"Wir können Ihnen mittlerweile bestätigen, dass es eine finanzielle Unterstützung und somit auch eine Verbindung vom Neuseeland-Attentäter mit den Identitären in Österreich gegeben hat“, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wien.

Berichten zufolge erhielt Martin Sellner, der Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, im Jahr 2018 1.500 Euro von einem Spender, der den gleichen Namen trug wie der mutmaßliche Mörder der Anschläge von Christchurch.

Kurz fuhr fort, dass ein "schnelles Ausforschen dieser Netzwerke", "ein Sicherstellen und ein Feststellen, ob es hier Machenschaften im Hintergrund auf österreichischem Staatsgebiet gegeben hat" und "die Bestrafung aller, die sich etwas zuschulden kommen lassen haben" Ziele der Aufklärung sein müssten. "Darüber hinaus bedarf es der Prüfung, ob eine Auflösung der Indentitären hier möglich ist."

Er betonte, dass sich die Position der österreichischen Regierung ganz klar gegen jede Form des Extremismus richte – "ob radikaler Islamist oder rechtsextremer Fanatiker – sowas darf keinen Platz in unserem Land und in unserer Gesellschaft haben".

 

 

Martin Sellner beklagte, dass er nichts verbrochen habe und ihm nun in diversen Medien eine Verbindung zum Attentäter nachgesagt werde. Er beschrieb sich als "friedlichen, politischen Aktivisten" und erklärte:

"Denn tatsächlich ist es so, dass ich es einfach nicht wissen kann, wer mir etwas spendet. Diese Verbindung ist rein passiver Natur."

Er schildert, dass er eine unverhältnismäßig hohe Spende vom Attentäter Anfang des Jahres 2018 bekommen habe. Aus diesem Grund habe er sich "selbstverständlich bedankt", wie er das bei jedem Spender mache. "Das gehört zum guten Ton." Da habe ihm der Attentäter nochmal zurückgeschrieben: "Kein Problem, ihr macht große Arbeit." Daraufhin habe Sellner sich noch einmal bedankt, mehr Kommunikation habe es nicht gegeben. "Das war völlig belanglos", erklärte er.“

 

 

https://deutsch.rt.com/kurzclips/86480-wird-identitare-bewegung-nun-verboten/

Weil ein späterer Krimineller vor einem Jahr eine Spende von 1.500 € getätigt hat, bricht jetzt die Hölle über Martin Sellner und die Identitäre Bewegung in Österreich herein.

Die Spende ist jedoch nur der Anlass – der Grund ist ein ganz anderer.

Um es vorwegzunehmen: Der Wurm hält es mit Voltaire: „Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen“.

Wer es mit „Je suis Charlie“ und der Meinungsfreiheit ernst meint, muss auch „Je suis Martin“ sagen.

 

 

Der Anschlag von Christchurch

 

Aus „Wikipedia“: „Bei einem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland) am 15. März 2019 tötete der aus Australien stammende Rechtsterrorist Brenton Tarrant mit Schusswaffen insgesamt 50 Menschen und verletzte weitere 50, einige davon schwer. Es war die Tat mit den meisten Todesopfern in Neuseelands Kriminalgeschichte seit 1943.

Der Täter griff gezielt islamische Zentren der Stadt an und berief sich dazu analog zu dem norwegischen Massenmörder Anders Breivik auf eine Reihe rechtsextremer und islamophober Theorien, darunter die des sogenannten Großen Austausches. Er wurde inhaftiert und wegen Mordes angeklagt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschlag_auf_zwei_Moscheen_in_Christchurch

Ungereimtheiten und die Vermutungen des „Freeman“ seien nicht verschwiegen:

Am 19. März hat die Nachrichtenseite stuff.co.nz einen Artikel veröffentlicht, der enthüllt, dass am selben Tag, an dem der "Terroranschlag" in Christchurch stattfand, eine grossangelegte Polizeiübung genau in dieser Stadt durchgeführt wurde. Während der Übung waren "Spezialisten" der neuseeländischen Streitkräfte und anderer Nationen anwesend.

"Die Teilnehmer an der Übung im Stadtzentrum trugen bereits ihre Ausrüstung, als der erste 111 Anruf um 13:41 Uhr (Lokalzeit) am Freitag am 15. März erfolgte", steht im Artikel.

Am Einsatz beteiligten sich Beamte der polizeilichen Spezialtaktikgruppe (STG), der NZDF, der australischen Polizei und der Polizei in Hongkong, sagte ein Sprecher der neuseeländischen Polizei.

Diese Polizeigruppen sind auf den "Antiterrorkampf" spezialisiert und bestehen auch aus Scharfschützen.

Soldaten des neuseeländischen Special Air Service (NZSAS) wurden am Tatort in Zivilkleidung und Sturmhauben fotografiert, die mit Scharfschützengewehren bewaffnet waren.

Eine der Hauptaufgaben von SAS ist die Bekämpfung des Terrorismus. Diese Rolle wird auf Ersuchen des Polizeichefs vom Premierminister aktiviert.

Chris Cahill, der Präsident der neuseeländischen Polizeiverbände, behauptete, der "Zeitpunkt des Trainingskurses" hätte bei einer "schnellen Reaktion" geholfen.

"Manchmal braucht man ein bisschen Glück", sagte er.

Die ersten bewaffneten Beamten trafen sechs Minuten nach dem Alarmruf in der Al Noor Moschee ein. Die bewaffnete Fandungsgruppe (AOS) kam innerhalb von 10 Minuten an.

Cahill bezeichnete die Reaktion als "hervorragend".

Ich sage dazu: Ja, ja, ihr meint auch, wir glauben noch an Zufälle!!!

Fast bei allen sogenannten Terroranschlägen der letzten 20 Jahre fanden am selben Tag und zum selben Zeitpunkt militärische oder polizeiliche Übungen statt. Nur zwei Beispiele, die Anschläge von 9/11 (New York) und 7/7 (London).“

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/03/am-tag-des-anschlags-fand-wieder-eine.html

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/03/steckt-mossad-hinter-dem-massaker-von.html

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/03/israel-justizministerin-benutzt.html

 

Das Manifest des Attentäters

 

Aus „Wikipedia“: „Tarrant betitelte ein 74-seitiges Pamphlet „Der große Austausch“, das er als Erklärung seiner Taten kurz vor seinen Morden ins Netz stellte. Es besteht aus einer Mischung aus rechtsextremen Verschwörungstheorien, völkisch-rassistischen Theorien der White Supremacy und Anleihen an die Sprache und Inhalte faschistischer Internetaktivisten. Darin erklärte er, keiner bestimmten Organisation anzugehören und die Attacken in Christchurch in den vorangegangenen drei Monaten geplant zu haben. Er wolle Angst unter Muslimen schüren, nannte er als eines seiner Motive. Mit der Legende vom „Großen Austausch“, wonach an einem „Austausch“ der Bevölkerung in Europa, hin zu einer muslimischen Bevölkerung gearbeitet werde, griff er Ideen der Neuen Rechten auf und bezeichnet die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als Mutter aller „antiweißen und antigermanischen“ Vorgänge.

Im Titel nahm er auf die durch die neurechte Identitäre Bewegung verbreitete Propagandalegende des „Großen Austausches“ Bezug. Muslime bezeichnete er als eine Gefahr, die es auszulöschen gelte. Als „die größten Feinde der weißen Rasse“ und Helfer der „Gefahr Islam“ nannte er neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Sadiq Khan, den ersten muslimischen Bürgermeister von London und rief zu Attentaten auf die drei Politiker auf.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Brenton_Tarrant

Nachtrag aus einem Artikel von Thorsten Hinz: „Brenton Tarrant, der Attentäter von Christchurch, kalkulierte ähnlich wie die RAF. Mit seinen Morden an Moslems wollte er staatliche Repressionswellen gegen Einwanderungsgegner, Islamkritiker, Konservative, Rechte auslösen. Zur Vortäuschung struktureller Verbindungen legte er Spuren, indem er Begriffe aus dem rechtsintellektuellen Milieu in sein Manifest übernahm. Dem gleichen Zweck dienten Geldüberweisungen wie die an Martin Sellner, den Kopf der österreichischen Identitären.

Die in die Ecke gedrückten Konservativen und Rechten, so die Erwartung, würden aus ihrer gesetzestreuen Duldungsstarre erwachen, sich radikalisieren und ihrerseits Gewalt entfesseln, die in den großen Kladderadatsch einmünden würde, in dem die westlich-europäische Welt sich erneuern könnte.

Jedoch existiert kein „rechtes“ Gewaltpotential, das sich zum Leben erwecken ließe, und Sellner ist ausweislich seiner schriftlichen und mündlichen Äußerungen zu intelligent und zu human gesinnt, um sich auf apokalyptische Kalkulationen einzulassen. Natürlich mußte die Polizei den vom Attentäter gelegten Spuren nachgehen. Was aber stattfindet, ist der soziale Totschlag einer Person und der politisch motivierte Vernichtungsfeldzug gegen eine gewaltfreie Bewegung. Politik und Medien gehen wider besseres Wissen auf die Strategie des Attentäters ein, weil sie ihnen frische Munition für die von ihnen in Gang gesetzte Umwandlung des Rechts- in einen Gesinnungsstaat liefert.

