Stickoxidwerte lagen um das 15- bis 20-fache über den US-Grenzwerten. Spätestens dann ist klar: Die in vielen Werbungen verwendete Erzählung vom “sauberen Diesel” war ein Märchen. Noch heute zahlt VW Milliarden für die Folgen dieses Skandals - Geld, das in den Umstieg auf E-Autos und neue, umweltfreundliche Geschäftsmodelle besser investiert wäre. Die europäische Umweltagentur EEA schätzt, dass Luftverschmutzung durch Stickoxide 2018 für 54.000 vorzeitige Todesfälle in den 27 EU-Mitgliedstaaten ursächlich war.

4. Wortbruch

Bereits in der Vergangenheit hat sich Greenpeace an Volkswagen gewendet, um mehr Einsatz für den Klimaschutz zu fordern. Im Jahr 2013 endete eine Greenpeace-Kampagne zu VW mit dem Versprechen des damaligen Vorstandschefs Martin Winterkorn, den CO2-Ausstoß seiner Autos bis 2020 “ohne wenn und aber” auf 95 g CO2/km zu reduzieren. Doch schon wenige Wochen später setzte VW gemeinsam mit BMW und Daimler seine gesamte Lobbymacht dafür ein, die geplanten europäischen Klimaschutzziele mit Hilfe der deutschen Bundesregierung zu verwässern.

Acht Jahre später ist klar: Auf dem Papier hat der Konzern die europäischen Flottengrenzwerte um 0,8 g CO2 verpasst. Auf der Straße liegt der tatsächliche Ausstoß um ein Vielfaches höher: Im Schnitt stoßen VW Autos pro Kilometer 156 Gramm CO2 aus – 61 Gramm mehr, als es der EU-Grenzwert erlaubt. Dahinter stecken geschönte Verbrauchsangaben und Schlupflöcher, die VW und andere Hersteller in das Gesetz lobbyiert haben und jetzt konsequent ausnutzen. Allein die 2020 in Europa von der Volkswagen Gruppe verkauften Neuwagen verursachen durch diese Abweichungen 45 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich.

5. Arbeitsplätze

Volkswagen beschäftigt weltweit etwa 660.000 Menschen. Durch den Umstieg auf E-Autos sind laut einer von VW beauftragten Studie voraussichtlich weniger Beschäftigte betroffen, als bisher angenommen: Verfolgt der Konzern seine E-Strategie weiter wie bisher, werde der durchschnittliche Bedarf an Mitarbeitenden bis 2029 nur um 12 Prozent sinken. Je eher VW den Umstieg auf E-Autos beschleunigt, desto mehr kann der Konzern den ohnehin anstehenden Wandel gestalten und zukunftsfähige Jobs aufbauen. Durch Automatisierungen und eine höhere Produktivität werden mittelfristig Jobs in der Autoindustrie verloren gehen. Mit der Verkehrs- und Energiewende entstehen jedoch neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze. Um einen sozialverträglichen Umstieg sicher zu stellen, muss VW jetzt handeln.

Greenpeace fordert von VW…

  • …schneller auf saubere Antriebe umzusteigen. Um die Erhitzung der Erde auf 1,5 Grad zu begrenzen, dürfen ab dem Jahr 2025 in Deutschland, ab 2028 in der EU, keine weiteren Autos mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren neu zugelassen werden.
  • …die derzeit geplante Entwicklung einer nächsten Generation von Verbrennern, die noch bis zum Jahr 2040 verkauft werden sollen, zu stoppen.
  • …den Wandel zum Mobilitätsdienstleister schneller einzuleiten. Dafür muss VW ein Geschäftsmodell entwickeln, das nicht länger auf dem Verkauf von immer mehr und immer größeren privaten Autos beruht, sondern geteilte, klimafreundliche Mobilität ermöglicht.“

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/gpd_factsheet_5_gruende_fuer_vw_kampagne.pdf

 

Helden oder Terroristen? Greenpeace und der Gleitschirm

https://www.youtube.com/watch?v=avYIVCzfZQU

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm

 

 

Das Böse verlachen

- Satire, Realsatire, ernst Gemeintes -

 

19. Juni – Wochenkommentar von Ferdinand Wegscheider

„Ein Sommer wie damals!“ - Im neuen Wochenkommentar freuen wir uns heute über die unglaublichen Lockerungen, die uns die Bundesregierung ab Juli gewährt! Wir dürfen dann wieder tanzen, feiern und sogar heiraten – nur die 3G-Regel soll weiterhin dafür sorgen, dass sich möglichst viele gesunde Gefährder impfen lassen!

https://www.servustv.com/videos/aa-27advyzf12111/

 

Die Schweine über Diskriminierung

https://www.youtube.com/watch?v=pSEUcm80TRI

 

Bist du schon geimpft?!!!! (Satire)

https://www.youtube.com/watch?v=CbaCf5XnjII

 

SIND DIE MARIONETTEN DA DIE ANFÜHRER DER WELT? NATO-GIPFEL

https://www.bitchute.com/video/ZNzeoaEvHCEl/

 

#allesdichtmachen #niewiederaufmachen #lockdownfürimmer: Ramin Yazdani

https://www.youtube.com/watch?v=B9i-bpOumRI

 

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 31

https://www.youtube.com/watch?v=yjLpEP5qVRg

 

Die Rache der Alice | Möge die Macht mit uns sein | Strippenzieher

https://www.youtube.com/watch?v=3GZuK4dI9to

 

HallMack Lecker Fleischersatz

https://www.frei3.de/article/3a4daf78-1078-4f4d-8ba3-55c347c1b6ad

 

HallMack We need more Reitschuster (Musikvideo)

https://www.frei3.de/article/5bed15b8-8ba4-45d0-a8f3-50992af458db

 

HallMack FFP2-Masken bald für Kinder

https://www.frei3.de/article/38e5ca1b-1117-4ba0-a87a-cfbfdf10dd13

 

HallMack Scholz kennt Benzinpreis nicht

https://www.frei3.de/article/21718757-8811-45e5-b069-d65c60d1fb8a

 

HallMack E-Auto - EU verrechnet sich beim CO2-Ausstoß

https://www.frei3.de/article/30f58c09-d644-41f3-8344-297d71c6cc41

 

HallMack Rentenberatung nur für geimpfte

https://www.frei3.de/article/460f4da5-9bf5-4a16-ba17-ad327fb4566c