Ein Beispiel aus der Online-Ausgabe der Bild-Zeitung: „Der Chef der Gruppe, Martin Sellner, hat bestätigte (sic!), daß er E-Mails mit Tarrant ausgetauscht hat, leugnet aber eine Beteiligung am Christchurch-Terror.“ Bild suggeriert statt der formalen Dankmails einen Informationsfluß. Das ergibt sich sprachlogisch aus der in den Raum gestellten „Beteiligung“ am Massenmord.

Die Unterstellung wird durch das Verb „leugnen“ transportiert. Es hätte heißen müssen, daß Sellner eine Beteiligung am Terror bestreitet, dementiert, zurückweist, verneint; daß er anderslautenden Darstellungen widerspricht oder sich gegen sie verwahrt. Das Verb „leugnen“ hingegen setzt ihn ins Zwielicht, weil es neben der sachlichen eine pejorative, abwertende Bedeutung enthält: das vorsätzliche Verneinen oder Bestreiten von Tatsachen.“

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/journalistenkanaille-gegen-die-identitaeren/

Es wäre nicht das erste Mal, dass die Geheimdienste spektakulär Menschen töten und die Tat anderen in die Schuhe schieben, um ihre Ziele durchzusetzen. Siehe unter anderem http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/196-gladio.html oder http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/258-alte-bekannte.html

Der Wurm schließt eine solche Aktion auch im Fall Christchurch nicht aus. Ob oder ob nicht: auf jeden Fall waren schon alle Vorbereitungen getroffen, um gegen die Identitäre Bewegung vorgehen zu können.

 

Martin Sellner

 

Aus „Wikipedia“: „„Martin Michael Sellner (* 8. Jänner 1989 in Wien) ist ein österreichischer politischer Aktivist, der im engen Austausch mit der Neuen Rechten in Deutschland steht. Sellner ist einer der führenden Akteure und Sprecher der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) …

Ende April 2018 führte die österreichische Polizei Razzien bei Sellner und Patrick Lenart sowie in anderen Räumlichkeiten durch. Ermittelt wurde wegen Verdachts auf Verhetzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung; wegen der Ermittlungen wurde das Spendenkonto der Bewegung in Ungarn gekündigt. Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft Graz eingeleitet. Johannes Jarolim (SPÖ) kritisierte die Ermittlungen wegen Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der Paragraf 278 StGB sei nicht für solche Fälle geschaffen worden. Nach Anklage sprach am 26. Juli 2018 das Straflandesgericht Graz ihn und weitere 16 Angeklagte vom Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie der Verhetzung frei. Nach Berufung der Staatsanwaltschaft bestätigte am 23. Januar 2019 das Oberlandesgericht Graz die Freisprüche.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Sellner

Aus Martin Sellners eigener Seite: „Ich bin 28 Jahre alt, geboren am 8. Jänner 1989 und lebe in Wien. Ich studiere Philosophie (Bachelor) und Rechtswissenschaften und arbeite als Grafiker und Mit-Inhaber bei Phalanx-Europa.

Das alles sind aber nur Nebensachen. Die Hauptsache ist Europa und unser Einsatz für seine Tradition und seine Zukunft. Als Aktivist und Co-Leiter der Identitären Bewegung Österreich
 versuche ich meinen Teil zum Erhalt unseres Erbes beizutragen.
 Eigentlich würde ich lieber in Ruhe Heidegger lesen, aber die Lage lässt uns keine andere Wahl.

Daher findet man mich statt in der Uni auf allen möglichen sozialen Medien, auf Blogs, YouTube, auf Hausdächern, Instagram, Demos, Facebook oder Theaterbühnen. Wenn schon, denn schon.“

https://martin-sellner.at/about/

https://martin-sellner.at/

 

Identitäre Bewegung

 

Beginn in Frankreich

 

Aus Martin Sellners Buch „IDENTITÄR! - Geschichte eines Aufbruchs“:

An diesem Tag ging ich schneller als gewöhnlich die Josefstädter Straße hinunter. Ein Beobachter hätte wohl gesagt, ich sei gelaufen. Die herbstliche Schönheit Wiens, der Verkehr, all das war für mich unsichtbar. Ich kannte nur einen Gedanken: so rasch wie möglich ins Café Eiles, so rasch wie möglich die anderen treffen, um mit ihnen über „die Sache“ zu reden.

Fabian, Alex und die anderen waren schon in einer der „Sitzkojen“, die typisch für die Wiener Cafés sind, und unterhielten sich. Als ich eintrat, wußten sie sofort, was los war. Die fahrigen Bewegungen, das hastige Sprechen und die glänzenden Augen: Ich war wieder einmal von einer Idee besessen.

Das ist genau das, worauf wir gewartet haben! Das ist der Startschuß für eine neue Bewegung. Schaut euch das an!“ Am Bildschirm meines Laptops erschien ein Bild, das bald eine Ikone des patriotischen Protests werden sollte.

40 junge Franzosen auf dem Dach einer Moschee. Vor ihnen ein gigantisches schwarzgelbes Banner und über ihnen, auf zahlreichen schwarzgelben Fahnen, ein Symbol mit Wiedererkennungswert. Sie hatten eine im Bau befindliche Moschee in Poitiers besetzt - am Jahrestag der großen Schlacht von Karl Martell gegen die Mauren. Es war ein Zeichen gegen die Islamisierung Europas und die erste Aktion, in der das Lambda, das Logo der „Génération Identitaire“, einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde.

In diesem Moment wußten wir noch nicht, daß dieses Zeichen unser weiteres Leben prägen würde.

Wir, das war damals eine kleine Gruppe Wiener Studenten, die sich regelmäßig zu einem Lesekreis im Café Eiles traf. Aus den verschiedensten politischen Winkeln des patriotischen Lagers hatte uns die Begeisterung für die Neue Rechte zusammengebracht. Eine Faszination für die Werke von Alain de Benoist und Guillaume Faye, von Nietzsche, Spengler und Jünger vereinte uns. Die Idee einer „Kulturrevolution von rechts“ war unsere große Vision. Wir waren „Waldgänger“, die auf einer Lichtung zusammengefunden hatten und ihren Weg gemeinsam fortsetzten.

An der von Linken dominierten Uni fühlten wir uns wie „Freischärler des Geistes“. Konspirativ traf sich unser Zirkel, um sich bei einer Melange ins „gefährliche Denken“ (Nietzsche) vorzuwagen. Wir waren Konservative und Patrioten. Doch im Unterschied zu vielen anderen wollten wir der Sache auf den Grund gehen. Was war der geistige Hintergrund von Multikulti, Masseneinwanderung und Islamisierung? Welche Ideologie bestimmte das Handeln unserer Eliten?

Als wahren Gegner orteten wir die Ideologien des Egalitarismus und des Universalismus, die Gleichmacherei der Globalisierung, die Dampfwalze, die im Namen von „Fortschritt, Menschheit und Weltfrieden“ alle Völker und Kulturen, Grenzen und Differenzen planierte, um eine Einheitswelt zu hinterlassen. Dagegen stellten wir eine neue Idee: den Ethnopluralismus. Wir wollten einen Planeten der tausend Völker, Kulturen und Plateaus, der Raum für viele Wahrheiten, Identitäten und Geschichten bieten sollte. Das kritische Denken allein reichte uns aber nicht. Inspiriert von Antonio Gramsci und Alain de Benoist, träumten wir davon, diese Ideen in die öffentliche Debatte zu tragen und so die Gesellschaft zu verändern …

Wir wollten „aussteigen“ aus dieser Szene, in der sich einige von uns eine Zeitlang bewegt hatten - aber nicht in das herrschende System „einsteigen“. Wir litten an diesem Zustand. Die Aktion aus Frankreich hatte daher wirklich den Charakter einer Erlösung, wie das Eintreffen der Kavallerie in höchster Not. Wir meinten unsere Vision ernst. Liebe zum Eigenen und Respekt vor dem Anderen waren für uns keine Marketingparolen. Wir wollten unsere ethno-kulturelle Identität verteidigen! Sonst nichts. Und in Frankreich hatten nun Patrioten Nägel mit Köpfen gemacht. Die Bilder waren hinreißend.

Überhaupt, die Franzosen: immer an der vordersten Front der Ideengeschichte, mit einer brillanten und selbstbewußten Leichtigkeit. Mit Nonchalance und Stilgefühl setzen sie dort Fakten, wo in Deutschland und Österreich ewig gegrübelt, abgewogen und gezögert wird.

Das Lambda auf dem Dach der Moschee in Poitiers, die vorher als Video veröffentlichte „Kriegserklärung“ an die Generation der 68er und ihre Multikulti-Ideologie - das war erstklassiges politisches Theater, wie man es damals nur westlich des Rheins inszenieren konnte. Mit stilsicherer Intuition hatten die Franzosen sich für das Lambda als Logo und den Farbcode „schwarz-gelb“ entschieden. Dem Film 300 von Zack Snyder entlehnt, aber auf eine historisch verbriefte Tradition zurückzuführen, stand der griechische Buchstabe Lambda für die Lakedaimonier, also die Spartaner. Damit war erstmals ein europäisches Symbol ohne speziellen Nationalbezug zum zentralen Logo einer patriotischen Jugendbewegung geworden.

Wie die Ikone der Marianne und die Mütze der Jakobiner einst tausende junge Idealisten in ganz Europa begeistert und mobilisiert hatten, so hatten wir nun abermals eine französische Création als Symbol der Stunde. Wieder wurde Frankreich Eisbrecher für eine neue Idee und Türöffner für eine neue Ära: Wieder ging es gegen verkrustete Herrschaftsklüngel, zu denen die 68er mittlerweile geworden sind. Und wieder ging es um eine Art von „Aufklärung“, nämlich gegen ein Dogma, dessen letzte Waffe die Unterdrückung von Meinungen ist. Daß sie heute „von neurechts“ kommt und den linken Universalismus über seine Grenzen aufklären muß, ist eine historische Kränkung, die viele Jakobiner von heute noch verdauen müssen.

Und deswegen“, so schloß ich damals mein Plädoyer, währenddessen wir bereits anderthalb Melangen verzehrt hatten, „hängt die Zukunft Europas davon ab, daß wir den identitären Aufbruch aus Frankreich in die anderen Länder tragen, wo er zur stärksten patriotischen Kraft werden muß. Nur so kann die patriotische Jugend neue Wege gehen, statt in alte Muster zurückzufallen. Wir brauchen die Identitäre Bewegung Österreich!“

Das Plätschern eines Zuckerwürfels, den Alex ungerührt in seiner Kaffeetasse versenkte, durchbrach die ehrwürdige Stille, die auf meine Worte folgte. Dann Alex: „Ich bleibe dabei. Bevor wir uns das nicht genau angeschaut und mit diesen Typen geredet haben, starten wir nichts Neues.“

Genau deswegen werden wir es uns anschauen!“ Triumphierend griff ich in meine Jackentasche und zog eine ausgedruckte Email hervor.

Cher Monsieur Vardon“, begann ich. Die anderen wußten, wer gemeint war. Philippe Vardon, der französische Aktivist, ehemalige Türsteher, Leadsänger einer patriotischen Rockband, Politikwissenschaftler sowie Gründer und Vordenker der Identitären in Frankreich, war uns allen ein Begriff. „Merci pour votre invitation, nous ...“

Oida, wir können kein Französisch. Auf deutsch!“ unterbrach mich Fabian grinsend.

Kurz gesagt: Wir fahren nach Frankreich, genauer gesagt nach Orange, zur identitären Konferenz.“ Das war eigentlich ein Befehl. Damit kippte ich den Rest meines Kaffees hinunter.

Im nachhinein bin ich mir sicher, daß wir ohne „Feuerschutz“ aus Frankreich, diesen bildlichen und aktivistischen Impuls, den Sprung vorwärts nicht geschafft hätten. Da stand doch wahrhaftig der Weltgeist auf einer Moschee in Poitiers! Der Mantel der Geschichte wehte, und uns bot sich eine einzigartige Möglichkeit, das patriotische Lager im eigenen Land zu revolutionieren.

Alle diese bedeutungsschweren Gedanken begleiteten unseren Aufbruch nach Orange, wo wir die „Helden von Poitiers“ selbst kennenlernten. Eine weitere Bekanntschaft sollten wir bereits auf dem Weg dorthin machen. Kurz vor der Abfahrt erhielt ich einen Anruf, in dem wir um eine Mitfahrgelegenheit nach Orange gebeten wurden. Wie wichtig dieses Treffen für die Entwicklung der IB in Deutschland werden sollte, konnte mir damals noch nicht klar sein.“

Zu Ernst Jünger, der „Kulturrevolution von rechts“ und dem „Waldgänger“ hatte sich der Wurm schon vorher geäußert – nicht immer positiv: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/319-das-auge-des-kriegers.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/320-sinn-und-sinnlosigkeit.html

Hier die Aktion, mit der alles angefangen hat:

 

 

Identitäre Bewegung Deutschland über sich

 

Wer oder was ist die Identitäre Bewegung? 

Die Identitäre Bewegung ist eine europaweite patriotische Jugendbewegung, die mittels friedlichem Aktionismus, politischer Bildungsarbeit sowie gemeinschaftlicher und kultureller Aktivitäten für die Werte Heimat, Freiheit und Tradition einsteht. Hierbei wollen wir innerhalb der vorpolitischen Räume ein Bewusstsein für eine patriotische Wertegrundlage schaffen. Die entscheidenden Fragen des 21. Jahrhunderts werden vor allem auf dem Feld der Identitätspolitik gestellt werden. Dabei müssen wir als patriotische Europäer unweigerlich zur Kenntnis nehmen, dass sich die demographischen Verhältnisse zu Ungunsten der einheimischen Bevölkerung entwickeln und uns ohne ein politisches Umdenken zahlreiche ethnische, kulturelle und religiöse Konflikte erwarten. Uns geht es um die Bewahrung jenes kulturellen Erbes, welches unser Land und den Kontinent Europa über viele Jahrtausende geprägt hat. Wir wollen diese Kette nicht zersprengen, sondern sehen sie als Auftrag, für eine friedliche und gesicherte Zukunft innerhalb Europas zu streiten. Wir wollen unseren ethnokulturellen Traditionsfaden fortspinnen.

 

Welche Ziele und Forderungen verfolgt die Identitäre Bewegung? 

Als außerparlamentarische Bewegung liegt unser zentrales politisches Operationsfeld in der allgemeinen gesellschaftlichen Bewusstseinsschaffung für unsere Positionen und die Verbindungslinie zur eigenen ethnokulturellen Identität. Hierbei nehmen wir Einfluss auf die bestehenden Diskurse, die aktuell die Selbstverständlichkeit des Bekenntnisses zum Eigenen verleugnen, diskreditieren und zum Teil gar kriminalisieren. Wir fordern eine offene Debatte über die Definition einer eigenen ethnokulturellen Identität im 21. Jahrhundert, die sich von jeglichen ideologischen und universalistischen Verzerrungen frei macht.

Daneben verfolgen wir jedoch auch die realpolitischen Entwicklungen mit kritischem Blick – die ungebremste Massenzuwanderung, der Verlust der eigenen Gebietshoheit durch das Öffnen der Staatsgrenzen, der daraus resultierende Verlust der inneren Sicherheit sowie die dominante Ausbreitung islamischer Parallelgesellschaften -, für die wir mit Aktionen, Kampagnen und Bildungsarbeit sensibilisieren wollen. Wir sehen uns als Akteur der öffentlichen Meinungsbildung und stellen dem allgemeinen gesellschaftlichen Linkstrend eine patriotische Alternative entgegen.

 

Sind eure Ziele nicht rassistisch/extremistisch?

Nein. Das Einstehen für ein patriotisches, freiheitliches und heimatliebendes Wertegerüst ist die Grundlage jeder verbindlichen menschlichen Gemeinschaft. Die Identität ist der prägende Faktor, der dem Menschen und seinem Umfeld sozialen Halt und kulturelle wie moralische Orientierung schafft. Der Erhalt der Identität des deutschen Staatsvolkes ist sogar als verfassungsmäßiger Auftrag im Grundgesetz vorgeschrieben. Dass ein Staatsvolk immer auch durch räumliche, zeitliche und geschichtlich gewachsene Faktoren charakterisiert ist, ist nach wie vor der Grundkonsens, auf dem jede ernsthafte Debatte über Staats- und Völkerrecht, Geschichte, Politik- sowie Sozialwissenschaften geführt wird.

Dass das Einstehen für die Bewahrung der ethnokulturellen Identität heute jedoch von den etablierten Politikern als verfassungsfeindlich eingestuft wird, zeigt einen bedenklichen Zustand, wonach es unsere politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger für nicht notwendig erachten, eine selbstbewusste Haltung zur eigenen Identität zu entwickeln. Sie versuchen, jene Kritiker der ungebremsten Masseneinwanderung und jene, die eine souveräne Grenzpolitik bei gleichzeitiger juristischer Durchsetzung der Asylgesetzgebung fordern, auszugrenzen und zu diffamieren.

Als Identitäre Bewegung gilt für uns bei jeder Aktion und in der gesamten politischen Arbeit stets das Gebot der Gewaltfreiheit. Wir setzen auf friedlichen und kreativen Protest, der ohne Bedrohungsszenarien oder Einschüchterungsversuche auskommt. Unser Handeln richtet sich immer zunächst an der Liebe zur eigenen Heimat aus und betont dieses Recht auf Heimat, Kultur, Herkunft und Verwurzelung auch für das Fremde, dem wir gemäß unserem ethnopluralistischen Grundsatz respektvoll und anerkennend gegenübertreten. Unser politisches Handeln orientiert sich einzig und allein an der Bewahrung sowie der geschichtlichen Fortsetzung einer gemeinsamen ethnokulturellen Identität und eines jahrtausendealten Erbes für ganz Europa aus. In den meisten anderen Ländern gehört ein solches Bekenntnis zum gesellschaftlichen und politischen Minimalkonsens. Daher fordern wir lediglich eine patriotische Normalität auch für Deutschland, die nichts mit Extremismus oder Rassismus zu tun hat.

 

Wo steht ihr politisch? Gehört ihr einer Partei an? Werdet ihr finanziert?

Wir sehen uns als vordergründig außerparlamentarische Oppositionsbewegung. Wir wirken als patriotischer Akteur an der öffentlichen Meinungsbildung in diesem Land mit und thematisieren durch Aktionen, Kampagnen und politische Bildungsarbeit zentrale Missstände im Rahmen der Identitäts- und Einwanderungspolitik. Dabei treten wir stets parteiunabhängig auf. Wir bieten jungen Menschen einen friedlichen politischen Handlungsraum, um ihren Unmut an den Zuständen in diesem Land wirksam aber gewaltfrei zu kanalisieren. Wir reihen uns daher nicht in vorgefertigte politische Koordinaten von links bis rechts ein. Patriotismus und Heimatliebe sind für uns zentrale gesellschaftliche Leitwerte, die keiner politischen Schablonen bedürfen. Das Bekenntnis zur eigenen Identität ist für uns ein selbstverständlicher Grundkonsens, der keiner Parteiprogramme bedarf.

Als eingetragener Verein finanzieren wir uns über die Spenden und Unterstützungszuwendungen unserer Sympathisanten und die finanziellen wie idealistischen Opfer unserer Aktivisten in der ersten Reihe.

 

Wie wollt ihr eure Ziele umsetzen?

Wir sind auf der Straße und veranstalten Kundgebungen, Demonstrationen und viele weitere Formen des Straßenprotestes. Wir organisieren politische Bildungsveranstaltungen und platzieren durch spektakuläre Aktionen unsere Themen und Slogans im öffentlichen Raum, um die politischen und medialen Schweigespiralen zu durchbrechen. Viel zu lange hat das linksliberale Establishment die öffentliche Deutungshoheit für sich reklamiert. Wir treten als patriotische Jugend selbstbewusst auf und konfrontieren jene Entscheider und Eliten mit ihrem politischen Versagen, die unsere Generation mit der großen Lebenslüge einer multikulturellen Utopie aufwachsen lassen haben. Wir durchbrechen den trügerischen Konsens und dringen in ihre eigenen Wohlfühlzonen ein. Es gibt in Deutschland und Europa nun auch eine patriotische Gegenstimme. Wir nehmen uns die Bühnen, die unsere Agenda auf möglichst breiter Ebene transportieren. Gleichzeitig schaffen wir alternative Bildungsangebote, die jungen Leuten auch praktische Anwendungsinstrumente im Bereich des politischen Aktivismus und der Kampagnenführung mitgeben, wodurch sie ihre Talente wirksam entfalten können.

 

Was ist unter dem Begriff „Metapolitik“ zu verstehen?

Als Identitäre Bewegung betonen wir immer wieder unser Operationsfeld im Bereich der „Metapolitik“. Wir glauben, dass politische Veränderung nicht nur in den Parlamenten und der Parteipolitik möglich ist, sondern sich ebenso im Kulturbetrieb, den öffentlichen Debatten, den Medien und auf der Straße abspielt. Wir handeln daher in einer Art „vorpolitischem Raum“, der den Diskurs bestimmt und somit als Grundlage für direkte und konkrete politische Entscheidungen dient. Wir streiten für einen patriotischen Normalzustand, und unsere politische Arbeit wirkt daher auf verschiedenste Räume des gesellschaftlichen Lebens. Wir prägen mit unseren Aktionen und Kampagnen die öffentliche Debatte über die Themen Identität, Masseneinwanderung, Asyl- und Grenzpolitik. Wir wollen auf friedlichem und demokratischem Wege auf die gesellschaftliche Meinungsbildung Einfluss nehmen und somit als Impulsgeber für die Wahlentscheidungen, politische Mündigkeit und die Aktivität der Menschen dienen.

 

Was heißt für euch eigentlich „Identität“?

Die menschliche Identität bildet sich aus einem komplexen Geflecht verschiedenster geschichtlicher, biographischer, kultureller, religiöser und sozialer Zusammenhänge. In den verschiedensten Stufen unserer persönlichen Sozialisation bilden sich charakteristische Merkmale unserer Identität heraus. Dabei besteht immer ein interagierendes Verhältnis zwischen der individuellen und der kollektiven Identität. Ein kollektives Merkmal unserer Identität bildet hierbei der ethnokulturelle Aspekt, der für uns den Kern des politischen Handelns darstellt und für dessen Erhalt und Bewahrung wir als Identitäre Bewegung tagtäglich aktiv sind. Wir glauben, dass sich jedes Volk dieser Erde durch seine besondere Verschiedenheit auszeichnet und in seiner Lebensart, seinen Wertvorstellungen, seiner Kultur, Herkunft, Religion und seinen sozialen Praktiken immer etwas Einzigartiges ist.

Jedes Volk hat demnach auch das Recht, diese Eigenschaften und Merkmale seiner ethnokulturellen Identität zu bewahren und zu verteidigen. Genau diese Bewahrung fordern wir auch für unsere eigene deutsche und europäische Identität ein. Die Frage nach der Identität wird im 21. Jahrhundert durch den Druck von Masseneinwanderung und Islamisierung zu einem stark polarisierenden Thema, zu welchem auch wir als Identitäre Bewegung klar Position beziehen. In dieser Frage betonen wir, dass Identität zum einen durch Einzigartigkeit und zum anderen durch Vielfalt und Unterschiedlichkeit gekennzeichnet ist. In der Wahrnehmung eines „Wir“ ist immer auch schon die Wahrnehmung der „Anderen“ eingeschlossen. Nur wer ein ehrliches und aufrechtes Verhältnis von sich selbst und dem Eigenen definiert, kann gleichzeitig dem Anderen offen und anerkennend in der Verschiedenartigkeit begegnen. Diese inhaltliche Positionierung erteilt jeglichem Rassismus und Chauvinismus eine klare Absage, da es uns stets um die Betonung des Rechts auf Bewahrung der Identität für jedes Volk und jede Kultur geht und wir eine qualitative Auf- oder Abwertung einer bestimmten ethnokulturellen Gemeinschaft klar ablehnen. Wir wollen daher auch die Identität des deutschen Volkes in ihrer Besonderheit neben den vielen weltweit nebeneinanderstehenden Völkern in ihrer jeweiligen Einzigartigkeit bewahren.

Die ethnische und die kulturelle Seite unserer Identität sind dabei für uns gleichwertig. Die Überbetonung eines Teilaspekts der Identität lehnen wir ab. Die ethnokulturelle Identität ist also immer in einer ganzheitlichen Beziehung erwachsen und schuf in der Geschichte die grundlegenden Markierungen, die sich immer weiter fortsetzen. Als Identitäre wollen wir, dass auch noch in 100 Jahren eine europäische Identität ein Existenzrecht für sich beanspruchen kann.

Identität spielt sich auf unterschiedlichen Ebenen ab: Auf der regionalen Ebene zeichnet sich dies durch die unmittelbare örtliche Verbundenheit zur eigenen Stadt oder zum Dorf aus. Dialekte, Bräuche, Sitten und die regionale Geschichte prägen diese Identität im Besonderen.

Auf der nächsten Ebene folgt die nationale Identität. Diese ist durch die direkte Bindung zu einem Volk oder einem Staat charakterisiert. Sie stellt einen umfassenden Identifikationsrahmen dar, der sich durch soziale, sprachliche und kulturelle Regelsysteme kennzeichnet, die sich schließlich auf der regionalen Ebene konkretisieren. Die Verabsolutierung dieses Identitätsbereiches in einen dogmatischen Nationalismus lehnen wir als Identitäre Bewegung ab. Die nationale Identitätsebene betont und fördert stets die direkte und lebensnahe Verbindungslinie zur regionalen Identität. Alle Identitätsebenen summiert schaffen ein Gerüst welches aufeinander aufbaut und sich ergänzt.

Auf der dritten Ebene folgt die zivilisatorische Identität, die sich für uns konkret in der europäischen Identität niederschlägt. Durch Herkunft, Geschichte und Kultur teilen wir alle Europäer ein gemeinsames Erbe und ein gemeinsames Schicksal, dessen Betonung und Bewusstsein heute umso notwendiger ist, da die aktuellen Entwicklungen unser aller Kontinent betreffen und die Geschichte Europas immer auch durch kulturellen Binnenaustausch und Ergänzung geprägt.

 

Seid ihr gegen Ausländer?

Nein. Unsere Kritik und unser politisches Handeln richten sich nicht gegen die Einwanderer und Flüchtlinge als individuelle Personen oder Gruppen. Diese sind ebenso von den verheerenden Konsequenzen der gegenwärtigen Politik betroffen wie die einheimische Bevölkerung. Ihre Länder werden teilweise aus geostrategischen und wirtschaftlichen Erwägungen bombardiert und ihre gut ausgebildeten Köpfe abgeworben, wodurch ihre Heimat nachhaltig zerstört und der Wiederaufbau unmöglich gemacht wird. Sie werden mit falschen Versprechen auf die gefährliche Migration gelockt, die viele von ihnen nicht überleben. Genau wie wir werden sie wie wurzelloses Menschenmaterial behandelt, das man beliebig global verschieben kann, um Löhne zu drücken, neue Konsumenten zu schaffen oder geostrategisch andere Länder zu destabilisieren. Die Identitätskonflikte, die diese Menschen mit sich austragen müssen und die allzu häufig zu ihrer Radikalisierung führen, sind die Folge davon, dass sie mit Versprechen von Glück und Wohlstand etwas so Teurem wie ihrer Heimat beraubt wurden. Heimat kann man aber nicht kaufen. Diese Menschen sind genau wie wir Schachfiguren auf dem Spielfeld der Globalisten und Opfer der Konsequenzen ihres realitätsfernen Menschenbildes. Darum richtet sich unser Protest stets gegen die Verantwortlichen in der Politik, die unser aller Glück – das der Einheimischen wie der Migranten – ihren eigenen ideologischen oder wirtschaftlichen Interessen opfern. Es sind die politischen und gesellschaftlichen Eliten, die durch falsche politische Maßnahmen die unkontrollierte Masseneinwanderung immer weiter vorantreiben. Es folgt aus diesem Bewusstsein, dass wir nicht in simplifizierende Protestmuster gegen die Einwanderer selbst oder gar in Fremdenfeindlichkeit verfallen, sondern die wahren Verantwortlichen klar benennen und diese in den Fokus unseres Aktivismus nehmen können.

 

Was meint der Begriff „Großer Austausch“ und wer ist schuld daran?

Der Große Austausch bezeichnet einen schrittweisen Prozess, durch den die heimisch angestammte Bevölkerung durch außereuropäische Einwanderer verdrängt und ausgetauscht wird. Wir befinden uns in ganz Europa in einer demographischen Krise, wonach unsere Völker durch sinkende Geburtenraten bei gleichzeitigem Wachstum islamischer Parallelgesellschaften und Masseneinwanderung zur Minderheit in den eigenen Ländern wird und in wenigen Jahrzehnten völlig verschwunden sein könnte, sofern keine politischen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Durch die Selbstabschaffungsideologie von Multikulti, die einen Großteil des gesellschaftlichen Entscheidungsbereich einnimmt, wird diese Entwicklung aktuell noch weiter beschleunigt und führt bei Politikern und Medien zu einer fatalen Blindheit für die kommenden Entwicklungen wenn bspw. die aktuelle Politik der offenen Grenzen fortgesetzt werden sollte. Experten prognostizieren für die kommenden Jahrzehnte einen Migrationsdruck von bis zu einer Milliarde Menschen aus Afrika und Asien nach Europa. Schon jetzt lässt sich bei Fortführung der aktuellen Politik und des multikulturellen Mainstreams ziemlich präzise prognostizieren, dass die Deutschen zu einer Minderheit im eigenen Land werden. In den westdeutschen Ballungsgebieten können wir bereits eine räumliche Vereinnahmung durch islamische Parallelgesellschaften und Clanstrukturen beobachten. Die ethnischen, religiösen und kulturellen Spannungen sind hierbei bereits vorprogrammiert. Umso wichtiger ist es, dass wir als Europäer das bisher hinterlassene kulturelle Vakuum wieder auffüllen und durch eine familienfreundliche Politik die demographische Krise in unseren Ländern lösen.

 

Was bedeutet der Begriff „Reconquista“?

Der Begriff der Reconquista („Rückeroberung“) ist an das historische Ereignis der schrittweisen Rückeroberung der iberischen Halbinseln durch die westgotischen Reichsnachfolger, die zuvor durch muslimische Eroberer besetzt gehalten wurden. Gewiss stehen wir heute in keiner unmittelbaren militärischen Konfrontation und dennoch dominiert der Zeitgeist der Selbstabschaffung durch die Ideologie von Multikulti. Es ist also vornehmlich ein Kampf um Ideen, Begriffe und politische Positionen. Als Identitäre Bewegung wollen wir uns die gesellschaftlichen Diskursräume zurückerobern, die zuvor von einer linksliberalen Hegemonie dominiert wurden. Wir sind die laute patriotische Stimme, die offen Gesicht zeigt und den Werten von Heimatliebe und Tradition wieder Gestalt und gesellschaftlichen Raum verleiht. Die Liebe zum Eigenen und das Bewusstsein für unsere ethnokulturelle Identität sind Selbstverständlichkeiten, für die wir uns nicht schämen müssen. Wir wollen, dass der Patriotismus zu einem gesellschaftlichen Leitwert wird und eine echte Meinungsfreiheit, die auch unseren inhaltlichen Positionen einen legitimen Artikulationsraum ermöglicht. Dies fordern wir ein und dafür gehen wir jeden Tag auf die Straße und bilden die Phalanx für die Reconquista.

 

Seid ihr gegen Einwanderung?

Wir sind nicht gegen Einwanderung, denn diese gab es im geschichtlichen Kontext in geringem Maße immer. Wir treten für eine maßvolle und begrenzte Einwanderung ein, die die Aufnahmefähigkeit unser Gesellschaft nicht übersteigt und unsere ethnokulturelle Identität nicht gefährdet, d.h. überformt. Sigmund Freud war wohl derjenige, der (in Bezug auf die Frage, ob man die Lehre C. G. Jungs noch als Psychoanalyse bezeichnen könne) als erster folgende Metapher für die Identitätsfrage aufbrachte: Ist ein Messer, bei dem ich zuerst die Klinge und dann den Griff austausche, immer noch derselbe Gegenstand? Will sagen: Ist ein Europa ohne europäische Völker noch derselbe Kontinent?

Entscheidend ist, dass sich diese von uns als „Großer Austausch“ bezeichnete Entwicklung keineswegs friedlich vollziehen wird. Wir sehen tagtäglich, dass die derzeitige Politik der offenen Grenzen und der unkontrollierten Masseneinwanderung nicht nur zu immer mehr Terroranschlägen, sondern auch zu ethnischen und religiösen Konflikten aller Art führt, die es früher hier nie gegeben hat. Zugleich werden – im Namen der Sicherheit – unsere Freiheitsrechte durch Überwachung, Zensur und Kontrollen immer weiter eingeschränkt.

 

Was ist unter dem Begriff „Ethnopluralismus“ zu verstehen?

Unter Ethnopluralismus verstehen wir die Vielfalt der Völker, wie sie sich über Jahrtausende entwickelt hat. Wir setzen diesen Begriff bewusst als positiven Gegenentwurf zur heutigen One-World-Doktrin ein, um zu verdeutlichen, dass eine rücksichtslose globalistische Entgrenzung diese Vielfalt bedroht. Es gibt ein Recht auf Verschiedenheit. Jede Ethnie hat das Recht, ihre Kultur, ihre Bräuche und Traditionen, also ihre ethnokulturelle Identität, zu erhalten. Wir treten für diesen Erhalt ein, hierzulande und in der Welt. Immer wieder wird der Begriff Ethnopluralismus fälschlicherweise als weltweite Apartheid ausgelegt. Das ist ungefähr so richtig, als wenn man den amerikanischen Ureinwohnern Rassismus vorwerfen wollte, weil sie sich gegen die Landnahme der Europäer wehrten. Ethnopluralismus bedeutet lediglich: bewahren, nicht zerstören; Unterschiede wertschätzen, nicht nivellieren.

 

Was versteht ihr unter Multikulti und warum seid Ihr dagegen?

Multikulturalismus als Ideologie, also eine politisch gewollte und bewusst herbei geführte Heterogenisierung von Gesellschaften durch fremdkulturelle Einwanderung, hebelt das Konzept der Integration aus.

Integration setzt eine Leitkultur voraus, an der Einwanderer sich orientieren und an die sie sich anpassen können. Multikulturalismus führt deshalb zu einer Fragmentierung und letztlich zur Instabilität dieser Gesellschaften.

Um ein friedliches Zusammenleben garantieren und die Demokratie erhalten zu können, sind hingegen hohe Überschneidungen bei den Vorstellungen von kulturellen Werten und gesellschaftlicher Solidarität, d.h. eine grundsätzliche soziale Homogenität, nötig. Die Entstehung von migrantischen Parallelgesellschaften, wie sie heute bereits vielfach in Deutschland existieren, löst diesen Zusammenhalt auf. Das bedeutet, dass eine wachsende konfliktträchtige Heterogenität letztlich nur durch totalitär-autokratische Strukturen, durch staatliche Gewalt und Unterdrückung zusammengehalten werden kann – eine Entwicklung, die sich niemand von uns wünschen kann.“

https://www.identitaere-bewegung.de/category/faq/

 

Forderungen der Identitären Bewegung Deutschland

 

Erhalt der ethnokulturellen Identität

Wir wollen den Erhalt der ethnokulturellen Identität im Grundgesetz verankern. Dies sehen wir als eine der Voraussetzungen für die in unserer Verfassung festgeschriebenen staatlichen Prinzipien; denn Demokratie, Rechts- und Sozialstaat sind im Rahmen des Nationalstaates entstanden und können nur durch diesen garantiert werden. Unsere Forderung muss also nicht von außen hinzugefügt werden, sondern erklärt lediglich genauer, was eigentlich im Grundgesetz steht.

Ein Staat besteht nach klassischer Lehre aus drei Bestandteilen: einem Staatsgebiet, einer Staatsführung (Regierung) und einem Staatsvolk. Zu der Zeit, als unser Grundgesetz beschlossen wurde, war vollkommen selbstverständlich, dass ein Staatsvolk – als Kultur-, Abstammungs- und Solidargemeinschaft – nicht beliebig austauschbar, sondern durch eine ethnokulturelle Kontinuität bedingt ist. Im Zeitalter von Massenmigration, Globalisierung und One-World-Propaganda scheint dies nicht mehr jedem Bürger bewusst zu sein. Deshalb wollen wir, dass dies explizit in die Verfassung geschrieben wird, um zu verdeutlichen, dass davon nichts Geringeres als der Erhalt unseres Staates abhängt.

 

Verteidigung des Eigenen

Wir brauchen endlich wieder ein gesundes Verhältnis zu Patriotismus und Heimatliebe sowie echte Meinungsfreiheit. Viele Jahre dominierte die politische Linke den Medien- und Kulturbetrieb. Jetzt ist es Zeit, dass eine identitäre Gegenstimme auf die Bühne tritt. Heimatliebe ist kein Verbrechen, sondern etwas völlig Normales. Wir wollen, dass sich jeder offen und ehrlich zu seiner eigenen Kultur und Tradition bekennen kann, ohne dabei Ausgrenzung oder Diskriminierung erfahren zu müssen.

 

Eine offene Debatte über Identität

Wir wollen endlich eine offene Debatte über die Identitätsfrage im 21. Jahrhundert. Das etablierte Meinungsspektrum verengt diese Frage lediglich auf die Utopie einer einheitlichen One-World-Ideologie. Wir hingegen fordern eine Welt der Vielfalt, Völker und Kulturen. Die Bewahrung unserer ethnokulturellen Identität muss als Grundkonsens und als Grundrecht in der Gesellschaft verankert werden.

 

Remigration

Illegale Einwanderung darf nicht zur Normalität werden. Wir brauchen eine Rückführung aller illegal Eingereisten nach humanen Standards und eine demografische Tendenzwende hin zur Remigration. Der große Bevölkerungsaustausch in Europa erfordert klare Umkehrungsmaßnahmen der Migrationsströme, die der Bewahrung von Frieden, Sicherheit und Stabilität in allen europäischen Ländern dienen.

 

Hilfe vor Ort

Wir wünschen uns eine Welt, in der jeder Mensch gern in seiner Heimat lebt. Daher braucht es Perspektiven und Hilfe vor Ort für jene Menschen, die aus ihren Ländern in Afrika und Asien nach Europa eingewandert sind. Die Einwanderung zerstört Europa, und die Auswanderung zerstört Afrika. Unterstützen wir daher die regionale Aufbauarbeit jener Länder, die durch Krieg und Armut geprägt sind, und schaffen wir somit Bleibeoptionen und Entfaltungsmöglichkeiten für die Menschen in ihrer eigenen Heimat.

 

Sichere Grenzen

Unsere Grenzen müssen endlich wieder geschützt werden, und der Staat muss die Souveränität über eine konsequente Grenzpolitik zurückerlangen. Wir brauchen unverzügliche Maßnahmen der Regierung, um die Sicherheit und Kontrolle über unser eigenes Staatsgebiet zurückzuerlangen. Die aktuellen Zuwanderungsströme erfordern unmittelbare Handlungsmaßnahmen, um den Frieden und die Stabilität in unserem Land zu sichern.“

https://www.identitaere-bewegung.de/category/politische-forderungen/

 

Zusammenfassung

 

Wer in einer ländlichen Gegend umgeben mit CDU- bzw. CSU-Fanatikern aufgewachsen ist, wird bestätigen können, dass die Identitäre Bewegung tatsächlich extrem ist – und zwar extrem harmlos.

Mensch muss die Meinungen der IB nicht teilen, muss aber anerkennen, dass mensch solche Meinungen haben kann und dass sie eben nicht extrem sind.

Die Vertreter der IB zeigen offen ihr Gesicht und sind ausdrücklich gewaltfrei. Martin Sellner beschreibt in seinem Buch, wie Trainings abgehalten werden, dass die Mitglieder der Identitären bei Demonstrationen sich nicht provozieren lassen (etwa durch Steinwürfe) und gewaltfrei bleiben.

Ihre Aktionen sind teilweise spektakulär und orientieren sich an solchen Organisationen wie etwa Greenpeace.

Sie haben keinen Totalitäts-Anspruch und sind für friedlichen Meinungsaustausch, auch mit linken Gruppierungen.

Nicht zu unterschätzen ist, dass sie eine Art Aussteigerprogramm darstellen für solche, die von der extrem rechten Szene weg wollen. Ein Teil der heutigen Identitären war früher in linken Gruppierungen, ein anderer Teil in der extremen Rechten. Martin Sellner ist in seinen Videos mehrfach darauf eingegangen, dass er selbst dort war, weil es eben nichts anderes gab für eher rechts gesinnte Menschen, er sich mit der Zeit dort unwohl fühlte, eigentlich nichts damit zu tun haben wollte, sich davon distanziert hat und dann die Identitäre Bewegung Österreich mitgegründet hat.

Scharf grenzt sich die IB gegenüber der extremen Rechten ab. Martin Sellner: „Diese Entscheidung zur Abgrenzung, zur Vereinzelung, ja zur „Sezession“ im einstimmigen Einerlei des massentauglichen Aktivismus von rechts, den bis vor kurzem der „Nationale Widerstand“ dominierte, hat uns viel Spott, Häme und Anfeindungen eingebracht. Interessanterweise sind es sogar oft die „liberaleren“ und selbst kaum aktiven „Szenetypen“, welche die IB als „Spießer“ und „Spaßverderber“ diffamieren, wenn ihnen auf identitären Veranstaltungen der Judenwitz, der Rechtsrock oder das Szene-T-Shirt verboten wird. Gerade in Wien sind wir hier sehr konsequent und fahren einen politischen „Straight-Edge“-Kurs gegen alles „Altrechte“ und „Szenetypische“.

Unsere Faustregel lautet: keine Zusammenarbeit mit und klare Abgrenzung zu allen Personen und Gruppen, die offen oder „konkludent“ in der Tradition des NS stehen. Dieser Grundsatz, gepaart mit intensivem Aktivismus und klaren, radikalen Botschaften gegen Multikulti, stellt ein Novum im aktivistischen, rechten Lager dar …

Gerade in der heutigen Zeit ist es nötig, sich als politische Gruppe ein scharfes und klares Profil zu geben und dieses mit eindeutigen und markanten Aktionen und Aussagen zu kommunizieren. Eine klare Profilierung und kämpferische Positionierung ist der goldene Mittelweg zwischen apodiktischer Distanzierungsverweigerung und vorauseilendem Gehorsam. Es ist genau das, wovor unsere Gegner die größte Angst haben. Einzelne, oder gar eine Gruppe, die sich klar und deutlich, selbst unter Verwendung der eingeschliffenen Floskeln von den geächteten Begriffen distanziert, dabei aber keineswegs die Hegemonie der Multikulti-Ideologie akzeptiert, ist der Albtraum für die Political Correctness. Wir sind aus der „Szene“ ausgestiegen, ohne in „das System“ einzusteigen.

Dieser Weg, der den Bekenntniszwang bricht und die Kraft des entgrenzten Nazivorwurfs gegen ihn selbst richtet, ist aber nicht nur strategisch richtig. Er entspricht auch unserer Weltanschauung.“

https://www.identitaere-bewegung.de/blog/wer-sich-distanziert-verliert/

 

Kampf gegen die Identitäre Bewegung

 

Warum?

 

Um es vorwegzunehmen: Die Identitäre Bewegung ist für die herrschende Klasse gefährlich. Deshalb will sie sie vernichten.

Gerade der umtriebige Martin Sellner weist in seinen Videos Manipulationen und Lügen des politisch-medialen Komplexes und linker Gruppierungen nach und zeigt deren Lebenslügen auf.

Aus den FAQ der IB Deutschland: „Es folgt aus diesem Bewusstsein, dass wir nicht in simplifizierende Protestmuster gegen die Einwanderer selbst oder gar in Fremdenfeindlichkeit verfallen, sondern die wahren Verantwortlichen klar benennen und diese in den Fokus unseres Aktivismus nehmen können.“

Während primitive linke und rechte Menschen und Gruppierungen immer die einzelnen Personen stören, interessiert sich die IB erst gar nicht für die Einzelpersonen, sondern geht gegen die Verantwortlichen vor, die für die entsprechenden Zustände gesorgt haben und zeigt ihnen auf, was sie nach ihrer Meinung nach alles falsch gemacht haben.

Dies alles recht öffentlichkeitswirksam.

Die Identitäre Bewegung steht in Österreich zumindest Teilen der FPÖ nahe, unter anderem dem Innenminister Herbert Kickl.

Über diesen politischen Einfluss ist es sehr wahrscheinlich, dass wg. der Argumentationen und Kampagnen der IBÖ die österreichische Regierung letztes Jahr den UN-Migrationspakt nicht unterschrieben hat. Siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/364-migration-ist-gut-fuers-geschaeft.html

Dies dürfte einigen Leuten inner- und außerhalb Österreichs überhaupt nicht gepasst haben. Mit dem Ziel, die FPÖ unschädlich zu machen (also entweder zu domestizieren oder aus der Regierung rauszuschmeissen) und die Identitäre Bewegung zumindest in Österreich zu vernichten.

CDU-Außenexperte Elmar Brok warnt: „Wir müssen uns insbesondere in Deutschland fragen, welche sicherheitsrelevanten Daten mit einem Innenminister der FPÖ geteilt werden können, der einst Vorträge vor diesen rechten Kadern gehalten hat.“

Auch FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle fordert zu prüfen, „ob weiterhin sicherheits-relevante Informationen mit Österreichs Innenminister geteilt werden können“.

https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/oesterreich-innenminister-herbert-kickl-aerger-wegen-kontakten-mit-rechten-60951272.bild.html

Ob es den Anschlag in Christchurch gab, um unter anderem gegen die Identitären vorgehen zu können oder nicht, mag dahin gestellt sein. Auf jeden Fall waren die Messer schon vorher gewetzt und es wurde nur auf einen Anlass gewartet, um endgültig zuschlagen zu können.

 

Ziele

 

Nachdem die IBÖ schon vorher von den Vorwürfen der „Verhetzung“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ freigesprochen wurde, steht jetzt ein weiteres Verfahren ins Haus, die IBÖ zu verbieten.

Da voraussehbar ist, dass das wieder ins Leere läuft, weil sich die IBÖ nichts zuschulden hat kommen lassen, kann mensch davon ausgehen, dass die IBÖ finanziell ausgeblutet werden (die Prozesskosten werden hoch sein) und handlungsunfähig gemacht werden soll (wer sich intensiv gegen seine Auflösung stemmen muss und kein Geld hat, kann keine großen Kampagnen starten).

Zudem soll die IB in der breiten Öffentlichkeit als kriminell und unglaubwürdig dargestellt werden.

 

Wie sollen die Ziele erreicht werden?

 

Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen diverser Kommunikations-Geräte und anstehende Prozesse sind für die Beteiligten alles andere als schön, sind aber eher nebensächlich.

Politisch lässt sich die FPÖ tatsächlich domestizieren und distanziert sich sehr deutlich von der IBÖ. Vor allem die Minister Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer tun sich da hervor.

Medial bricht ein Gewitter über die IBÖ herein. Von eher „linken“ Medien war das zu erwarten, aber gerade rechte Medien und Einzelpersonen hetzen geradezu gegen Martin Sellner und die IB.

Aus politischen Gründen wurden Martin Sellner und der IBÖ schon vorher alle Bankkonten in Österreich gekündigt (auch jenes Konto, das er schon als Kind bei der lokalen Sparkasse hatte), das Facebook- und zeitweise auch das YouTube-Konto gekündigt; kein sich offen bekennender Identitärer kann sich seiner Arbeitsstelle oder seines Gelegenheits-Jobs sicher sein.

Verstärkt erhalten die Identitären Lokalverbote etwa in Kneipen oder Kaffeehäusern.

Der „linke“ Mob versucht, den Identitären größtmöglichen Schaden zuzufügen und zündet ihnen etwa Autos und Bienenstöcke (!) an.

https://www.identitaere-bewegung.de/blog/aktionen/malenkis-auto-in-brand-gesetzt/

Die Justiz hat an die Medien durchgestochen, was der minderjährige Martin Sellner verzapft hatte (und er selbst längst öffentlich gemacht hatte, wobei er immer wieder betonte, dass er sich heute dafür schämt):

Die rechten "Identitären" betonen unermüdlich, nichts mit Neonazis und ihrer Ideologie zu tun zu haben. Doch nun wurde öffentlich, dass ihr bekanntester Aktivist im deutschsprachigen Raum früher Hakenkreuz-Symbole an eine Synagoge geklebt hatte.

Der Druck auf die rechte "Identitäre Bewegung" in Österreich nimmt weiter zu. Vor zwei Wochen durchsuchten die Behörden die Wohnung von Martin Sellner, dem Wortführer der Organisation.

Anlass war der Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch am 15. März, bei dem 50 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden. Der mutmaßliche Attentäter hat laut den Ermittlungen Anfang 2018 eine Geldspende in Höhe von 1.500 Euro an die österreichische Organisation überwiesen. Auch die französischen Identitären sollen eine vierstellige Spende erhalten haben.

Die österreichischen Behörden begründeten die Durchsuchung von Sellners Wohnung, bei der Computer, Telefone und Bankkarten beschlagnahmt wurden, mit dem Verdacht der Bildung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte, die Auflösung der Identitären zu überprüfen. Zudem forderte er eine klare Abgrenzung seines Koalitionspartners FPÖ, der wegen seiner Nähe zu den Identitären zunehmend unter Druck gerät …

Auch Sellner grenzt sich bei öffentlichen Auftritten stets von NS-Gedankengut und Neonazis ab. Doch nun fällt ihm ein Polizeiprotokoll aus dem Jahr 2006 auf die Füße, aus dem österreichische Medien zitieren.

Demnach hatte er damals gemeinsam mit einer anderen Person Hakenkreuz-Symbole an die Synagoge im niederösterreichischen Baden geklebt. Einige Aufkleber enthielten zudem die Aufschrift "Legalisiert es". Mit der Aktion hätten sie gegen die Verurteilung des britischen Holocaust-Leugners David Irving protestieren wollen, gab der Mittäter zu Protokoll. Laut ihm hat Sellner die Hakenkreuz-Aufkleber mitgebracht.

Nachdem sich beide geständig zeigten und Reue bekundeten, sah die Staatsanwaltschaft von einem Strafprozess ab, und es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. Sellner musste daraufhin 100 Stunden Hilfsarbeiten auf dem jüdischen Friedhof in Baden verrichten.

In mehreren Tweets nahm Sellner zum damaligen Vorfall Stellung, den er im Wesentlichen als Jugendsünde darstellt. Die Aufkleber seien "nicht gezielt auf ein bestimmtes Gebäude geklebt" worden, sondern "mit diversen anderen auf verschiedene Mauern". Die Medienberichte seien daher "irreführend". Das Ganze sei auch "keine gezielte 'Reaktion' auf die Verhaftung Irvings" gewesen. Die Aufkleber seien an die Cannabis-"Legalize it"-Kampagne angelehnt gewesen.

Für junge Patrioten wie ihn, die aktiv werden wollten, hätte es damals "nichts anderes als die NS-Szene" gegeben.

Wir waren jung, deppat und wollten einfach provozieren, also möglichst radikal sein und das total Verbotene tun. Dabei gerieten wir unweigerlich in die NS-Szene. Ähnlich wie andere Spitzenpolitiker heute", twitterte Sellner mit einem Seitenhieb auf FPÖ-Politiker.

Jahre später habe er "klar mit jedem Antisemitismus und Rassismus" gebrochen. Dass der Vorfall 13 Jahre später Schlagzeilen mache, bezeichnete Sellner als "erbärmlich".

Auch Sebastian Kurz nahm auf Twitter zu dem Vorfall Stellung. Die Enthüllungen über den Chef der Identitären seien "widerlich". "Als österreichischer Bundeskanzler werde ich keine neonazistischen Umtriebe dulden. Wir müssen alle Formen von Extremismus entschieden bekämpfen, um den freien und liberalen Rechtsstaat zu schützen", so Kurz.“

https://deutsch.rt.com/europa/86830-oesterreich-chef-identitaren-klebte-einst-hakenkreuze-an-synagogen/

Die Aufkleber des damals Minderjährigen haben mit heute nichts zu tun, auch hat er sich längst von diesen Taten distanziert. Im Verhältnis zum früher im fortgeschrittenen Erwachsenen-Alter gewalttätigen und späteren deutschen Außenminister Joschka Fischer ist dieser Vorfall nicht erwähnenswert – trägt aber mit dazu bei, Martin Sellner als „bösen Buben“ in der breiten Bevölkerung hinzustellen.

Thorsten Hinz: „Die Berichterstattung in Österreich ist noch bösartiger. Diese Art von Journalismus wird nicht angekränkelt durch irgendwelche juristischen, moralischen, sachlichen Bedenken oder Einwände. Die ihn betreiben, wollen weder den Dingen auf den Grund gehen noch Gerechtigkeit üben. Sie wollen ihre Gegner sozial vernichten und moralisch ausmerzen, weiter nichts. Sogar Sellners längst abgegoltene und bereute politische Verirrungen als Minderjähriger wurden gesetzeswidrig an die Öffentlichkeit gezerrt.

Österreichische Parteienkonkurrenz, Koalitionsrivalitäten sowie die Rachegelüste einer rotgrün eingefärbten Presse und Justiz spielen hier hinein. Doch im Kern geht es um die Masseneinwanderung, um die Existenzfrage und die Bruchstelle der westlich-europäischen Gesellschaften schlechthin. Weil die Identitären sie grenzüberschreitend in die Öffentlichkeit tragen, sind sie grenzüberschreitend zu einem Feindobjekt geworden. Die Angelegenheit schlägt Wellen bis in die deutschen, europäischen und überseeischen Medien.

Im Konfliktfall erweisen der liberale Staat und die freie Presse sich als Fiktionen. Sie unternehmen alles, um mittels Repression, Diffamierung und Gehirnwäsche dem Demos die Entscheidungsgewalt über seine Fortexistenz zu entziehen. Den Medien fällt dabei die Funktion des unblutigen Exekutors, der verbalen Schlägertruppe zu. Bleibt als Refugium noch der Rechtsstaat, der aber ebenfalls schwer unter Beschuß steht.“

https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2019/journalistenkanaille-gegen-die-identitaeren/

Götz Kubitschek: „Klar ist auch, warum sich die Meute nicht auf die NPD oder den dritten, vierten oder fünften Weg stürzt oder dem Volkslehrer heimleuchtet, sondern dem bürgerlich und intelligent vorgetragenen Angriff auf die Machtarroganz: Man kommt argumentativ und kreativ gegen "uns" nicht an. Daher: denunzieren, isolieren, kriminalisieren …

Kurzum: Man ist dabei, uns alle Fenster zuzumauern, und ganz sicher hoffen eine Menge Leute, daß wir endlich aufgeben.“

https://sezession.de/60880/mein-freund-martin-sellner

 

Kampagnen der Gegenwart

 

Es sind immer dieselben Muster, diejenigen, die gefährlich werden können, zu diskreditieren und nach Möglichkeit zum Aufgeben zu bewegen. Der Wurm als Chronist seiner Zeit hat die für ihn auffälligsten Fälle dokumentiert.

Dazu gehören Sahra Wagenknecht http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/54-schuss-nach-hinten.html und http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/377-linkes-ende.html , Ken Jebsen http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/310-links.html oder die Montagsmahnwachen http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/184-querfront.html .

Wer sich gegen die Politik des Staates Israel oder gegen den Kapitalismus (!) ausspricht, kann sicher davon ausgehen, für alle Zeiten als „Antisemit“ gebrandmarkt zu werden http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/318-zeit-gegen-die-verleumder-vorzugehen.html

Jürgen Elsässer: „Wo sind die FPÖ- oder auch AfD-Politiker, die jetzt – wie Kubitschek – einen Solidaritätspost mit dem Titel „Mein Freund Martin Sellner“ veröffentlichen? Gibt es unter den über 90 Bundestagsabgeordneten der AfD einen, der sich hinter seinem Computer hervortraut? Wetten werden entgegengenommen! Solidaritätsadressen noch lieber – COMPACT veröffentlicht sie gerne.

Die Feigheit begann schon früher: Spätestens mit dem letztinstanzlichen Freispruch der IB vom Vorwurf einer kriminellen Vereinigung hätte die AfD ihren Abgrenzungsbeschluss gegen die IB aufheben müssen. Und verdächtig war auch die Distanzeritis, als vor sechs Wochen Zuerst-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter mit einem ähnlich absurden Vorwurf – er habe einen Anschlag in der Ukraine angestiftet – medial geschlachtet wurde. Die zahlreichen AfD-Politiker, die sich bis dahin gerne von Ochsenreiter interviewen ließen, rührten keinen Handschlag zu seiner Verteidigung.

Für alle diese Leute habe ich die Mahnung von Pastor Niemöller abgewandelt: Als sie Eurasier wie Ochsenreiter abholten, habe ich nicht protestiert – ich war ja kein Eurasier. Als sie Identitäre wie Sellner abholten, habe ich nicht protestiert – ich war ja kein Identitärer. Als sie mich abholten, war keiner mehr da zum Protestieren.“

https://www.compact-online.de/wo-bleibt-die-solidaritaet-von-fpoe-und-afd-mit-martin-sellner/

Aus einem früheren Beitrag des Wurms:

Es ist gerade mal ein paar Wochen her, als der Wurm in http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/189-ein-gutmensch-ist-ein-schlechter-mensch.html Folgendes schrieb:

Der Gesinnungs-Terror der Gutmenschen erstreckt sich natürlich auch in ihren Moral-Vorstellungen. Wehe, wenn da einer ausschert! Da reicht es nicht, wenn derjenige, der sich daneben benommen hat, seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Nein, es wird gefordert, dass seine Existenz vernichtet wird – und sie wird vernichtet. Siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/44-alles-in-allem-ein-durchschnittsleben.html

Auch, wenn ein Mensch gegen kein einziges Gesetz der Welt verstoßen hat, kann es ihm passieren, dass er sich im Lande kaum noch blicken lassen kann, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/58-respekt-vor-edathy.html

Es reicht auch schon aus, ein konservatives Weltbild zu haben. Da wird von den Gutmenschen nur darauf gewartet, dass der entsprechende Mensch sich angreifbar macht. Irgend etwas lässt sich dann schon konstruieren. Da schützt selbst die Position eines hochrangigen Bischofs nicht. Siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/40-flug-lug-und-betrug.html

Die Meute der Gutmenschen stört auch schon, wenn sie sich in ihrem Tagesablauf gestört fühlt. In den passen Gewerkschaften, die ihre Arbeit machen und sich für ihre Mitglieder einsetzen, natürlich nicht hinein. Nur dank des starken Rückhalts seiner Gewerkschafts-Mitglieder konnte sich Klaus Weselsky der gegen ihn laufenden Hetze behaupten, siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/119-niedere-beweggruende.html“ .

Es ist wieder soweit: der Ketzer wird nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt – er wird medial hingerichtet und seiner materiellen Existenz beraubt …

Was mensch auch immer von Akif Pirincci halten mag – es rechtfertigt in keinster Weise, dass seine Bücher nicht mehr zu kaufen sind.

Eines muss mensch ihm auf jeden Fall zugute halten: Er hat es geschafft, dem deutschen Gutmenschentum die Maske vom Gesicht zu reissen. Bei offiziellen Gedenkfeiern lassen sie noch Toleranz und Meinungsfreiheit hoch leben; im Praxistest sind sie zutiefst intolerant und wollen keine andere als ihre eigene Meinung hören. Manipulation, Lüge, Propaganda, Zensur sind die üblichen Mittel, die bis hin zur existentiellen Vernichtung gehen.

Wer sich (wie der Wurm) beschwert, dass in der heutigen Zeit Künstler oder Intellektuelle keine eigene Meinung haben bzw. sich für ihre geäußerten Meinungen bezahlen lassen (siehe http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/153-was-gesagt-werden-muss.html ), muss auch akzeptieren, wenn einer eine andere Meinung als die seine vertritt.

Das, was (und auf welche Art und Weise) Akif Pirincci zum Besten gibt, ist nicht immer des Wurms Sache. Nichtsdestotrotz – er ruft nicht zu Gewalt auf und er vertritt überhaupt eine Meinung.

Wer es mit „Je suis Charlie“ und der Meinungsfreiheit ernst meint, muss auch „Je suis Akif“ sagen.“

http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/192-die-vernichtung-des-akif-pirincci.html

Je suis Martin.

 

 

Ich bin Philanthrop, Demokrat und Atheist. Rupert Regenwurm